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Die Golden State Warriors überleben einen unglaublichen Krimi in Boston und bauen den Startrekord weiter aus. Stephen Curry trifft schlecht und überragt dennoch.

Die Boston Celtics hatten die Golden State Warriors in der NBA am Rande einer Niederlage.

Doch der Champion setzte sich in einem Krimi nach zweimaliger Verlängerung mit 124:119 (57:53, 103:103, 110:110) durch und baute den Startrekord auf 24 Siege aus.

Golden State musste dabei neben Harrison Barnes auch auf Klay Thompson verzichten, der mit einer Knöchelverletzung kurzfristig passen musste.

Stephen Curry überragte zwar einmal mehr mit 38 Punkten, in Boston lieferte er dabei aber seine schlechte Wurfleistung der Saison ab. Der MVP verwandelte nur neun seiner 27 Würfe aus dem Feld und leistete sich zudem acht Ballverluste (Die NBA auf LIVE im TV auf SPORT1 US ).

Curry mit schwacher Quote

"Das war anstrengend, hat aber Spaß gemacht", sagte Curry, dem seine Erschöpfung nach der Partie anzumerken war: "Klar, es war schön, den Sieg zu holen. Aber wir mussten ihn uns hart erkämpfen.

Curry traf allerdings jeden seiner 14 Freiwürfe und kam zudem auf elf Rebounds und acht Assists. "Er kann auf so viel verschiedenen Wegen punkten", sagte Interimscoach Luke Walton: "Sie haben einen phänomenalen Job gemacht und er hat trotzdem 38 Punkte erzielte. Aber so sind Superstars in dieser Liga.

Draymond Green legte mit 24 Punkten, elf Rebounds, acht Assists, fünf Steals und fünf Blocks eine unglaubliche Leistung aufs Parkett. Es ist erst das dritte Mal in der Geschichte, dass einem Spieler solch ein 5x5 gelingt.

Boston haderte mit dem Ausgang der Partie. Trainer Brad Stevens beantworte die Frage, ob es denn eine "großartige Niederlage" sei, mit einem klaren Nein.

Thomas verpasst Sieg

"Sie sind die Champions. Sie haben getan was sie tun mussten", sagte Forward Evan Turner, dem 13 Punkte, neun Rebounds und sechs Assists gelangen. Überragender Celtic war Kelly Olynyk, der von der Bank aus 28 Zähler markierte. Isaiah Thomas kam auf 18 Zähler und zehn Vorlagen.

Kelly Olynyks Verzweiflungswurf flog am Ring vorbei
Kelly Olynyks Verzweiflungswurf flog am Ring vorbei © Getty Images

Die Celtics hatten gegen den Spitzenreiter mehrmals die Hand am Sieg. Kurz nachdem Stephen Curry einen Dreier zur 103:101-Führung in der Pose von LeBron James gefeiert hatte, glich Thomas per Layup für die Gastgeber aus.

Curry verpasste anschließend die erneute Führung, doch Shaun Livingston blockte auf der anderen Seite Thomas' Dreierversuch. Auch aus Andre Iguodalas verfehltem Alley-Oop-Pass konnte Boston kein Kapital schlagen, Olynyks Wurfversuch mit der Sirene flog deutlich vorbei.

In der ersten Verlängerung wiederholte sich die Sequenz fast. Erneut konnte Thomas seinen Wurf nicht im Korb unterbringen, erneut versuchte es Iguodala erfolglos per Alley-Oop-Anspiel auf Draymond Green.

In der zweiten Overtime behielten die Warriors dann die Nerven und retteten den Rekord.

Nächster Rekord in Reichweite

Saisonübergreifend war es sogar schon der 28. Sieg in Serie, damit übertrumpften sie die Miami Heat, die 2012/2013 27 Erfolge nacheinander gefeiert hatten. Eine noch längere Erfolgsstory schrieben nur die Los Angeles Lakers, die es 1971/1972 sogar auf 33 Erfolge nacheinander brachten.

Mit einem Sieg bei den Milwaukee Bucks am Samstag könnten die Warriors zudem ihren Auswärtstrip mit einer 7:0-Bilanz beenden - das hat noch kein Team zuvor geschafft.

"Wir würden das auf jeden Fall wertschätzen, weil das nicht oft passiert", sagte Center Andrew Bogut: "Der Rekord, die Geschichte, das Team - das passiert nicht häufig deswegen werden wir es in Ehren halten. Wer weiß schon was passiert? Nächstes Jahr könntest du in einer anderen Mannschaft sein und keiner spricht mehr über dich."

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