Video

Bei der Pleite gegen die Golden State Warriors spürt der Superstars der Cleveland Cavaliers gleich doppelt Gegenwind. Aber auch beim Champion bleibt der MVP blass.

Der Clinch mit einer Zuschauerin sowie die unterschwellige Schuh-Provokation durch Draymond Green haben beim NBA-Superstar der Cleveland Cavaliers offenbar Wirkung gezeigt:

Bei der 83:89-Niederlage bei den Golden State Warriors blieb LeBron James deutlich unter seinen Möglichkeiten.  (Die NBA auf LIVE im TV auf SPORT1 US).

Der Small Forward kam als Topscorer der Cavs zwar auf 25 Zähler, ließ wie seine Teamkollegen aber ungewohnt viele Chancen aus.

Nur 31,6 Prozent aller Würfe aus dem Feld fanden ihren Weg in den Korb, von hinter der Drei-Punkte-Linie waren lediglich 16,7 Prozent aller Versuche erfolgreich.

Clinch mit Zuschauerin 

Ob James womöglich die Provokation einer Zuschauerin im ersten Rematch der beiden letztjährigen Finalisten ein wenig aus dem Tritt brachte?

Im zweiten Viertel beim Stand von 33:33 jedenfalls war James alles andere als amused, als ein weiblicher Warriors-Fan ihn gewissermaßen als Heulsuse abkanzelte, indem sie sich angedeutete Tränen aus den Augenwinkeln rieb.

Immerhin: James konterte mit einem kurzen Augenstechen, die Zuschauerin unterließ daraufhin ihr Gehabe und senkte ihr Haupt als kleine Geste der Entschuldigung.

In Schwung wie gewohnt kam der Cavs-Superstar dennoch nicht mehr.

Green verzichtet auf LeBrons Schuhe

Direktgegenspieler Draymond Green hatte James zumeist gut im Griff, verzeichnete vielmehr selbst 22 Punkte, 15 Rebounds, sieben Assists and zwei Blocks und war deshalb bester Werfer im Siegerteam.

Und dass entgegen sonstiger Gewohnheit zunächst nicht in den Schuhen der Marke, die auch LeBron zu pflegen trägt.

Ein ganz bewusster Verzicht, wie ESPN schrieb, um dem Superstar unterschwellig zu bedeuten: Es reicht auch jeder andere Schuh, um James in die Schranken zu weisen.

Allerdings stieg Green während des Matchs dann doch wieder um auf James' Modell, von dem er bereits im Vorfeld sagte: "Es sind eben ungemein bequeme Schuhe."

Auch Curry unter seinen Möglichkeiten

Wie auch immer: Am Ende triumphierte Golden State. Der Titelverteidiger blieb in der Oracle Arena damit zum 14. Mal in Folge ungeschlagen.

Das Ende einer anderen beeindruckenden Serie war dennoch nicht zu verhindern: Erstmals seit 47 Spielen in der regulären Saison musste sich die Offensive um Superstar Stephen Curry mit unter 100 Punkten zufrieden geben.

Curry erzielte mit gerade einmal 19 Punkten sein zweitschlechtestes Ergebnis in der laufenden Spielzeit.

Insofern konnte gegenüber James auf die Leistung der Cavs-Defensive verweisen: "Wenn wir defensiv so auftreten, werden wir sehr schwer zu schlagen sein." Man habe sich gegen den Meister der Vorsaison eine Chance erarbeitet, aber nicht nutzen können: "Offensiv waren wir einfach nicht gut drauf. Keiner war gut drauf."

Cavs dennoch zuversichtlich

Trotzdem zeigten sich die Cavs nach dem Spiel optimistisch.

Shooting Guard James Jones bezeichnete das Spiel als "Startpunkt" für den Vorjahres-Zweiten, der in dieser Woche erstmals wieder auf die zuletzt verletzten Kyrie Irving, Iman Shumpert und Mo Williams zurückgreifen konnte (DATENCENTER: Spielplan der NBA)

"Es ist gut, solche Spiel auch mal drin zu haben", erklärte Curry und ergänzte: "Wenn unsere Defensive zur Stelle ist, haben wir gute Chancen, Spiele zu gewinnen. Wir zeigen einfach unsere Vielseitigkeit und versuchen auf verschiedene Arten zu gewinnen." 

Die Warriors bauen ihre Erfolgsserie auf 28-1 Siege aus und stehen in der Western Conference weiter unangefochten an der Spitze. Cleveland weist als Tabellenführer im Osten eine Bilanz von 19-8 auf.

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel