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Atlanta - NBA-Star Dennis Schröder relativiert im SPORT1-Interview seine Ansprüche auf einen Startplatz bei den Atlanta Hawks - und spricht über die Wechselgerüchte.

Dennis Schröder erlebt spannende Zeiten in der NBA.

In der Nacht zum Dienstag duellierte sich der junge deutsche Spielmacher mit Dirk Nowitzki und besiegte mit den Atlanta Hawks die Dallas Mavericks, in den kommenden Wochen werden wichtige Weichen für seine Zukunft gestellt.

Am 18. Februar ist Trade Deadline, es gibt anhaltende Spekulationen über einen Wechsel seines Positionskonkurrenten Jeff Teague - alternativ auch einen Wechsel von Schröder selbst.

Bei SPORT1-Interview spricht der 22-Jährige über seine ungewisse Zukunft, was er in Amerika vermisst - und den Super Bowl am Sonntag (Das komplette Interview am Mittwoch ab 23.30 Uhr im TV auf SPORT1 bei Inside US Sports).

SPORT1: Dennis Schröder, die wichtigste Frage zuerst: Dirk Nowitzki hat eine neue Frisur. Er wurde von seinen Teamkollegen aufgezogen. Was sagen Sie dazu?

Dennis Schröder: Steht ihm. Besser als davor. Vorher hatte er ein bisschen zu viele Haare auf dem Kopf. Jetzt sieht es schon ein bisschen besser aus.

Dirk Nowitzki zeigte gegen Orlando eine durchwachsene Leistung
Dirk Nowitzki bekam für seine neue Frisur Kollegenspott ab © Getty Images

SPORT1: Wenn Sie gegeneinander spielen, gibt es da vorher oder während der Partie ein bisschen Trash-Talk?

Schröder: Ja, wir reden immer vor dem Spiel, wie es ihm geht, wie es mir geht. Auf dem Feld, wenn das Spiel anfängt, wollen wir natürlich beide gewinnen. Da wird nicht mehr geredet. Da versuchen wir alles zu geben, um das Spiel für uns zu entscheiden.

SPORT1: Am 18. Februar ist die Trade-Deadline. In der NBA kann es ganz schnell gehen, dass das Team einen Spieler abgibt. Wie geht man mit dieser Situation um?

Schröder: Es kann natürlich jeden treffen. Es ist ein Business hier in der NBA. Was wir tun müssen ist wie immer alles geben, 48 Minuten lang spielen. Ich denke, da braucht sich keiner über einen Trade Sorgen zu machen.

SPORT1: Wie zufrieden sind Sie mit der bisherigen Saison, insbesondere was das Thema Spielzeit angeht?

Schröder: Meine Situation gerade gefällt mir. Ich bin bei einer Gewinner-Mannschaft, die letztes Jahr unter den besten vier Teams in der NBA war. Davon ein Teil zu sein, ist Wahnsinn. Dieses Jahr versuchen wir natürlich auch, alles zu geben, damit wir weit kommen. Jetzt gerade bin ich mit meiner Situation, mit meinen 20 Minuten pro Spiel und meine Backup-Position völlig zufrieden.

SPORT1: Vor der Saison haben Sie gesagt, dass Sie nach der dritten Saison Starter in der NBA sein möchten. Gilt die Aussage immer noch?

Schröder: So habe ich das nicht gesagt. Ich habe gesagt, dass ich in der Zukunft ein Starting Point Guard sein will. Aber da muss man geduldig bleiben. Ich bin 22 Jahre alt. Ich bin mit 19 hierher gekommen und habe hoffentlich noch eine lange Karriere. Ich bin geduldig. Wenn es nach meinem dritten Jahr nicht passt, dann passt es nicht. Dann versuche ich weiterzukämpfen, damit ich mein Ziel nach dem vierten Jahr erreiche. Dass ich gesagt habe, ich wäre weg, wenn ich nicht Starter werde, ist völliger Quatsch.

(Inside US Sports - immer Mittwochs 23.30 Uhr mit News, Hintergründen und Spielberichten aus der NFL, NBA, NHL und MLB)

SPORT1: Beim Aufwärmen gegen Dallas trugen Sie ein Paar goldene Schuhe. Im Spiel nicht erlaubt?

Schröder: Leider nicht. Sie haben gesagt, sie sind ein bisschen zu shiny. Ich hab mit denen gegen Philadelphia zuhause gespielt und mich sehr wohl gefühlt. Aber ich werde sie bei der Nationalmannschaft anziehen.

SPORT1: Gibt es irgendetwas, was Sie seit dem Wechsel in die NBA vermissen?

Schröder: Natürlich meine Familie an erster Stelle. Dann die Süßigkeiten und die Döner-Läden. Es gibt viele Sachen, die ich aus Deutschland vermisse.

SPORT1: Am Sonntag ist der Super Bowl. Schauen Sie zu?

Schröder: Wir spielen an dem Tag gegen Orlando. Ich will natürlich an erster Stelle das Spiel gewinnen. Danach aber gucken wir bestimmt alle zusammen.

SPORT1: Für wen werden die Daumen gedrückt? Cam Newton oder Peyton Manning?

Schröder: Ich will einfach ein gutes Spiel sehen. Aber Cam Newton kenne ich auch ein bisschen persönlich. Er kommt ja aus Atlanta. Wir haben uns schon öfter getroffen und er ist ein cooler Typ. Ich will einfach, dass es ein gutes Spiel wird und Cam Newton am Ende gewinnt.

SPORT1: Am vergangenen Wochenende gab es aus deutscher Sicht auch ein paar Highlights. Angelique Kerber gewann die Australien Open und die Handball-Nationalmannschaft holte den EM-Titel.

Schröder: Meine Mutter hat mich angerufen und mir gesagt, dass die Handballer bei der EM gewonnen haben. Wahnsinn, dass der deutsche Sport immer weiter nach vorne geht. Ich hoffe, dass wir beim Basketball auch irgendwann an der ersten Stelle sind.

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