Video

München - Golden State gegen Cleveland, MVP Stephen Curry gegen Superstar LeBron James. Die Finals 2015 haben es richtig in sich, SPORT1 gibt einen Überblick zum NBA-Showdown.

143 Spielzeiten oder 51 Jahre ohne Titel.

Länger muss in den Vereinigten Staaten keine Stadt auf ein Erfolgserlebnis in Form eines Titels in einer der großen vier Sportarten warten.

Cleveland ist ausgedörrter als die Atacamawüste, wenn es um Meisterschaften geht und mal wieder liegt die Hoffnung der ganzen Stadt auf einem Mann: LeBron James.

Der viermalige MVP war schon 2007 der Heilsbringer der Cleveland Cavaliers, doch im Finale gab es gegen die San Antonio Spurs eine heftige 0:4-Abreibung.

2015 hat James nun in den NBA-Finals (Spiel 1, Freitag 5. Juni, ab 3 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM) mit Kyrie Irving, J.R. Smith, Iman Shumpert und Tristan Thompson einen deutlichen besseren Kader zur Verfügung und muss die Cavs nicht ganz alleine auf seinen breiten Schultern tragen.

Zeit, Geschichte zu schreiben

Doch auch Final-Gegner Golden State steht vor dem Abschluss einer historisch aufgeladenen Saison (Alles zur NBA im Free-TV auf SPORT1: Do., 23.30 Uhr: Inside US Sports).

Denn die Warriors feierten zuletzt 1975 eine NBA-Meisterschaft, ein Triumph den damals wenige für möglich gehalten hatten.

Gegen den haushohen Favoriten Washington Bullets setzte sich das Team um den genialen wie unbeliebten Rick Barry mit 4:0 durch, im Anschluss verkamen die Warriors aber zum Fußabstreifer der NBA.

Früchte des Erfolgs

Würgeattacken gegen Trainer, katastrophale Draftpicks und wirre Trades bestimmten das Geschehen in der Bay Area – bis ein gewisser Stephen Curry 2009 an Position 7 den Weg nach Oakland fand.

Der Playoff-Baum der NBA 2015
Der Playoff-Baum der NBA 2015 © SPORT1

Sechs Spielzeiten später ernten die Warriors die Früchte des Erfolgs und begrüßen Stars wie Box-Champion Floyd Mayweather oder die NFL-Profis der San Francisco 49ers an der Seitenlinie.

Mit Rookie-Coach Steve Kerr stürmte Golden State zur besten Bilanz der Saison 2014/15 (67-15) und stellt einen Rekord nach dem anderen auf.

Curry und Klay Thompson – Söhne der ehemaligen NBA-Profis Dell Curry und Mychal Thompson - stellten mit 525 verwandelten Dreiern einen neuen Rekord von Downtown auf, beide lieferten Highlights am Fließband ab.

Novum in der NBA

Mit Cavs-Coach David Blatt auf der anderen Seite sorgen die beiden Finals-Teilnehmer für ein Novum in der NBA.

Denn noch nie standen sich zwei Rookie-Trainer in einer Endspielserie gegenüber.

Natürlich liegt das größere Augenmerk aber auf den Stars der Serie: Curry und James - auch wenn sie sich in einem direkten Matchup wohl eher nicht begegnen werden.

Curry (29,2 Punke, 43,7 Prozent Dreier) schaltete auf dem Weg ins Finale alle Kollegen des frisch gekürten All NBA First Teams aus.

Der vierte Streich soll folgen

In Runde eins verabschiedete sich Anthony Davis von den New Orleans Pelicans, anschließend wurde Grizzly Marc Gasol das Fell über die Ohren gezogen und im Halbfinale musste James Harden mit seinen Rockets dran glauben.

Im Endspiel will Curry nun die vierte Kerbe in sein First-Team-Holz schnitzen und James die fünfte Finals-Teilnahme in Serie vermiesen.

Nah am Triple-Double

Sensationelle Ausnahmespieler sind beide, aber bei der Erfahrung hat James klar die Nase vorn.

53 Siege bescherte "LBJ" den Cavs-Fans in seiner Comebacksaison, in den Playoffs steigerte sich der 30-Jährige auf sensationelle 27,6 Punkte, 10,4 Rebounds und 8,3 Assists.

Auch beim Gehalt liegen Welten zwischen den beiden Stars - noch. Curry bekommt vergleichsweise bescheidene 10,6 Millionen Dollar in dieser Saison (Platz 4 in der Warriors-Gehaltsliste), James schöpft mit 20,6 Millionen aus dem Vollen.

Besseres Gehalt, mehr verkaufte Trikots: "LBJ" ist auch nach wie vor der Fan-Liebling. Egal ob Miami Heat oder jetzt in Cleveland, das Oberteil des King findet nach wie vor reißenden Absatz. Auch hier landet Curry auf Rang zwei.

Bei allem Hype und den riesigen Erwartungen gehen beide Teams zumindest mit frischen Beinen in die Finals-Serie.

Denn mit sieben (Warriors) respektive acht Tagen Pause (Cavaliers) hatten beide Mannschaft vor dem Start des Traumfinals in Oakland noch nie eine längere Erholungsphase als 2015.

Die Termine der NBA-Finals:

Spiel 1 - Fr. 5. Juni, ab 3 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM

Spiel 2 - Mo. 8. Juni, ab 2 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM

Spiel 3 - Mi. 10. Juni, ab 3 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM

Spiel 4 - Fr. 12. Juni, ab 3 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM

Spiel 5 - Mo. 14. Juni, ab 2 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM - falls nötig

Spiel 6 - Mi. 17. Juni, ab 3 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM - falls nötig

Spiel 7 - Sa. 20. Juni, ab 3 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM - falls nötig

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel