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Dirk Nowitzki erzielte in Spiel fünf 24 Punkte
Dirk Nowitzki erzielte in Spiel fünf 24 Punkte © SPORT1

München - Die Dallas Mavericks verlangen den Oklahoma City Thunder in Spiel fünf alles ab, sind in der Schlussphase aber zu schläfrig. Dirk Nowitzki glänzt - in seinem letzten Playoffspiel?

Es hat nicht sollen sein. Trotz einer bravourösen Leistung sind die Dallas Mavericks aus den NBA-Playoffs ausgeschieden. Das Team um Dirk Nowitzki verlor Spiel fünf bei den Oklahoma City Thunder mit 104:118 (61:68) und damit die Serie mit 1:4.

Nowitzki zeigte mit 24 Punkten erneut eine gute Leistung, der Würzburger traf dabei 50 Prozent aus dem Feld. Der athletischen Übermacht aus Russell Westbrook (36 Punkte, zwölf Rebounds, neun Assists) und Kevin Durant (33/7/2) waren die Mavericks aber nicht gewachsen.

"Ich bin wirklich stolz auf das Team, wir haben alles gegeben, was in unserer Macht stand", sagte Nowitzki nach der Partie. Neben Nowitzki überzeugten bei den Gästen besonders die Energiebündel Justin Anderson (14 Punkte) und Dwight Powell (16 Punkte und neun Rebounds).

"Im Endeffekt sind die Thunder eine Mannschaft mit zwei Superstars und talentierter und tiefer als wir", sagte Nowitzki, der auch das Verletzungspech der letzten Wochen ansprach.

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Offensivrebounds entscheiden Spiel

Drei Knackpunkte entschieden das Spiel in der Schlussphase endgültig zu Gunsten der Thunder. Beim Stand von 98:101 verpassten Nowitzki und J.J. Barea die Chance zum Ausgleich. Kurze Zeit später durfte Andre Roberson nach einem Notdreier von Russell Westbrook beim Stand von 103:107 ungestört den Offensivrebound verwerten.

"Wir waren auf vier Punkte ran. Westbrook wirft aus 11 Metern und wir müssen nur den Rebound kriegen. Aber Roberson schnappt sich den Ball und macht ihn rein", meinte Nowitzki: "Das war symptomatisch für die gesamte Serie. Immer wenn wir dran waren, haben sie sich jeden Loose Ball geholt."

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Nach dem folgenden Fehlwurf von Nowitzki ließen die Mavericks sogar vier Offensivrebounds zu, ehe Durant einen Wurf mit Foul verwandeln konnte. Zusätzlich holte sich Nowitzki ein technisches Foul ab, Durant blieb von der Linie eiskalt und die Serie war entschieden.

Für Nowitzki könnte es das letzte Playoff-Spiel im Dallas-Trikot gewesen sein. Denn für die alternden Mavericks könnte eine erneute Playoff-Teilnahme eine schier unlösbare Aufgabe werden. Zumindest von einem Karriereende wollte der deutsche Superstar noch nichts wissen. "Auf keinen Fall", antworte Nowitzki auf einen möglichen Schlussstrich angesprochen: "Es hat Spaß gemacht dieses Jahr."

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Nowitzki will weitermachen

Wahrscheinlich wird er auch weiterhin im Mavs-Trikot auflaufen. "Ich habe vor einiger Zeit für drei Jahre unterschrieben. Mein Ziel war es immer, diesen Vertrag zu erfüllen", so Nowitzki, der in seinem bis Sommer 2017 laufenden Kontrakt aber durch eine Spieleroption zum Free Agent werden könnte.

Nur ein Umbruch bei den Mavs könnte ihn zum Umdenken bewegen.

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Seinem Trainer Rick Carlisle dürften diese Worte gefallen haben. "Wir hoffen, dass dies nicht das letzte Spiel von Dirk war. Ich werde im Sommer nach Deutschland fliegen und ihn davon überzeugen", so Carlisle.

Seit dem Meistertitel 2011 haben die Texaner damit keine Playoffserie gewonnen. Die Teilnahme an der Postseason war aber zumindest die 15. in der Nowitzki-Ära.

Auf Oklahoma City warten im Conference Halbfinale die San Antonio Spurs, die sich locker gegen die Memphis Grizzlies durchgesetzt hatten.

Durant zeigte sich nach der Partie als schlechter Gewinner. Angesprochen auf die provokante Aussage von Mavs-Boss Mark Cuban, er sei der einzige Star im Team, bezeichnete er Cuban als "Idioten". Zudem lästerte er über die Spielweise der Mavericks.

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