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Stephen Curry traf aus knapp zwölf Metern zum Sieg © SPORT1

Das Spitzenspiel zwischen Oklahoma und Golden State wird zum Thriller. Stephen Curry ist erneut nicht zu halten, knackt Rekorde und trifft am Ende den unglaublichen Gamewinner.

Die Golden State Warriors haben dank einer erneuten Fabelleistung von Stephen Curry das Spitzenspiel der NBA gegen die Oklahoma City Thunder für sich entschieden.

Der Titelverteidiger gewann bei den Thunder in einem Thriller mit 121:118 (103:103, 46:57) nach Verlängerung.

Mit seinem Dreier aus knapp zwölf Metern in der letzten Sekunde der Overtime brachte Curry die Halle zum Schweigen.

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Neue Rekorde...

Curry beendete die Partie mit 46 Punkten, sein entscheidender Distanzwurf war sein zwölfter Dreier im Spiel. Damit stellte er den Rekord für getroffenene Dreier in einem NBA-Spiel ein und gesellte sich zu Kobe Bryant und Donyell Marshall, denen dieses Kunststück bisher als Einzigen gelungen war (Die NBA auf LIVE im TV auf SPORT1 US ).

Zudem toppte der MVP des Vorjahres seine eigene Bestmarke von getroffenen Dreiern in einer Saison (286), die nun bei 288 Treffern steht. Dabei stehen für die Warriors in dieser Spielzeit noch 24 Partien auf dem Plan.

"Ich wusste das nicht", meinte Curry: "Zum Glück ist der letzte Dreier reingegangen."

Viele Stars verneigten sich im Anschluss vor der erneuten Glanzleistung. "Stephen Curry muss aufhören! Er ist irrwitzig! Ich habe noch nie jemanden wie ihn in der Basketballgeschichte gesehen", schrieb LeBron James bei Twitter.

...trotz Schrecksekunde

Bei zwei Rekorden in einem Spiel ist für Stephen Curry aber nicht Schluss. Seinen Rekord für Partien mit mindestens einem verwandelten Dreier baute der Topscorer der NBA auf 129 aus, nachdem er zuvor beim 130:114 seines Teams gegen Orlando zum 128. Mal in Folge erfolgreich gewesen war und den bisherigen Führenden Kyle Korver (127) abgelöst hatte.

Curry ist außerdem der erste Spieler der Liga-Geschichte, der mindestens zehn Dreier in zwei aufeinanderfolgen Spielen trifft. Gegen die Magic hatte der 27-Jährige zehn seiner 15 Versuche verwandelt.

Die Warriors, die durch den 53. Saisonsieg als erstes Team einen Playoffplatz sicherten und weiter auf Kurs sind, die Fabelbilanz der Chicago Bulls aus der Saison 1995-1996 (72-10) zu knacken, mussten aber zwischenzeitlich eine Schrecksekunde verkraften.

Denn im dritten Viertel knickte Curry um, anschließend trat ihm Gegenspieler Russell Westbrook auch noch auf den Fuß. Sechs Minuten lang musste der NBA-Spitzenreiter auf seinen Superstar verzichten.

Durant muss vom Feld

Kevin Durant war mit 37 Punkten bester Werfer der Thunder und sammelte zudem zwölf Rebounds und fünf Assists, wurde aber auch zum tragischen Helden. musste aber zu Beginn der Verlängerung mit seinem sechsten Foul vom Feld.

Im Schlussabschnitt sahen die Gastgeber lange wie der sichere Sieger aus. Oklahoma City führte mit zwölf Zählern, ehe die Warriors rankamen.

Auch die 103:99-Führung nach Durants Dreier 14,5 Sekunden vor Schluss reichte dem Tabellendritten der Western Conference nicht zum Sieg. Denn nach Klay Thompsons Layup leistete sich Durant einen folgenschweren Fehlpass und foulte anschließend Andre Iguodala, der Golden State mit zwei Freiwürfen in die Verlängerung rettete.

In der Extrazeit nahm Curry mit zwölf Zählern das Heft endgültig in die Hand, während Durant mit seinem sechsten Foul vom Feld musste.

Nachdem Westbrook (26 Punkte, 13 Assists) acht Sekunden vor dem Ende die Siegchance für die Thunder vergeben hatte, war die Stunde für Currys Wahnsinnsdreier gekommen. Iguodala schnappte sich den Rebound und passte den Ball zu Curry weiter. Trainer Steve Kerr vertraute seinem Team und rief nicht zur Auszeit.

Curry dribbelte bis kurz hinter die Mittellinie und ließ den Ball zum Sieg durchs Netz fliegen. "Wie weit war das, 40 Fuß?", fragte Green: "Das ist absurd."

Hinter Curry war "Splash Brother" Thompson mit 32 Zählern zweitbester Punktesammler der Warriors. Draymond Green verfehlte jeden seiner acht Versuche aus dem Feld, kam mit 14 Rebounds und 14 Assists aber dennoch auf ein ungewöhnliches Double-Double. Auf Seiten der Thunder glänzte zudem Serge Ibaka mit 15 Punkten und 20 Rebounds.

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