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Golden State gleicht durch einen Sieg in Spiel 4 die Finalserie wieder aus. James erlebt einen durchwachsenen Abend - und sorgt obendrein für eine Schrecksekunde.

Die Golden State Warriors haben Spiel 4 der NBA-Finals bei den Cleveland Cavaliers gewonnen und in der Best-of-Seven-Serie zum 2:2 ausgeglichen.

In der Quicken Loans Arena von Cleveland siegte der Champion der Western Conference deutlich mit 103:82 (54:42). Spiel 5 findet in der Nacht zu Montag (ab 2 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM) dann wieder in der Oracle Arena von Oakland statt.

Andre Iguodala überzeugt als Starter

Beste Werfer aufseiten der Warriors waren Regular-Season-MVP Stephen Curry und Andre Iguodala mit je 22 Punkten. "Iggy", der obendrein in der Defensive über weite Strecken Clevelands Superstar LeBron James in Schach hielt, rechtfertigte damit die Entscheidung von Golden States Trainer Steve Kerr, ihn anstelle von Andrew Bogut in die Starting Five zu berufen.

Kerr entschuldigt sich

"Wir wollten das Tempo ein bisschen hochschrauben", erklärte Iguodala direkt nach dem Spiel den Wechsel hin zu einer kleineren Startformation, und kündigte an: "Es ist schwer, mit uns Schritt zu halten - und wir werden versuchen, das weiter zu zeigen."

Steve Kerr entschuldigte sich nach der Partie dafür, die Reporter mit der Aussage "Meine standardmäßige Startformation wird spielen" in die Irre geführt zu haben.

"Ich habe gelogen, Entschuldigung. Aber ich glaube, die Meistertrophäe bekommt man nicht für moralisch korrektes Verhalten. Die gibt es nur, wenn man gewinnt."

LeBron James sorgt für Schrecksekunde

Bei den Gastgebern lieferte Timofei Mosgow mit 28 Punkten einen Karriere-Bestwert ab und sammelte obendrein 12 Rebounds. Der viermalige MVP James kratzte mit 20 Punkten, 12 Rebounds und 8 Assists zwar erneut an einem Triple-Double, blieb jedoch deutlich unter seinem bisherigen Finals-Schnitt von 41 Zählern.

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"King James" sorgte im zweiten Viertel obendrein für eine Schrecksekunde, als er nach einem harten Foul von Andrew Bogut gegen eine Kamera stürzte und sich eine Platzwunde am Hinterkopf zuzog. Davon unbeeindruckt stand der 30-Jährige am Ende dennoch 41 Minuten auf dem Parkett und wurde erst in den Schlussminuten geschont, als die Partie bereits entschieden war.

Dank ihrer Größenvorteile konnten die Cavaliers zwar das Rebound-Duell mit 49:44 für sich entscheiden und hatten vor allem in Sachen Offensiv-Rebounds (16:6) deutlich die Nase vorn.

Starke Warriors-Defense

Eine Wurfquote von nur 33 Prozent aus dem Feld und vor allem eine ganz schwache Vorstellung von jenseits der Dreierlinie (14,8 Prozent Trefferquote) verhinderten jedoch den dritten Sieg für Cleveland und damit eine mögliche Vorentscheidung in der Finalserie.

Lediglich zu Beginn des Spiel lagen die Cavs nach einem 7:0-Blitzstart in Führung, doch dann übernahmen die Warriors mit ihrem schnellen Spiel das Kommando.

Die NBA-Playoffs 2015 © @SPORT1

Statt wie in den drei Partien zuvor diktierten die Warriors das Tempo und kamen durch viele schnelle Angriffe zu leichten Punkten (11).

Fastbreaks als Knackpunkt

Auch David Lee, der in den ersten beiden Finals gar nicht zum Einsatz kam und in Spiel 3 äußerst effektiv auftrat, enttäuschte Head Coach Kerr nicht. Der Power Forward erzielte in 15 Minuten neun Punkte, holte fünf Rebounds und gab drei Assists.

Anfang des Schlussabschnitts (70:76) keimte bei den Cavs-Fans noch einmal kurz Hoffnung auf, doch zwei Fastbreak-Angriffe über Draymond Green (17/7/6) und Klay Thompson (9) schraubten den Warriors-Vorsprung auf zehn Zähler.

Somit hat eine beeindruckende Bilanz Golden States auch weiterhin Bestand. Liegen die Warriors mit 15 oder mehr Punkten - zu egal welchem Zeitpunkt im Spiel - vorne, haben sie alle 57 Spiele gewonnen. 

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