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Dirk Nowitzi (M.) kämpft mit den Dallas Mavericks um die Playoffs © SPORT1 Grafik: Philipp Heinemann/Getty Images

München - Nach dem März-Einbruch müssen die Dallas Mavericks bis zum Schluss um die Playoffs zittern. Nowitzkis Topform, das Programm und eine Umstellung lassen hoffen. Der SPORT1-Check.

Diesen Stress hätte sich Dirk Nowitzki gern erspart.

Statt im Endspurt vielleicht noch Rang fünf zu attackieren oder einige Schlüsselspieler schonen zu können, brachen die Dallas Mavericks im unpassendsten Moment völlig ein und drohen, zum erst zweiten Mal in 16 Jahren die NBA-Playoffs zu verpassen (Die NBA auf LIVE im TV auf SPORT1 US ).

Vor dem Sieg in Denver hatten Nowitzki und Co. zehn von 13 Partien im März verloren und dabei teils deftige Klatschen kassiert. Der Meister von 2011 fiel deshalb sogar auf Rang neun zurück.

Neben Nowitzki und genug Spielen gegen direkte Kontrahenten ist die Beförderung von zwei Talenten der letzte Strohhalm im beinharten Endspurt.

SPORT1 checkt die Playoff-Chancen der Dallas Mavericks.

Ausgangslage

Mit dem Erfolg in Denver haben die Mavericks ihren Kollaps zunächst einmal gestoppt und ein Lebenszeichen von sich gegeben.

Somit stehen die Texaner (36 Siege - 38 Niederlagen) acht Spiele vor Saisonende hinter Houston (37:38) und dem so wichtigen achten Rang der Western Conference.

Portland (39:36) und Utah (37:37) liegen knapp davor. Ein Team aus diesem Quartett geht frühzeitig in den Sommerurlaub.

(Alles zum US-Sport auch am Mi., 23.30 Uhr im Free-TV auf SPORT1 in Inside US Sports)

Restprogramm

Die gute Nachricht für Dallas: sie haben die Playoff-Teilnahme in der eigenen Hand. Sie spielen noch gegen Houston und in Utah. Gegen beide Teams würden die Mavs mit Siegen auch den direkten Vergleich gewinnen.

Die letzten vier Partien haben es in sich. Vor Utah stehen noch die Playoff-Teams Memphis und L.A. Clippers an, bevor gegen Erzrivale San Antonio die reguläre Saison endet.

Umso wichtiger sind die nächsten Partien gegen die New York Knicks (ab 2.30 Uhr LIVESCORES), in Detroit und in Minnesota. Gegen die verbliebenen acht Teams gewann Dallas bisher neun von 18 Spielen. (Der Spielplan der NBA)

Konkurrenten

Vor allem Utah ist extrem gut drauf. Das Team des in der D-League geparkten Nationalspielers Tibor Pleiß gewann acht der vergangenen zehn Partien. Sie müssen allerdings noch gegen Golden State, San Antonio und die L.A. Clippers ran.

Houston hat mit James Harden die größte individuelle Qualität und die beste Offensive der Kandidaten, unterliegt aber rätselhaften Schwankungen. Ihr dickster Brocken ist Oklahoma City.

Portland - mit Dauerreservist Chris Kaman - kann auf seine Super-Schützen Damian Lillard und C.J. McCollum vertrauen, hat mit Boston, Miami, Golden State, Oklahoma City und den unberechenbaren Sacramento Kings jedoch den potenziell steinigsten Weg.

Nowitzkis Form

Nowitzki spielt eine der besten Saisons eines 37-Jährigen in der NBA-Historie. Im März legte "Dirkules" noch eine Schippe drauf. Bis Denver traf er immer mindestens 40 Prozent seiner Würfe und markierte neunmal mehr als 20 Punkte. Sein März-Schnitt von 22,6 Zählern ist besser als beispielsweise jener von Russell Westbrook.

Gegen Portland gelangen ihm zum ersten Mal seit mehr als zwei Jahren wieder 40 Zähler. Zudem holt er so viele Rebounds wie seit drei Jahren nicht mehr.

Personal/Taktik

Da Nowitzki aber defensiv im Alter nicht besser wird, bleibt die Verteidigung des eigenen Bretts die große Schwachstelle der Mavericks. Eine taktische Umstellung von Coach Rick Carlisle ist der größte Hoffnungsschimmer.

Nach im Schnitt 124 abgegebenen Punkten in den sechs Spielen zuvor nahm er die beiden jungen Flügelspieler Justin Anderson und Dwight Powell gegen Denver mit Erfolg in die Startformation.

Ohne Parsons ist vor allem Nowitzkis Kabinennachbar Anderson gefordert und könnte mit seiner Athletik und Energie zum Trumpf werden. Powell kann Nowitzkis fehlende Dynamik zumindest gegen Teams ohne dominanten Center besser auffangen. Zudem sind beide offensiv durchaus für Highlights gut.

Ungewiss ist die Rückkehr von Point Guard Deron Williams (Bauchmuskel- und Leistenprobleme). Guard Wes Matthews übernimmt endlich mehr Verantwortung.

SPORT1-Einschätzung

Dallas muss nach dem März-Einbruch wieder bis zum letzten Spieltag der regulären Saison zittern, wird aber als Siebter in die Playoffs rutschen und einmal mehr San Antonio fordern.

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