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München und Cleveland - LeBron James sichert Cleveland mit dem nächsten Kraftakt Spiel 3, Dellavedova hetzt Curry erneut über den Platz. Der MVP kommt spät ins Spiel und ist der traurige Held.

LeBron James hatte es angekündigt, und er hat Wort gehalten.

Der Superstar der Cleveland Cavaliers versprach, bereit für die nächste Marathonschlacht zu sein und trug seine Cavs in Spiel 3 der NBA-Finals gegen die Golden State Warriors erneut zum Sieg (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Die nächste James-Gala

Angeführt vom einmal mehr überragenden Superstar - der sogar vor einer Grätsche im letzten Viertel nicht zurückschreckte - gewann Cleveland sein erstes Heimspiel gegen die Golden State Warriors mit 96:91 (44:37) und ging in der Best-of-Seven-Serie mit 2:1 in Front.

"Das ist ein großartiger Moment für meine Teamkollegen und mich. Es ist mein Job, sie anzuführen, sie anzuschreien und ihnen am Ende zu sagen, dass Fehler in Ordnung sind."

James verpasste mit 40 Punkten, 12 Rebounds und 8 Assists nur knapp ein Triple-Double und stellte Hauptrunden-MVP Steph Curry (27 Punkte, 6 Rebounds, 6 Assists) wieder einmal klar in den Schatten.

Shootingtouch ist zurück

Curry wachte erst in der zweiten Hälfte auf und erzielte 24 seiner 27 Zähler. Fünf Dreier verwandelte er im Schlussviertel und gab den Warriors zumindest Hoffnung auf Spiel 4.

"Das waren genau die Distanzwürfe, die Steph in den ersten drei Abschnitten nicht getroffen hat. Er ist ein Wahnsinnsschütze", fand James lobende Worte für Curry.

Den Grundstein zum Sieg legten die Cavaliers im dritten Viertel, das sie mit 28:18 für sich entschieden und dadurch mit einem beruhigenden 17-Punkte-Polster in den Schlussabschnitt gingen.

Die Warriors stemmten sich zwar noch einmal mit aller Macht gegen die Niederlage, näher als auf einen Punkt (80:81, 2:45 Minuten) kamen die Kalifornier trotz eines 15:2-Laufs aber nicht mehr.

Curry Blackouts

Dies lag auch an vier schwachen Aktionen Currys in Folge (Alles zur NBA im Free-TV auf SPORT1: Do. 19 Uhr: Inside US Sports).

In der ersten Situation verteidigte er Matthew Dellavedova so schlecht, dass der Australier ein Dreipunktspiel vollenden konnte, anschließend verlor er in einer zumindest strittigen Situation - die auch gut und gerne ein Foul des King hätte sein können - den Ball.

James grätschte Curry in Fußballermanier in die Beine, "Delly" hechtete dem frei gewordenen Ball erfolgreich hinterher und zog gegen David Lee das Foul.

Die NBA-Playoffs 2015 © @SPORT1

Dellavedova beendete mit 20 Punkten das Spiel und könnte wie in der Finals-Serie 2014 mit Patty Mills der nächste Australier und Absolvent des St. Marys College sein, der als X-Faktor den Titelkampf entscheiden könnte.

Die unzähligen Hechtsprünge und die kernige Defense gegen Curry büßte "Delly" mit schweren Krämpfen, die ihm nach dem Spiel einen Aufenthalt im Krankenhaus einbrachten.

"Müssen noch einige Dinge lernen"

In einem weiteren Angriff spielte er einen seiner sonst gewohnt sicheren Pässe hinter dem Rücken auf Draymond Green ins Aus. Den nächsten Pass fing ein heransprintender "LBJ" ab.

"Wir müssen trotzdem noch einige Dinge lernen", erklärte James: "Der beste Lehrer im Leben ist die Erfahrung und aus den letzten eineinhalb Minuten dieses Spiels müssen wir lernen."

Gutes Omen

Verbunden mit einem gelassenen James an der Linie, vermochten die Warriors die Partie nicht mehr zu drehen und müssen nun Partie Nummer vier in der Quicken Loans Arena fast um jeden Preis gewinnen.

Ein gutes Omen könnte der Verlauf der Serie dennoch sein, denn im Viertelfinale gegen die Memphis Grizzlies lagen die Warriors mit einem strauchelnden Curry nach drei Spielen und einem Auftaktsieg ebenfalls 1:2 hinten.

Danach fing sich der MVP und führte das Team aus Kalifornien zu einem 4:2-Seriensieg.

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