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Israels Medien sind wütend auf LeBron James
Israels Medien sind wütend auf LeBron James © Getty Images

Nach der Entlassung des Trainers bei den Cleveland Cavaliers erklären die Medien in dessen Heimatland den Superstar zur "meistgehassten Person" des Landes.

Die Entlassung von David Blatt bei den Cleveland Cavaliers hat in der israelischen Heimat des Trainers für wütende Proteste gesorgt.

"Goliath beseitigt David", titelte eine Tageszeitung in Anspielung auf Superstar LeBron James, der nicht nur dort von den Medien für die Trennung vom Erfolgscoach verantwortlich gemacht wird.

"LeBron James ist nun die meistgehasste Person in Israel", sagte Sharon Davidovitch, Mitarbeiter der Zeitung Yedioth Ahronoth, der französischen Nachrichtenagentur AFP.

Der Hass auf James sei dieser Tage so groß wie gegenüber der Palästinenser-Organisation Hamas, erklärte Davidovitch, allerdings "halb im Scherz".

Das Blatt veröffentlichte auch einen Cartoon. Auf der Zeichnung ist zu sehen, wie der geschasste Blatt mit einer Kiste voller Habseligkeiten die Kabine verlässt und James im Hintergrund eine Champagnerflasche köpft.

Die Cavs, Spitzenreiter im Osten, hatten den in den USA geborenen Israeli Blatt am Freitag entlassen.

"Es gibt einen Mangel an Zusammenhalt und Einstellung, den ich nicht weiter akzeptieren konnte", begründete General Manager David Griffin den Schritt.

James wehrte sich gegen die Gerüchte um seine angebliche Einmischung in die Personalie.

"Ich habe wie jeder andere Spieler davon erfahren", sagte der zweimalige Champion.

Blatt hatte die Cavs in seiner ersten Saison als NBA-Trainer ins Finale geführt.

Sein Nachfolger ist Tyronn Lue, unter dem bisherigen Assistenztrainer unterlag Cleveland am Samstag den Chicago Bulls 83:96.

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