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München und Houston - Trotz Grippe führt James Harden Houston in Spiel 5 zum Kantersieg gegen die Two-Man-Show der Clippers. Auch eine Umstellung verhilft den Rockets zum 2:3 in der Serie.

Per Triple-Double hat James Harden das Aus der Houston Rockets in den NBA-Playoffs verhindert.

Mit 26 Punkten, elf Rebounds und zehn Assists führte er sein Team zum klaren 124:103 (63:48)-Erfolg gegen die Los Angeles Clippers und dem 2:3 in der Best-of-Seven-Serie (Die NBA-Playoffs LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Erschwerend kam hinzu, dass Harden an einem Grippevirus litt, nach dem Spiel kaum sprechen konnte und sich ähnlich wie einst Michael Jordan in den NBA Finals durchkämpfte.

"Mir geht es gut. Wir haben gewonnen. Das ist alles, was zählt", sagte Harden hörbar heiser. Am Vormittag hatte er noch eine Infusion erhalten.

Harden trotzt dem Virus

Entsprechend bewerteten die Teamkollegen den aufopferungsvollen Auftritt ihres Stars. "Siegen oder nach Hause gehen. Darum ging es. Er hat einen unbändigen Willen gezeigt", sagte Center Dwight Howard.

Mit 36 Zählern im zweiten Viertel zerlegten die Rockets die Clippers in ihre Einzelteile und blieben auch nach der Pause souverän am Drücker. Harden war nie unter Kontrolle zu bringen.

"Sie haben uns in L.A. zweimal lächerlich gemacht. Wir mussten hier unbedingt besser auftreten. Das ist uns vor den eigenen Fans gelungen", röchelte Harden.

Rockets feiern ihren Star

Ihm gelang das erste Triple-Double der Rockets in den Playoffs seit Steve Francis (2004). Nach dem erfolglosen Experiment in Spiel 4 hatte er den Ball wieder meist selbst in der Hand.

Nach seinem Dreier zum 121:100 machte Coach Kevin McHale seine Bank leer, Harden verschwand sofort in der Kabine (Alles zur NBA im Free-TV auf SPORT1: Fr., 18 Uhr: Inside US Sports).

"Er hat sich den gesamten Tag über nicht wohl gefühlt. Nach der Infusion ein Triple-Double, so ein unglaubliches Spiel hinzulegen, ist großartig. Das haben wir gebraucht", schwärmte McHale.

McHales Umstellung fruchtet

Nach den zwei deftigen Klatschen mit 25 und 33 Punkten brachte aber auch eine Umstellung von McHale den Rockets mehr Feuer.

Der erfahrene Josh Smith rückte an Howards (20 Punkte, 15 Rebounds) Seite in die Startformation, Terrence Jones rutschte auf die Bank und steuerte zwölf Zähler bei.

"Ich wollte einfach etwas durchmischen. Wir wollten den Ball besser laufen lassen", erklärte McHale. Das gelang mit Smiths Übersicht.

Die Schützen neben Griffin versagen

Bei den Clippers fehlte dem All-Star-Duo Blake Griffin (30 Punkte, 16 Rebounds) und Chris Paul (22 Zähler, 10 Assists) die Unterstützung.

Der Rest des Teams traf nur 17 von 54 Würfen. Das Quartett Matt Barnes, J.J. Redick, Jamal Crawford und Austin Rivers leistete sich 32 Fahrkarten und schaffte ganze 27 Zähler.

"Sie waren konzentrierter. Das war ein entschlossenes Team, uns hat diese Entschlossenheit gefehlt", analysierte Gästetrainer Doc Rivers.

Clippers klar unterlegen

Insgesamt 64 zugelassene Punkte und der klare Rebound-Nachteil (39:58) sprachen trotz Double-Double auch nicht gerade für DeAndre Jordan (13 Punkte, 11 Rebounds), der diesmal nur kurz mit "Hack-a-Shaq" gequält wurde.

"Sie waren einfach besser. Wir müssen daraus lernen und uns verbessern. Jetzt kommt unsere Chance", sagte Griffin.

Seine Mannschaft hat in der Nacht auf Freitag (ab 4.30 Uhr LIVESCORES) vor heimischer Kulisse die nächste Chance, ins Conference-Finale einzuziehen.

Der Playoff-Baum der NBA 2015
Der Playoff-Baum der NBA 2015 © SPORT1
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