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München und Houston - Blake Griffin springt im ersten Conference-Halbfinale der L.A. Clippers in Houston für den verletzten Chris Paul eindrucksvoll ein und knallt das nächste Triple-Double raus.

Mit einer weiteren Glanzvorstellung hat Blake Griffin den Los Angeles Clippers einen Traumstart in die zweite Runde der NBA-Playoffs ermöglicht.

Der All-Star (26 Punkte, 14 Rebounds, 13 Assists) führte sein Team mit dem zweiten Triple-Double in Folge zum furiosen 117:101 (46:50) in Spiel 1 bei den Houston Rockets (Die NBA-Playoffs LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Griffin übernahm ohne den zuletzt in Spiel 7 gegen San Antonio verletzten Chris Paul (Oberschenkelzerrung) in beeindruckender Manier die Verantwortung.

"Ohne Chris, muss jeder eine Schippe drauflegen. Das ist nicht der Job für eine Person, da müssen alle mithelfen. Wenn man sich die Statistik anschaut, war das heute auch so", sagte der Forward.

Griffin glänzt wie Tom Brady

Trotzdem ragte der Rookie des Jahres 2011 heraus. Neben den Rebounds und spektakulären Dunkings glänzt er auch immer mehr als Quarterback im Spiel der Clippers.

"Er ist unfassbar. Er schiebt sich in die Mitte und nimmt die Verteidigung wie Tom Brady auseinander. Das ist ein Triple-Double für Erwachsene", zog Matt Barnes einen Vergleich zum NFL-Star der New England Patriots.

Allein in den Playoffs 2015 hat Griffin bereits drei Triple-Doubles auf dem Konto. ""Blake war sensationell. Er war fast schon zu selbstlos. Da habe ich ihm gesagt, dass wir heute alles von ihm brauchen. Er hat geliefert", lobte Coach Doc Rivers.

Barnes bringt Clippers aus Kurs

Dank 37 Punkten im dritten Viertel erkämpften sich die Clippers die Führung, knapp acht Minuten vor Schluss kam Houston jedoch auf einen Punkt heran (Alles zur NBA im Free-TV auf SPORT1: Do., 23.30 Uhr: Inside US Sports).

Mit zwei Dreiern in Folge leitete Routinier Barnes (20 Zähler) den entscheidenden 12:0-Lauf zum 101:88 für die Gäste ein. Davon erholte sich Houston nicht mehr.

"Ich wollte einfach sicherstellen, dass wir ohne Chris nicht auseinanderbrechen und zusammenhalten", sagte Anführer Griffin.

Hoffnung auf Paul

Dennoch hätten die Clippers ihren Spielmacher lieber heute als morgen wieder dabei. Rivers machte den Fans zumindest ein klein wenig Hoffnung. Wäre es ein Do-or-Die gewesen, hätte Paul spielen können.

Aufgrund des Sieges, könnte er aber in Spiel 2 noch einmal geschont werden, denn selbst ein 1:1 wäre für L.A. eine exzellente Ausgangsposition vor den folgenden Heimspielen.

Spiel 2 findet in der Nacht auf Donnerstag (ab 3.30 Uhr LIVESCORES) wieder in Houston statt. Dann stehen die Rockets ziemlich unter Druck.

Rockets defensivschwach

Houston war zum Auftakt vielleicht aufgrund der langen Pause - nach dem lockeren Erstrundensieg über Dirk Nowitzkis Dallas Mavericks - vor allem defensiv nicht auf der Höhe.

Dazu kam, dass James Harden nach verpasstem MVP-Titel "nur" 20 Punkte bei 13 Würfen aus dem Feld zustande brachte. Trotz zwölf Assists fehlte dem Team seine gewohnte Aggressivität.

Scharfschütze J.J. Redick lieferte in der Verteidigung gegen Harden eine wirklich gute Leistung und vermied es, den berühmtesten NBA-Bart zu oft an die Freiwurflinie zu schicken.

"Wir haben sie sicher nicht auf die leichte Schulter genommen, aber irgendwie hatten wir heute nicht die nötige Energie", sagte Harden.

Rivers überzeugt als Starter

Neben ihm konnten nur Dwight Howard (22 Zähler, 10 Rebounds) und Trevor Ariza (17 Punkte) offensiv überzeugen.

Die Clippers waren aber zu ausgeglichen. Fünf Spieler erzielten 17 Punkte oder mehr. Trainersohn Austin Rivers (17) überzeugte als Paul-Ersatz in der Startformation.

Fraglich ist, ob die nicht gerade extrem tief besetzten Clippers diese Leidenschaft weiter konservieren können, ohne einen physischen Einbruch zu erleiden.

Der Playoff-Baum der NBA 2015
Der Playoff-Baum der NBA 2015 © SPORT1
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