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München und Oakland - Curry und James liefern sich in Spiel 5 der Finals ein Duell der Extraklasse, Golden State hat am Ende die Nase vorn. Cleveland steht mit dem Rücken zur Wand.

Die Golden State Warriors haben sich in den NBA-Finals 2015 den ersten Matchball gesichert.

In Spiel 5 der Best-of-Seven-Serie siegte das Team um MVP Stephen Curry gegen die Cleveland Cavaliers mit 104:91 (51:50) und dreht die Serie nach einem 1:2-Rückstand und zwei Pleiten in Folge in eine 3:2-Führung.

© @SPORT1

In Oakland sorgte Warriors-Superstar Curry für die beste Leistung bei Golden State.

Nach seinem kleinen Durchhänger meldete sich der Distanzexperte mit sieben Dreiern zurück und brachte es insgesamt auf 37 Punkte - NBA-Rekord für den Warrior. 17 Punkte davon erzielte der Sohn des ehemaligen NBA-Spielers Dell im Schlussviertel.

"Mein MVP-Titel ist natürlich toll, aber er bedeutet mir nur dann etwas, wenn wir auch die Meiterschaft gewinnen", erklärte Curry, der zusätzlich sieben Rebounds und vier Assists ablieferte. Anschließend musste er wegen Dehydrierung vom Physio-Team der Warriors behandelt werden.

Auf Seiten der Cavs vermochte selbst LeBron James mit seinem zweiten Triple-Double in den Finals die Pleite nicht verhindern.

Der viermalige MVP sorgte es auf 40 Punkte, 14 Rebounds und elf Assists. LBJ war in Spiel 5 an 70 der 91 Cavs-Punkte als Scorer oder Passgeber beteiligt.

"James hat den Ball sehr oft in den Händen. Lasst euch nicht aus dem Konzept bringen und entmutigen. Einfach an den Plan halten", erklärte Curry die Marschroute gegen "King James": "Wir wollen ihn über 48 Minuten mürbe machen und ihm das Leben so schwer wie möglich machen."

Auch ein Taktik-Kniff von Head Coach David Blatt brachte den Cavaliers keinen entscheidenden Vorteil.

Cleveland verzichtete lange auf Center Timofey Mozgov und spielte wie Golden State "Small Ball". Die Warriors mit den eigenen Waffen schlagen, ging aber gehörig nach hinten los, denn das Tempo konnten die Cavs nicht bis zum Ende durchstehen.

"Sofort als Cleveland seine kleine Formation aufs Feld gebracht hat, war mir klar, dass es Stephs Abend wird", erklärte Warriors-Coach Kerr: "Dadurch hatte er extrem viel Raum und hat sofort das Kommando übernommen."

In der Nacht auf Mittwoch (3 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US und LIVESTREAM) können die Warriors den ersten NBA-Titel seit 40 Jahren nach Oakland holen.

In einer stets knappen Partie mit 20 Führungswechseln setzten sich die Warriros erst im letzten Viertel entscheidend ab.

Curry und James lieferten sich ein Duell der Superstars, bei dem der 27-Jährige Warrior am Ende noch mehr im Tank hatte.

Der Scharfschütze zeigte das ganze Repertoire aus Rebounds, Assists und eiskalten Dreiern und machte schlussendlich den Unterschied.

Cavs-Klette Matthew Dellavedova verteidigte Curry zwar erneut exzellent, doch in den letzten fünf Minuten konnte selbst "Delly" Curry nicht mehr stoppen.

"Das war unglaublich und ich bin sehr froh, dass ich es aus der ersten Reihe miterleben durfte", schwärmte Draymond Green (16/9) von Currys famosen Step-Back-Dreiern.

"Ehrlich gesagt, es gibt nicht viel, was wir gegen solche Aktionen machen können. Er hat unglaubliche Würfe getroffen", erkannte Cavs-Coach David Blatte die Klasse Currys an.

Unterstützt wurde er erneut von einem bärenstarken Andre Iguodala. Der Routinier behielt in der Endphase des letzten Viertels die Nerven und brachte es auf 14 Punkte, acht Rebounds und sieben Assists.

Die Warriors beendeten das Spiel in den letzten 4:52 Minuten mit einem 19:7-Lauf und haben in Spiel 6 in Cleveland die Möglichkeit, den Titelgewinn in trockene Tücher zu bringen.

Trotz der prekären Lage gab sich James aber selbstbewusst: "Ich bin zuversichtlich, denn ich bin der beste Spieler auf dem Planeten."

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