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Stephen Curry erzielte gegen Phoenix 35 Punkte
Stephen Curry erzielte gegen Phoenix 35 Punkte © Getty Images

München - Golden State kommt gegen die Phoenix mit einem blauen Auge davon. Erst am Ende drehen die Warriors auf. Stephen Curry spielt erneut bärenstark, doch sein Gegenüber hält dagegen.

Die Golden State Warriors sind in der NBA nur knapp an einer peinlichen Pleite vorbeigeschrammt.

Der Spitzenreiter setzte sich gegen die Phoenix Suns dank eines starken Schlussviertels mit 123:116 (60:56) durch und verbuchte damit den 30. Sieg im 30. Heimspiel in dieser Saison. Saisonübergreifend war es bereits der 48. Heimerfolg nacheinander.

Die Warriors mussten gegen das Kellerkind, das gerade einmal 17 Saisonsiege auf dem Konto hat, aber mächtig zittern. Vor den letzten zwölf Minuten lagen die Gastgeber mit neun Punkten in Rückstand, ehe Stephen Curry & Co. aufdrehten.

Ball in der Luft, Curry dreht ab

Golden State sorgte mit einem 9:0-Lauf direkt für den Ausgleich, wobei Curry einen mächtig arroganten Dreier beisteuerte: Bereits direkt nach dem Abfeuern drehte er sich weg und lief mit dem Blick zum eigenen Korb zurück, als der Ball durch den Ring sauste.

Die Warriors gerieten beim Stand von 105:105 durch einen Dreier von Brandon Knight erneut ins Hintertreffen. Ein weiterer 14:0-Run stellten die Weichen dann aber doch auf Sieg.

Curry war mit 35 Punkten einmal mehr überragender Mann auf dem Platz, 15 davon erzielte er im Schlussviertel. Der MVP des Vorjahres traf insgesamt sieben Dreier.

Guard-Kollege Klay Thompson kam auf 20 Zähler, Draymond Green auf 19 Punkte, sechs Assists und vier Rebounds. Von der Bank lieferte Marreese Speights mit 25 Punkten und neun Abprallern wertvolle Impulse (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1 US).

"Sie haben uns drei Viertel lang auseinandergepflückt. Im vierten Abschnitt haben wir endlich defensiv gekämpft", sagte Warriors-Coach Steve Kerr: "Wir haben sie zu Fehlwürfen gezwungen. Das hat unseren Lauf ermöglicht."

Knight gibt Curry Kontra

Einen Tag nach der historischen Dreiershow gegen die Portland Trail Blazers, als Curry und Thompson zusammen 15 Dreier und beide Teams insgesamt 37 Dreier erzielten, konnten die Zuschauer immerhin 22 Distanztreffer zählen.

Bei Phoenix zeigte Brandon Knight im zweiten Spiel nach einer Leistenverletzung was er kann. Der Point Guard hielt sein Team mit 30 Punkten, sieben Assists und sechs Rebounds lange im Spiel.

"Es geht darum zu spielen und zu versuchen, die richtigen Plays zu machen, wobei ich einen noch besseren Job machen kann", meinte Knight: "Ich werde weiter kämpfen und für meine Teamkollegen stark sein."

Auch Alex Len (26/13 Rebounds), Tyson Chandler (12/12) und Devin Booker (18/11 Assists) wehrten sich nach Kräften.

Golden State verhinderte auf dem Weg zum angepeilten Siegesrekord, den die Chicago Bulls aus der Saison 1995-1996 innehaben (72-10), den nächsten Ausrutscher. Erst vor knapp einer Woche hatte der Titelverteidiger überraschend gegen die Los Angeles Lakers verloren.

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