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San Antonio und München - Welch eine Schmach für Clint Capela: Die Spurs foulen den Schweizer beim Einwurf, damit er Freiwürfe ausführen muss. Die Statistik gibt Trainerfuchs Popovich recht.

Demütigung der unfairen Art: Clint Capela musste mit den Houston Rockets nicht nur eine 99:130-Klatsche bei den San Antonio Spurs einstecken, sondern auch ein Foul beim Einwurf.

Sieben Sekunden vor Ende des ersten Viertels - beim Stande von 35:29 für die Gastgeber - rannte San Antonios Danny Green zur Grundlinie und griff dem Schweizer vor den Augen des Schiedsrichters in die Arme. (Alles zur NBA mittwochs, 23.30 Uhr in Inside US Sports im Free-TV auf SPORT1)

Sein Trainer nickte anerkennend, ganz offensichtlich hatte er seine Mannen dazu angehalten, Capela bei jeder Gelegenheit durch ein Foul an die Freiwurflinie zu schicken.

Aus gutem Grund: Der 21-Jährige kommt in seinen bislang 59 NBA-Saisonspielen auf eine miserable Erfolgsquote von 38,4 Prozent.

Selbst Shaquille O'Neal traf in keiner Saison weniger als 42 Prozent seiner Freiwürfe, Zeit seiner NBA-Karriere kam er zumindest auf eine Quote von 52,7. Und wegen ihm wurde die Taktik, auch abseits des Spielgeschehens zu foulen, einst erfunden und nach ihm "Hack a Shaq" getauft.

Auch Popovich, seit 1996 bei den Spurs im Amt, griff schon damals gerne zu diesem Mittel.

Und er dürfte sich auch nach Greens Foul bestätigt fühlen: Capela verwarf die beiden Freiwürfe - und in der gesamten Partie sieben von zehn.

Zumindest im Anfangsviertel hatte der Schweizer aber das letzte Wort und rächte sich mit einem Blocked Shot an Green.

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