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Dirk Nowitzki gegen Kevin Durant
Dirk Nowitzki (r.) trifft in der ersten Playoff-Runde auf Kevin Durants Oklahoma City Thunder © Getty Images

München - Die Dallas Mavericks kämpfen sich mit einem starken Endspurt auf Rang sechs. In den Playoffs warten die Thunder. Die Vorzeichen stehen schlecht, doch Nowitzki hat Hoffnung.

Am 28. März schienen die Playoffs für die Dallas Mavericks weit weg. Dallas kassierte gegen die Sacramento Kings eine peinliche Pleite - die zehnte in zwölf Spielen - und verlor Chandler Parsons für den Rest der Saison.

Die Befürchtungen nach der Offseason mit dem Fiasko um DeAndre Jordan und der enttäuschenden EM von Dirk Nowitzki drohten sich trotz des guten Saisonstarts zu bewahrweiten.

"Das war unser Tiefpunkt der Saison. Wir haben nicht gut gespielt, uns nicht dem Wettbewerb gestellt. Das ganze Team war enttäuscht darüber", blickte Dirk Nowitzki in einer Telefonkonferenz vor dem Auftakt in die Playoffs zurück.

Doch mit sieben Siegen in den letzten neun Partien schafften die Mavericks nach einem "Jahr mit vielen Auf- und Abs" zum 15. Mal in 16 Jahren den Sprung in die Postseason und eroberten sogar den sechsten Rang.

"Wir sind zusammen gekommen, hatten am nächsten Tag in Denver ein Team-Meeting. Wir haben uns gesagt: 'Jetzt oder nie. Wir müssen zusammen kämpfen, besser verteidigen und rebounden'", so Nowitzki.

Nun warten in den Playoffs die Oklahoma City Thunder. In der Nacht auf Sonntag startet die Erstrundenserie (ab 3.30 Uhr LIVESCORES).

Langsames Spiel als Schlüssel

Die Mavericks verloren alle vier Saisonpartien gegen das athletische Team um Russell Westbrook und Kevin Durant und sind klarer Außenseiter.

"Das wird eine attraktive Serie. Hoffentlich können wir den Spirit mit in die Playoffs nehmen", zieht Nowitzki Hoffnung aus dem Saisonfinish: "Wenn wir den Ball gut behandeln, wenig Ballverluste haben und OKC in eine Set-Offense reinzwingen können und nicht in ein Fast-Break-Spiel, haben wir glaube ich eine Chance."

Die Warnung ist berechtigt: Oklahoma City war das viertbeste Fast-Break-Team der Liga, Dallas kassierte in der Saison die viertmeisten Schnellangriffe und die meisten aller Playoff-Teams.

Im Schlussspurt packten die Texaner, die große Verletzungssorgen verkrafteten, aber urplötzlich eine starke Defense aus.

Hoffnung auf die Überraschung

Ein Mann war dabei besonders wichtig: Trainer Rick Carlisle. "Wir haben einen der besten Coaches der Liga. Er motiviert uns jeden Tag und bereitet uns gut auf das nächste Spiel vor", schwärmt Nowitzki. Auf der Gegenseite steht in Billy Donovan ein Übungsleiter, der in seine ersten Playoffs geht.

Zwei Mal trafen die Mavericks in der Endrunde bislang auf die Thunder: 2012 war die Serie für Dallas nach vier (knappen) Spielen beendet. Auf dem Weg zum Meistertitel 2011 räumten die Mavericks ihren Gegner im Conference Finale allerdings mit 4:1 aus dem Weg.

Ihr Ziel haben die Mavericks erreicht. Und auch wenn es gegen OKC ein schwieriges Unterfangen wird, ist eine Überraschung möglich - das weiß auch Nowitzki: "Wir müssen kämpfen wie in den letzten zwei, drei Wochen und zusammenspielen, dann schauen wir was passiert. Wir freuen uns auf die Herausforderung."

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