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Dirk Nowitzki ist sechstbester Scorer der Ligageschichte
Dirk Nowitzki ist sechstbester Scorer der Ligageschichte © Getty Images

München - Dirk Nowitzki fliegt trotz starker Playoffs aus einem elitären Zirkel. Bei einem Dunk-Duell muss er sich geschlagen geben. Daten und Fakten zu Nowitzkis Saison.

Die Saison von Dirk Nowitzki und den Dallas Mavericks ist beendet. Nach der Niederlage in Spiel fünf bei den Oklahoma City Thunder schieden die Texaner aus den Playoffs aus.

Nowitzki spielte aber eine überraschend starke Spielzeit - seine mittlerweile 19. in der NBA! - und sammelte unzählige Meilensteine. Und geht es nach Nowitzki, ist damit noch nicht Schluss.

SPORT1 zeigt Daten und Fakten zu Nowitzkis Saison.

1. Nowitzki fliegt aus elitärem Zirkel

Bis zu den Playoffs 2016 war Dirk Nowitzki einer von vier Akteuren, deren Playoffschnitt bei mindestens 25 Punkten und zehn Rebounds lag.

Mit 25,44 Zählern und 10,16 Rebounds reihte er sich hinter Elgin Baylor (27,04/12,87), Hakeem-Olajuwon (25,90/11,18) und Bob Pettit (25,45/14,82) ein. Doch trotz starker 20,4 Punkte und 5,0 Assists gegen OKC muss sich Nowitzki nun aus dem elitären Zirkel verabschieden.

Bei den Punkten hielt Nowitzki (25,26) den Schnitt 25+, doch wegen der Winzigkeit von 0,02 Rebounds (9,98) fiel Nowitzki aus der Liste heraus.

2. Jagd auf Playoff-Top-Ten

3663 Punkte hat Nowitzki in seiner Playoff-Karriere nun erzielt. Während der Erstrundenserie krallte sich der deutsche Superstar in der ewigen Liste Wilt Chamberlain (3607), Elgin Baylor (3623) und Scottie Pippen (3642).

Als 14. liegt er 38 Zähler hinter Lakers-Legende Magic Johnson. Führender ist weiterhin Michael Jordan (5987), von den aktiven Spielern liegen Tim Duncan (5., 5136), LeBron James (6., 5111) und Tony Parker (10., 3820) vor dem "German Wunderkind".

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3. 16x1000

Das hätte wohl selbst Holger Geschwindner nicht für möglich gehalten. Aus dem schüchternen Blonden ist der sechstbeste Scorer der Liga-Geschichte geworden. 2015/2016 schob sich Nowitzki an Shaquille O'Neal vorbei, insgesamt hat der 37-Jährige in der regulären Saison nun 29491 Zähler auf dem Konto.

Als Sechster würde er sich, sollte er die Karriere wie geplant fortsetzen, auf die Jagd von Wilt Chamberlain (31419) machen. Er ist damit auch der erst sechste Spieler aller Zeiten, der die 29.000-Punkte-Marke knackt.

In seinen 18 NBA-Jahren hat Nowitzi 16 Mal über 1000 Zähler erzielt (15/16: 1372 Zähler). Nur in seiner Rookie-Saison 1998-1999 und in der wegen des Lockouts verkürzten Spielzeit 12-13 blieb Nowitzki unter 1000.

4. Meister-Fluch hält an

In seinem 18. Jahr war Nowitzki zum 15. Mal in der Postseason dabei. Abgesehen von seinen beiden ersten Spielzeiten (98/99, 99/00) und der Saison 12/13 war der Würzburger immer in der Meisterrunde dabei, 2011 holte der 37-Jährige den Titel.

Doch seitdem konnten die Texaner keine einzige Playoffserie für sich entscheiden, 2012/2013 verpasste man sogar die Meisterrunde.

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5. Wie ein guter Wein

Auch im Alter zeigte Nowitzki, dass er Spiele im Alleingang entscheiden kann. Beim Sieg gegen die Portland Trail Blazers erzielte er 40 Punkte. Er ist erst der vierte Spieler überhaupt, dem dieses Kunststück mit 37 Jahren gelang.

6. Nowitzki schnappt sich Kumpel Nash

Eins konnte Nowitzki immer: werfen. Von der Dreierlinie hat er inzwischen 1701 Mal versenkt  - damit überholte er seinen Kumpel Steve Nash (1685), der nun Rang 16 einnimmt. Bei den Rebounds (10540) arbeitete sich Nowitzki in die Top 30 vor, selbst bei den Blocks (1180) ist der als Defensivallergiker verschriene Nowitzki unter den ersten 60.

7. Marathonmann Nowitzki

1340 Saisonpartien hat Nowitzki auf dem Buckel. Von Platz 28 ging es hoch auf Rang 12. Kobe Bryant ist nur sechs Spiele entfernt – das wird Nowitzki schaffen. Auch die Top Ten wird Nowitzki noch entern. Bei den absolvierten Minuten (47249) ist Nowitzki Elfter, auch hier rufen die ersten Zehn.

8. Niederlage im Dunk-Duell gegen Pachulia

Die Teamchemie bei den Mavs stimmte in der Saison, besonders Nowitzki und Zaza Pachulia sorgten für Späße. So wetteten die Big Men, die mit Müh und Not über eine Zeitung springen können, wer am Ende der Saison mehr Dunks auf dem Konto hat. Nun, das Rennen ging klar an Pachulia. Der Georgier ließ es 13 Mal krachen – Nowitzki kam gerade einmal auf fünf Dunks.

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