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München und Cleveland - Der viermalige MVP zieht in Spiel 5 gegen Chicago eine große One-Man-Show ab und braucht noch einen Sieg für seine fünften Conference-Finals in Folge. Rose taucht ab.

LeBron James hat den Cleveland Cavaliers die Kontrolle über ihre Zweitrundenserie der NBA-Playoffs gegeben.

Mit überragenden 38 Punkten, zwölf Rebounds, sechs Assists, drei Steals und drei Blocks  bezwang er die Chicago Bulls beim 106:101 (54:44) quasi im Alleingang und holte das 3:2 in der Best-of-Seven-Serie (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

"Ich habe zuerst auf eine Statistik geschaut: keine Ballverluste. Ich wollte für mein Team unbedingt effizient sein. Ich war ziemlich effizient", sagte der meisterhafte James.

Trotz seiner Knöchelblessur übernahm der viermalige MVP von Beginn an das Kommando und steht nur noch einen Sieg vor seinen fünften Conference Finals in Folge.

James trägt die Cavaliers

James erzielte im zweiten Viertel die ersten zwölf Punkte der Cavaliers und kontrollierte jede Facette des Spiels. Der ebenfalls angeschlagene Kyrie Irving steuerte 25 Zähler bei.

"Ich muss ihm wirklich ein Kompliment machen. Er hat uns heute auf dem Rücken getragen. Daran besteht kein Zweifel", lobte Irving.

Nach zuletzt uncharakteristischen 15 Ballverlusten in zwei Partien zeigte der "King" einmal mehr eine LeBron-typische Trotzreaktion und überpowerte die Bulls.

James zieht mit Jordan gleich

Durch sein 51. Playoff-Spiel mit mindestens 30 Punkten, fünf Rebounds und fünf Assists zog James zudem mit dem großen Michael Jordan gleich.

Mit seiner Leidenschaft in Abwehr und Angriff steckte er seine Teamkollegen an. Gemeinsam hielten sie Chicago im zweiten Abschnitt bei einer katastrophalen Quote aus dem Feld (4 von 22).

Mit einem kraftvollen Zug zum Korb gegen den überforderten Nikola Mirotic setzte James darüber hinaus ein deftiges Ausrufezeichen - inklusive Biceps-Geste. "Wir waren langsam, er war schneller", lautete Bulls-Coach Tom Thibodeaus prägnantes Fazit.

Gibson fliegt nach Fußtritt

Nach dem Rausschmiss von Chicagos Taj Gibson gute zehn Minuten vor dem Ende - er hatte Cavs-Guard Matthew Dellavedova während einer Rangelei getreten - setzten sich die Gastgeber auf 90:73 ab (Alles zur NBA im Free-TV auf SPORT1: Fr., 18 Uhr: Inside US Sports).

"Ich war überrascht. Er hing an meinem Fuß, ich wollte mich einfach befreien", sagte Gibson. In der Folge tauschten beide Teams ein paar Nettigkeiten aus, ehe die Schiedsrichter die Gemüter beruhigten.

"Wir wollen hier Basketball spielen, aber wir werden unsere Jungs unterstützen", sagte James und bezeichnete Dellavedova als "härstesten Spieler des Teams".

Gasol fehlt Bulls überall

Die Bulls, die erneut auf Pau Gasol (Oberschenkelzerrung) verzichten mussten, gaben sich aber noch nicht auf. Mike Dunleavy (19 Punkte) leitete einen 11:0-Lauf zum 93:97 ein.

Im Anschluss behielt Cleveland aber von der Freiwurflinie die Nerven und erkämpfte sich für Spiel 6 in der Nacht auf Freitag in Chicago (ab 2 Uhr LIVESCORES) den ersten Matchball.

"Es war wirklich stark, wie wir uns zurückgekämpft haben. Wir hatten eine Chance, haben es aber nicht richtig hinbekommen", haderte Derrick Rose.

Rose baut stark ab

Um im United Center ein entscheidendes siebtes Spiel zu erzwingen, braucht Bulls-Topscorer Jimmy Butler (29 Zähler, 9 Rebounds) mehr Unterstützung. Star-Guard Rose (16 Zähler) kam nach dem ersten Viertel auf ganze vier Pünktchen bei einer miserablen Wurfquote (2 von 15).

"Trotzdem müssen wir mit Blick auf das nächste Spiel besser verteidigen als im letzten Viertel. Da sind wir zeitweise etwas in Trance gefallen. Das darf nicht passieren", erklärte James. Nach dem 1:2-Rückstand haben sie das Blatt aber eindrucksvoll gewendet.

Für die Cavaliers wären es die ersten Conference Finals seit 2009, James schaffte es zuletzt mit Miami viermal in Folge und zog immer in die NBA Finals ein.

Der Playoff-Baum der NBA 2015
Der Playoff-Baum der NBA 2015 © SPORT1
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