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Dirk Nowitzkis Mavs fanden in der Kabine nach dem Playoff-Einzug sündhaft teuren Champagner vor
Dirk Nowitzkis Mavs fanden in der Kabine nach dem Playoff-Einzug sündhaft teuren Champagner vor © SPORT1-Grafik Philipp Heinemann / DPA Picture-Alliance und instagram.com/cvbelieve/

Salt Lake City und München - Dirk Nowitzki, einst Buhmann der Jazz-Fans, packt beim Playoff-Einzug die Pranke aus. Beim Schampus teilen die Mavs den Geschmack von Jay-Z. Gobert geht auf Krücken.

Und wieder mal ließ Dirk Nowitzki Salt Lake City leiden. Im Kampf um die letzten beiden Playoff-Tickets im Westen führte der Würzburger seine Dallas Mavericks zum entscheidenden Sieg gegen die Utah Jazz.

22 Punkte und elf Rebounds - sein zehntes Double-Double der Saison - steuerte Nowitzki zum 42. Saisonsieg bei.

Und verblüffte im Schlussviertel auch seine Mitspieler, als er die Pranke auspackte und den Wurf von Jeff Withey mit Autorität abblockte.

"Darüber werden wir noch sprechen", kündigte J.J. Barea an. "Ich glaube, das war der beste Block, den ich von ihm gesehen habe in den sieben Jahren, die wir zusammen spielen."

Kleine Chance auf Platz 5

Nowitzkis Mavs lösten nicht nur zum 15. Mal in den vergangenen 16 Spielzeiten das Ticket für die K.o.-Runde - jeweils mit einer positiven Bilanz.

(Alles zum US-Sport auch um 23.30 Uhr im Free-TV auf SPORT1 in Inside US Sports)

Sie haben den siebten Platz bereits sicher und sogar noch die Chance, auf Platz 6 oder 5 zu klettern und dadurch ein Erstrunden-Duell mit den San Antonio Spurs zu umgehen.

Um die Chance auf Platz 5 zu wahren, den derzeit die Portland Trail Blazers (43-38) besetzen muss aber ein Heimsieg der Mavericks (42-39) gegen die Spurs (Do., 2 Uhr LIVESCORES) zum Saisonkehraus her.

Den sechsten Platz der Memphis Grizzlies (42-38) hätte Dallas aufgrund des besseren Direktvergleichs schon dann erobert, wenn die Grizzlies ihre abschließenden Partien bei den Clippers und den Rekord-Warriors verlören.

Der gleiche Schampus wie bei Jay-Z

Doch schon jetzt herrscht Partylaune beim Team des Selfmade-Milliardärs Mark Cuban. In der Kabine fanden Nowitzki und Co. nach ihrem siebten Sieg aus den vergangenen acht Spielen exquisiten Champagner vor.

Nowitzki-Backup Charlie Villanueva veröffentlichte auf Instagram ein Foto mit einem halben Dutzend Flaschen Armand de Brignac, wegen des Logos auch "Ace of Spades" genannt, in einer Kühlschale.

Damit teilen die Mavs den Geschmack von Rapper Jay-Z, der im Sommer 2015 ebenfalls diese Flaschen im Wert von jeweils rund 300 Dollar gekauft hatte.

Unbedachte Äußerung von 2001

Auch wenn Nowitzki auf öffentlichen Alkoholgenuss im Mormonenstaat sicher verzichtet hat, wird er dort nicht mehr zum Publikumsliebling.

Nachdem er 2001 - während seiner ersten, überraschend gewonnenen Playoff-Serie - Utah eine "bad city" nannte, wurde er lange ausgebuht. In (ungenauer) Analogie seines Patzers hielten Fans einst auch ein Schild "Germany is a bad city" hoch.

Nach der 92:101-Schlappe, welche die Playoff-Chancen der hinter den Houston Rockets neuntplatzierten Houston Rockets (beide 40-41) stark reduziert, dürften bei den Jazz-Fans ein weiterer Maverick unten durch sein: Deron Willams schenkte seinem alten Team 23 Punkte ein.

Jazz bei Kobes Abschied unter Druck

Damit nicht genug des Unheils: Im zweiten Viertel knickte Utahs Starting Center Rody Gobert um und musste die Vivian Smart Home Arena auf Krücken verlassen.

Schlechte Voraussetzungen für den Showdown bei den L.A. Lakers (Do., 4.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US), die zu Kobe Bryants großem Abschied gewiss alles in die Waagschale werfen werden.

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