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Dirk Nowitzki erzielte gegen die Clippers 31 Punkte
Dirk Nowitzki erzielte gegen die Clippers 31 Punkte © Getty Images

Dallas und München - Der überragende Dirk Nowitzki dreht gegen die Los Angeles Clippers die Uhr zurück und führt die Mavs zum Sieg. DeAndre Jordan wird von Buhrufen begleitet und bleibt blass.

Gut eine Minute vor Ende der Partie steht es 110:108 für die Dallas Mavericks.

Dirk Nowitzki erhält den Ball an der Dreierlinie und fasst sich ein Herz. Crunchtime ist Nowitzki-Zeit. Der Ball findet über das Brett den Weg durchs Netz. Es ist Nowitzkis vierter Dreier am Abend, der Widerstand der Los Angeles Clippers ist gebrochen.

Die Mavericks entscheiden am Ende das in der NBA heiß erwartete Duell gegen DeAndre Jordan und die Clippers für sich.

Angeführt vom überragenden Nowitzki bezwangen die Mavericks einen Tag nach der enttäuschenden Niederlage gegen die New Orleans Pelicans den Titelanwärter mit 118:108 (53:54).

Nowitzki dreht die Uhr zurück

Nowitzki spielte dabei wie in besten Zeiten und legte mit 31 Punkten und elf Rebounds ein starkes Double-Double auf. Der deutsche Superstar verwandelte elf seiner 15 Würfe aus dem Feld, darunter fünf seiner sechs Dreier.

"Es war großartig", sagte Nowitzki nach dem etwas unerwarteten Erfolg: "Es hat Spaß gemacht gegen ein so starkes, tief besetztes Team. Es ging hin und her. Im vierten Viertel hatten wir hier eine Play-off-Atmosphäre."

In der ewigen Reboundliste zog er mit nun 10.111 Abprallern an seinem Ex-Teamkollegen Shawn Marion auf Rang 15 vorbei.

Dallas steht mit einer ausgeglichenen Bilanz von vier Siegen und vier Niederlagen auf Rang neun im Westen, L.A. (5:3) ist Vierter. (Alle Tabellen der NBA im Überblick)

Buhrufe für Jordan

DeAndre Jordan, der im Sommer den Mavericks seine mündliche Zusage für eine Unterschrift gegeben hatte, in letzter Sekunde aber doch einen Rückzieher machte und sich für eine Rückkehr nach Los Angeles entschied, blieb mit neun Punkten und elf Rebounds eher blass. Sein Plus/Minus-Wert von -23 war der schlechteste der gesamten Partie. (Ergebnisse und Spielplan)

Der Center wurde mit Buhrufen empfangen und bekam diese auch während der Partie häufig zu hören. Auch einige Plakate richten sich an ihn, so war zum Beispiel zu lesen: "Das Einzige was schlechter ist als Jordans Wort sind seine Freiwürfe."

Mit drei von neun Treffern zeigte der 27-Jährige gewohnte Qualitäten von der Linie. In einer wichtigen Phase im Schlussviertel nutzten die Mavs die beliebte "Hack-a-Jordan"-Taktik, Jordan verfehlte vier seiner sechs Versuche und wurde von Trainer Doc Rivers vom Feld genommen.

Matthews glänzt

Chandler Parsons, der bei den Mavs geschont wurde, nahm nach der Partie Stellung. "Er ist für uns keine Priorität und so wie es aussieht bei seinem Team auch nicht", sagte der Forward.

Neben Nowitzki glänzte vor allem Neuerwerbung Wesley Matthews. Der aus Portland gekommene Flügelspieler zeigte mit 25 Punkten seine mit Abstand beste Saisonleistung - genau zum richtigen Moment.

"Das war riesig. Wir haben diesen charakteristischen Sieg für uns gebraucht", sagte Matthews, der nach seiner Rückkehr nach dem im März zugezogenen Achillessehnenriss überraschend früh starke Leistungen abliefert.

"Er hat wie Dirk einen eisernen Willen", lobte Coach Rick Carlisle.

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Mavs mit Emoji-Seitenhieb

Bei den Clippers schrammte Blake Griffin mit 21 Zählern und neun Rebounds knapp an einem Double-Double vorbei. Chris Paul (11 Punkte/11 Assists) gelang dies zwar, der Spielmacher traf aber nur zwei von 11 Würfen.

Nach der Partie verteilten die Mavs via Twitter noch einen Seitenhieb auf die Clippers und das Emoji-Battle aus der Jordan-Saga.

Nach der Niederlage im Sommer-Tauziehen um den Center und beim ersten Aufeinandertreffen in Los Angeles geht diese Runde an die Mavericks.

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