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München - Dirk Nowitzki führt die Dallas Mavericks zu einem wichtigen Sieg im Playoff-Kampf. In der Overtime wird er zum umjubelten Held. In den Bestenlisten holt er NBA-Legenden ein.

Die Dallas Mavericks haben dank eines überragenden Dirk Nowitzi einen wichtigen Sieg im Kampf um die Playoff-Plätze der NBA eingefahren.

Der deutsche Nationalspieler erzielte beim 132:120-Sieg nach Verlängerung gegen den direkten Konkurrenten Portland Trail Blazers gleich 40 Punkte und war damit bester Werfer der Partie.

Nowitzki zeigte sein erstes 40-Punkte-Spiel in dieser Saison und verbuchte zum achten Mal nacheinander 20 Zähler oder mehr. Zuletzt war ihn eine solche Serie im Frühjahr 2011 und damit wenige Monate vor dem Titelgewinn mit Dallas gelungen. 

Der 37-Jährige ist erst der vierte Spieler nach Michael Jordan, Kareem Abdul-Jabbar und Karl Malone, dem im Alter von 37 Jahren oder älter mindestens 40 Punkte gelangen.

Nowitzki auf Rekordjagd

"Du darfst Größe in keinem Alter unterschätzen", zog Trainer Rick Carlisle den Hut.

Außerdem zog der Würzburger mit dem 1685. verwandelten Dreier in der "ewigen" NBA-Bestenliste mit seinem früheren Teamkollegen Steve Nash auf Platz 15 gleich (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1 US). Desweiteren liegt er nun mit seinem 1329. NBA-Spiel gleichauf mit Moses Malone auf Rang 13.

Die Mavericks, denen Small Forward Chandler Parsons wegen einer Oberschenkelverletzung fehlte, setzten sich im dritten Viertel zwischenzeitlich bis auf zwölf Punkte ab (83:71), ließen Portland aber wieder herankommen. Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch.

Williams als große Hilfe

In der Schlussminute hatten die Gastgeber nach einem Turnover und zwei verworfenen Freiwürfen Glück, dass Blazers-Star Damian Lillard mit der Schlusssirene den möglichen siegbringenden Dreier vergab und die Verlängerung die Entscheidung bringen musste.

Für die Entscheidung in der Overtime sorgte natürlich Nowitzki. Beim Stand von 116:113 gelangen dem 13-maligen Allstar acht Punkte in Serie, Portland war geschlagen. Jedem dieser Punkte ging ein Assist des ebenfalls überragenden Deron Williams voraus.

"Das ist mein Job als Spielmacher", sagte Williams: "Du musst wissen, wenn dein Mann heiß ist."

Dem Point Guard (31 Punkte und 16 Assists) brachte es als erster Mavs-Spieler seit Jason Kidd in einem Spiel auf mindestens 30 Punkte und 15 Assists.

Reservist Mejri überrascht

Überraschend wichtige Impulse setzte auch Reservist Salah Mejri. Der tunesische Center, der Starter Zaza Pachulia die Spielzeit abnahm, überragte mit 13 Punkten, 14 Rebounds und sechs Blocks. "Salah hat das Spiel für uns wirklich verändert. Ich glaube, das Spiel hat einige Helden", meinte Nowitzki, der damit auch Williams mit einbezog.

Die Mavericks haben mit 35 Siegen und 35 Niederlagen die gleiche Bilanz wie die siebtplatzierten Houston Rockets. Portland (36:35) belegt weiterhin den sechsten Platz.

Durch den zweiten Sieg im zweiten Duell mit den Trail Blazers haben die Texaner bereits vor dem dritten Aufeinandertreffen beider Teams am Mittwoch dem möglicherweise wichtigen direkten Vergleich, der bei gleicher Bilanz am Ende entscheiden würde, für sich entschieden.

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