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LeBron James vs. Stephen Curry
Duell der Superstars: LeBron James (l.) empfängt mit den Cavs die Warriors um Stephen Curry © SPORT1-Grafik: Paul Haenel/Getty Images

München - Stephen Curry sägt auf und neben dem Court am Thron von LeBron James. Im Finals-Rematch will Clevelands King die Verhältnisse zurechtrücken. Auch Schröder ist gefordert.

Es ist das Aufeinandertreffen der führenden Teams der Western und Eastern Conference. Es ist das Rematch des letztjährigen Endspiels.

Und es ist das Duell zwischen den zwei wohl besten Spielern der NBA. Der langjährige König der Liga empfängt seinen Thronfolger. (NBA-Doppelpack ab 23 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM)

Wenn die Golden State Warriors bei den Cleveland Cavaliers gastieren (ab 2 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM), ist für Superlative aller Art gesorgt.

Nicht Kevin Durant oder Anthony Davis sind derzeit die Aushängeschilder der NBA. Nein, Stephen Curry, der zu Beginn seiner NBA-Laufbahn eher mit Knöchelproblemen statt mit Glanzleistungen in den Schlagzeilen stand, ist auf dem besten Weg, James' Vormachtstellung zu übernehmen. (Ergebnisse und Spielplan der NBA)

Bei den Trikotverkäufen hat er James von der Spitzenposition verdrängt, beim All-Star-Voting abgehängt (1.206.467 zu 830.345 Stimmen, Stand 14. Januar).

Curry läuft James den Rang ab

In den sozialen Netzwerken reicht Curry allerdings noch nicht an die Popularität von "King James" heran: Über 44 Millionen Follower hat der Cavaliers-Star auf Twitter und Instagram, sein Gegenüber kommt gerade einmal auf ein Viertel davon.

In Sachen Sympathiewerte kann Curry aber spätestens seit den gefeierten Auftritten von Tochter Riley in den letztjährigen Playoffs mit LeBron mithalten.

Auf dem Feld hat Curry den viermaligen MVP in vielerlei Hinsicht sogar schon überflügelt: Er ist der wertvollste Spieler der letzten Saison und führt die Liga bei den Punkten an. Mit den Warriors gewann Curry den Titel - im Finale gegen James' Cavaliers.

Auch bei den verwandelten Dreiern hat Curry seinen Gegenüber bereits getoppt - dabei hat James knapp 500 Spiele mehr auf dem Konto. In Sachen Effektivität sprechen Currys Wurfquoten von 50,7 Prozent aus dem Feld, 44,7 Prozent aus der Distanz und 90,3 Prozent von der Freiwurflinie eine deutliche Sprache.

Würfe aus dem Kabinengang als Markenzeichen

Sein unglaubliches Wurfarsenal deutet er vor den Spielen an, wenn er aus dem Kabinengang heraus regelmäßig das orangene Leder im Korb versenkt. Im Spiel selbst verblüfft er immer wieder, wenn man denkt, man habe schon alles gesehen. Bei der Pleite gegen Detroit traf er von der Nähe der Mittellinie.

Überragte James mit seiner Naturgewalt und seinem für seine Statur erstaunlichen Überblick, revolutioniert Curry die Position des Spielmachers. Der 27-Jährige ist jederzeit in der Lage, sich seinen eigenen Wurf zu kreieren - unabhängig von der Distanz zum Korb, dem Abstand und der Anzahl der Verteidiger und der verbleibenden Zeit auf der Uhr.

James ist zu ärgern, indem man ihm Abstand lässt und zum Werfen zwingt. Gegen Curry dagegen ist noch kein Mittel gefunden.

James kämpft um seinen Platz

Schon an Weihnachten trafen beide Teams aufeinander. Das bessere Ende hatte wieder einmal Curry. Die Warriors setzten sich in einer hart umkämpften, von der Defensive geprägten Partie mit 89:83 durch.

James (27) erzielte zwar mehr Punkte als der ebenfalls in Akron/Ohio geborene Curry (19), ließ aber in der Crunchtime beste Chancen liegen. Curry dagegen sorgte mit einem Layup an James vorbei für die Vorentscheidung.

Doch James ist bekannt dafür, es seinen Zweiflern zu zeigen. Er selbst sieht sich noch als besten Spieler der NBA. Eine überzeugende Leistung und ein Sieg gegen Golden State am Martin Luther King Day wäre dafür das beste Signal. (Alle Tabellen der NBA im Überblick)

Schröder gegen Orlando gefordert

Vor dem Treffen der Spitzenteams geht es für Dennis Schröder um einen wichtigen Sieg im Kampf um die Playoffs - und die Bestätigung der eigenen Leistung.

Dennis Schröder wird gegen die Brooklyn Nets von Beginn an auflaufen
Dennis Schröder will seine starke Form auch gegen Orlando bestätigen © Getty Images

In den letzten zwei Partien verwandelte Schröder für die Atlanta Hawks starke 66 bzw. 60 Prozent aus dem Feld und legte gegen Brooklyn mit 15 Punkten und 10 Assists gar ein Double-Double auf.

Nachdem er zum Jahreswechsel für zwei Spiele komplett auf die Bank verbannt wurde, drehte der Deutsche zuletzt wieder auf. Mit den Orlando Magic (ab 23 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM) wartet auf den Vierten des Ostens aber eine harte Nuss.

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