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New York City und München - Dirk Nowitzki schnappt die nächste Legende. Beim wilden Sieg in Brooklyn zieht er vorbei an Shaquille O'Neal auf Rang 6 der ewigen Scorerliste - und landet den Siegtreffer.

Dirk Nowitzki hat die nächste NBA-Legende überflügelt.

Beim wilden 119:118 (108:108, 64:53)-Erfolg nach Verlängerung seiner Dallas Mavericks bei den Brooklyn Nets schob sich der deutsche Superstar dank 22 Punkten auf Rang sechs der ewigen Scorerliste und verdrängte keinen geringeren als Shaquille O'Neal (Die NBA auf LIVE im TV auf SPORT1 US ).

Zehn Zähler benötigte Nowitzki - mit einem unwiderstehlichen Sprungwurf über Andrea Bargnani hinweg setzte er zu Beginn des zweiten Viertels den 28597. Punkt seiner Karriere.

"Diesen Moment werde ich in meinem ganzen Leben nicht vergessen. Es ist einfach surreal, Shaq, einen der größten Spieler aller Zeiten, eine Legende, zu überholen. Ich war in den 90ern sein Fan und durfte lange gegen ihn spielen", sagte Nowitzki.

Nowitzki setzt auch den Gamewinner

Der 37-Jährige steht nun bei 28.609 Zählern und dürfte seinen Zenit erreicht haben, denn Wilt Chamberlain (31.419) ist kaum noch zu erreichen, dafür müsste er wohl noch zwei Jahre dranhängen.

"Es ist schon ziemlich verrückt, dass ich jetzt bei all diesen Legenden stehe, aber ich sage es ja immer wieder: ich werde all diese Dinge nach dem Ende meiner Karriere richtig genießen", erklärte "Dirkules".

Passend dazu versenkte Nowitzki 19 Sekunden vor Ende der Verlängerung auch den entscheidenden Wurf - ein wunderschöner Layup gegen Brooklyns Joe Johnson. "Wichtiger als der Meilenstein war mir der Sieg. Grundsätzlich wird es natürlich mehr hängen bleiben, als ein Sieg im Dezember in Brooklyn, aber deshalb spiele ich. Auf dem Court denkst du nur daran, wie du das Spiel gegen einen talentierten Gegner gewinnen kannst", sagte Nowitzki.

Carlisle schwärmt vom Superstar

Genau das war immer sein Erfolgsrezept. Für den vielleicht selbstlosesten Superstar der Sportgeschichte stand immer das Team im Vordergrund. "Wir reden hier über einen der größten Spieler seiner Generation. Er hat das Spiel und seine Position revolutioniert. Da gehen dir einfach die Superlative aus. Er ist so ein großartiges Individuum", schwärmte Coach Rick Carlisle.

Neben Chamberlain erzielen nur die Legenden Kareem Abdul-Jabbar, Karl Malone, Kobe Bryant und Michael Jordan mehr Punkte als der Würzburger.

"Das hört sich gut an, oder? Als ich 20 war, hätte ich das nie erwartet. Wenn wir das damals jemand prophezeit hätte, als ich vor 18 Jahren mit dem schlimmen Haarschnitt und dem Ohrring hier ankam. Ein Traum ist wahr geworden", erzählte Nowitzki mit einem Schmunzeln.

Auch in seiner 18. Saison ist Nowitzki wieder ein All-Star-Kandidat. Mit durchschnittlich 17,5 Punkten und einer guten Wurfquote (über 48 Prozent) hält er die Mavericks im Playoff-Rennen.

Barea springt für Williams ein

Das ausgeglichene Team zeigte im Angriff seine gewohnte Klasse. Point Guard J.J. Barea stellte mit 32 Punkten eine persönliche Bestleistung auf und lieferte elf Assists. Er vertrat in der Startformation Deron Williams, der gegen sein Ex-Team mit Oberschenkelproblemen pausierte.

In der ersten Hälfte mit 16 vorn, im vierten Abschnitt mit elf hinten: es war ein typisch verrücktes Mavs-Spiel. Der überragende Thaddeus Young (29 Punkte, 10 Rebounds, 4 Steals) schoss die Nets mit seinem Dreier noch in die Overtime.

Dallas (16 Siege - 13 Niederlagen) schob sich in der Western Conference wieder auf den geteilten vierten Rang und empfängt nach Weihnachten in der Nacht auf Sonntag die Chicago Bulls (ab 2.30 Uhr LIVESCORES).

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