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Große Namen im Trade-Poker: Kevin Durant, Dwight Howard, Blake Griffin, Kevin Love und Dennis Schröder (v.l.)
Große Namen im Trade-Poker: Kevin Durant, Dwight Howard, Blake Griffin, Kevin Love und Dennis Schröder (v.l.) © SPORT1-Grafik Paul Haenel / Getty Images

München - Die Trade-Deadline rückt näher. In diesem Jahr werden von Kevin Durant über Blake Griffin bis Dennis Schröder große Namen gehandelt. Was ist dran? SPORT1 analysiert.

Der Countdown läuft.

Bis zum 18. Februar darf in der NBA getauscht werden, und in diesem Jahr werden neben den üblichen Abschenk-Geschäfte und chronisch unzufriedenen Problemfällen auch auffällig viele große Namen heiß gehandelt.

Auslaufende Verträge, dicke Luft oder die Dominanz der Golden State Warriors könnte in diesem Jahr zum einem Megadeal vor der Deadline führen.

SPORT1 analysiert die Transfergerücht um fünf Topstars.

Dwight Howard

Ausgangslage: Die Saison der Rockets ist eine einzige Katastrophe. Trainerwechsel, Flops (Ty Lawson) und ein mögliches Erstrundenduell mit Golden State oder San Antonio - Houston ist die Enttäuschung der bisherigen Saison. Howard ist seit dem Abschied aus Orlando gefühlt in jeder Transferperiode auf dem Sprung und könnte im Sommer aus seinem aktuellen Vertrag aussteigen. Manager Daryl Morey ist für seine Kreativität bekannt und könnte einen Blitz-Neuaufbau einleiten, um im Sommer Kevin Durant zu seinem Kumpel James Harden zu lotsen.

Was müsste/würde rausspringen: Bei Howard führt die heißeste Spur nach Boston. Die New York Daily News berichtet, Danny Ainge hätte bereits Kontakt zu Morey geknüpft. An attraktiven Spielern, Draftpicks und Verträgen (David Lee) mangelt es nicht. Zudem würde Howard der Defensive der Celtics extrem guttun. Aber auch andere Teams sollen dran sein.

Wahrscheinlichkeit: 50 Prozent. Ein Howard-Deal ist nicht unwahrscheinlich. In Houston passt das aktuelle Team einfach nicht, "Superman" könnte zurück im Osten noch mal aufblühen. (Alles zum US-Sport auch am Mi., 23.30 Uhr im Free-TV auf SPORT1 in Inside US Sports)

Kevin Love

Ausgangslage: Irgendwie lief es für Love in Cleveland von Anfang nicht. Als eine auch von außen gefährliche Double-Double-Maschine sollte er zu LeBron James' neuem Superfreund werden, litt aber unter dem James-Fluch. Big Man tun sich an der Seite des "King" traditionell schwer - siehe Chris Bosh.

Die Finals verpasste er verletzt. Trotz vieler Gerüchte blieb Love und unterschrieb für 113 Millionen Dollar. Nicht erst die derbe 98:132-Klatsche zeigte aber, dass sein Stil und die Defensivschwächen von Meister Golden State ausgenutzt werden. Der Titel ist so - auch gegen San Antonio - kaum realistisch.

Was müsste/würde rausspringen: Die Celtics werden ob ihrer Masse an Draftpicks auch hier heiß gehandelt. Das Interesse an Love ist schon länger bekannt. Ein starker Schütze und Verteidiger an der Dreierlinie wie Jae Crowder wäre der ideale Mann gegen Draymond Green und dessen Two-Man-Game mit Steph Curry. Ein Paket um einen der unterschätztesten Spieler der NBA würde für die Cavs Sinn ergeben.

Wahrscheinlichkeit: 30 Prozent. Nach dem Trainerwechsel werden die Cavaliers wohl eher Center Timofei Mosgow anbieten und mit kompletter Star-Power die Playoffs angehen.

Dennis Schröder

Ausgangslage: Der deutsche Nationalspieler ist das Entwicklungsprojekt der Atlanta Hawks. Coach und Teampräsident Mike Budenholzer formt und nordet ihn zum richtigen Zeitpunkt ein. Schröders Vertrag läuft bis 2017 - wie der des älteren Starters Jeff Teague. Mittelfristig wird sich Atlanta für einen der beiden entscheiden müssen. Da der Titel 2016 nicht realistisch ist, könnte einer des Duos durchaus zu haben sein.

Was müsste/würde rausspringen: Yahoo Sports berichtete unlängst, dass Angebote für beide eingehen und das Team zumindest zuhört. Teams wie Utah, die dringend einen Point Guard suchen, hätten durchaus gute, junge Flügel wie Rodney Hood oder Trey Lyles zu bieten.

Wahrscheinlichkeit: 25 Prozent. "Es kann jeden treffen", sagt Schröder bei SPORT1. Sein Potenzial steht bei den Hawks hoch im Kurs. Beim richtigen Angebot könnte Budenholzer schwach werden, dennoch scheint ein Trade von Teague realistischer. Offenbar ist sogar ein kompletter Neustart mit Trades von Al Horford und/oder Kyle Korver möglich.

Blake Griffin

Ausgangslage: Spätestens seit seinem Faustschlag gegen einen Mitarbeiter samt Handbruch ist Griffin bei den L.A. Clippers nicht mehr unantastbar. Das Team ist extrem teuer und steht trotzdem nur auf Rang vier im Westen. Die Stimmung soll schon länger im Keller sein, ohne ihn läuft es aktuell sehr gut. Laut L.A. Times hören sich Doc Rivers und Co. Angebote an.

Was müsste/würde rausspringen: Charlotte, Philadelphia und Denver sollen sich bereits gemeldet haben. Erstrundenpicks und junge Toptalente wie Michael Kidd-Gilchrist, Jahlil Okafor oder Nerlens Noel wären gute Optionen, um eine Neuausrichtung einzuleiten.

Wahrscheinlichkeit: 15 Prozent. Trotz aller Probleme wird Doc Rivers wohl mit diesem Kern einen weiteren Anlauf nehmen. Die nicht gerade drakonische Strafe von vier Spielen Sperre - während seiner Verletzungszeit - und Gehaltsabzug für diese Partien, kann als Handreichung gedeutet werden. Reicht es wieder nicht fürs Conference-Finale, wird aber etwas passieren.

Kevin Durant

Ausgangslage: Im Sommer sollte Kevin Durant eigentlich der begehrteste Free Agent seit LeBron James 2010 und 2014 werden. Der Vertrag des Ex-MVP in Oklahoma City läuft aus, nahezu alle Teams von Washington bis Los Angeles wollen ihn.

Der San Francisco Chronicle bringt nun sogar einen Trade mit den Warriors ins Spiel. Seit Russell Westbrook während seiner Verletzungspause 2014/15 explodierte, wird über eine Trennung des Super-Duos spekuliert. Rechnen sich die Thunder keine Chance auf eine Verlängerung aus, müssten sie über einen Deal nachdenken.

Was müsste/würde rausspringen: Der Chronicle spekuliert über ein Paket um Harrison Barnes und Andre Iguodala.

Wahrscheinlichkeit: 1 Prozent. In der NBA ist alles möglich, aber die Thunder werden wohl kaum ihren größten Star traden und eine Titelchance wegwerfen.

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