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München und Dallas - Im Showdown der Mavs mit dem Playoff-Kontrahenten Houston läuft es bei Dirk Nowitzki nicht, aber mit seinem Steal gegen Harden wird er zum Helden. Barea glänzt erneut.

Die Dallas Mavericks haben im Playoff-Rennen der NBA den erhofften Big Point eingefahren.

Gegen den direkten Konkurrenten Houston Rockets setzten sich Dirk Nowitzki und sein Team in einem Krimi mit 88:86 (52:44) durch und behaupteten Rang sieben in der Western Conference (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1 US ).

Der deutsche Superstar kam zwar lediglich auf sieben Punkte und sechs Rebounds, lieferte aber fünf Sekunden vor Schluss beim Stand von 86:85 mit dem Steal gegen Weltmeister James Harden die Aktion des Spiels.

"Ich habe bestimmt schon 100 Mal versucht, ihm den Ball abzujagen - ohne Erfolg. Ich bin überrascht, dass ich den Ball erwischt habe", sagte Nowitzki mit einem breiten Grinsen im Gesicht.

Barea hält Galaform

In der Offensive ragte beim fünften Sieg in Serie einmal mehr J.J. Barea heraus. Der Point Guard spielt seit dem Ausfall von Deron Williams in überragender Form und brachte es diesmal auf 27 Zähler sowie acht Assists.

In seinen vergangenen vier Partien kommt der Meister von 2011 auf durchschnittlich mehr als 25 Punkte.

Bei Houston war Harden mit 26 Zählern einmal mehr bester Scorer, leistete sich aber neben seinem entscheidenden Turnover gegen Nowitzki weitere fünf Ballverluste. Dwight Howard verbuchte 14 Punkte und 16 Rebounds. "Harden ist ein verdammt guter Spieler, aber es heißt jetzt entweder sie oder wir", sagte Wes Matthews.

Der Shooting Guard markierte nicht nur 16 Punkte, er hielt Harden auch bei einer relativ schwachen Quote aus dem Feld (8 von 22).

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Rookie Anderson als Schlüssel

Neben Barea war für die Mavs erneut die starke Vorstellung in der Defensive der Schlüssel. Zum fünften Mal in Folge hielten sie den Gegner bei unter 90 Punkten, 19 der 21 Kontrahenten zuvor hatten noch über 100 Zähler markiert.

(Alles zum US-Sport auch am Mi., 23.30 Uhr im Free-TV auf SPORT1 in Inside US Sports)

Eine Umstellung von Coach Rick Carlisle hat daran entscheidenden Anteil. Rookie Justin Anderson bringt seit seiner Beförderung in die erste Fünf wahnsinnig viel Athletik und Energie und verleiht der routinierten Truppe eine neue Dimension.

Beispielhaft dafür stand sein Monsterblock knapp zwei Minuten vor Schluss gegen Trevor Ariza, der den Gastgebern ihre hauchdünne 86:85-Führung erhielt. "Das war Big Time. Mit der Aktion hat er uns gerettet", lobte Carlisle.

Kurz zuvor hatte Anderson nach einem Drei-Punkte-Spiel von Barea jene Führung von der Freiwurflinie besorgt. Die Rockets blieben die letzten gut drei Minuten ohne jeden Punkt. NFL-Star LeGarrette Blount (ehemals New England Patriots) fieberte via Twitter mit den Mavs.

Geht sogar noch mehr als Rang 7?

Für die Mavericks (40 Siege - 38 Niederlagen) war der Erfolg besonders wichtig, um die neuntplatzierten Rockets (38:40) auf Distanz zu halten. Zwar glichen sie den direkten Saisonvergleich aus (2:2), Houston hätte wegen der Divisionsbilanz aber trotzdem die Nase vorn.

Nowitzki und Co. könnten dagegen nun sogar noch Portland (43:37) und Memphis (42:36) angreifen, um einem der drei Topteams der Conference in der ersten Playoff-Runde aus dem Weg zu gehen. Allerdings müsste Portland nach dem 120:115 gegen Oklahoma City drei seiner letzten vier Spiele verlieren und die Mavs alle vier gewinnen.

Allerdings lauert auch Utah (39:39) noch direkt hinter den Texanern. Das Playoff-Rennen bleibt also hochspannend. Dallas trifft nun in der Nacht auf Freitag (ab 2.30 Uhr LIVESCORES) auf Memphis - das nächste brisante Duell.

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