Video

Dank einer irren ersten Hälfte demütigt Cleveland die Raptors. LeBron James holt eine Legende ein. Torontos Coach geht mit seinem Team hart ins Gericht.

Die Cleveland Cavaliers stehen dank einer historischen Leistung kurz vor dem Einzug ins NBA-Finale.

Der Vorjahresfinalist gewann sein Heimspiel gegen die Toronto Raptors deutlich mit 116:78 und ging in der best-of-seven-Serie mit 3:2 in Führung (Alle Spiele der NBA-Playoffs LIVE im TV auf SPORT1 US).

Nach zwei Niederlagen in Toronto waren die Cavaliers auf Wiedergutmachung aus und zeigten das von Beginn an. Gerade Superstar Kevin Love war in Hälfte eins nicht zu bremsen, traf alle seine sechs Versuche und stellte mit 19 Punkten vor der Halbzeitpause eine neue persönliche Playoff-Bestmarke auf.

Historischer Vorsprung zur Pause

Die Raptors fanden zu keiner Zeit ein Gegenmittel, Cleveland führte zur Halbzeit bereits mit 31 Punkten Vorsprung und stellte damit eine historische Bestmarke auf.

In der NBA-Geschichte hatte zuvor noch nie ein Team in den Conference Finals einen so großen Vorsprung zur Halbzeit. Zudem lagen die Raptors noch nie in ihrer Franchise-Geschichte - weder in der Regular Season noch in den Playoffs - mit 30 Punkten oder mehr zur Halbzeit zurück.

Bei Cleveland gilt offenbar das Motto: Wenn wir gewinnen, dann demütigen wir den Gegner auch gleich. So erzielten die Cavs bei ihren drei Siegen zusammen 88 Punkte mehr als die Raptors.

Cavs-Trio dominiert das Spiel

Vor allem das Star-Trio um LeBron James, Kyrie Irving und Love war von den Raptors nicht zu stoppen (Die NBA-Playoffs in der Übersicht).

Zusammen brachten es die drei Spieler auf 71 Punkte und damit auf fast so viele wie das gesamte Raptors-Team – obwohl bei den Cavs lediglich James auf etwas mehr als 30 Minuten Einsatzzeit kam.

Toronto Raptors v Cleveland Cavaliers - Game Five
LeBron James (2. v. r.) hatte augenscheinlich gute Laune angesichts des klaren Vorsprungs © Getty Images

Das letzte Viertel verfolgten die Cavs-Stars dann nur noch entspannt und gut gelaunt auf der Bank.

James zieht mit Bryant gleich

Überragender Akteur war dabei James, der neben 25 Punkten auch noch acht Assists, sechs Rebounds, zwei Steals und einen Block zum Erfolg beisteuerte.

© SPORT1

Lediglich von der Freiwurflinie schwächelte James einmal mehr und traf nur einen seiner drei Versuche.

Mit nun 1320 Versuchen hat er in der NBA-Geschichte nun dennoch die zweitmeisten Freiwürfe in den Playoffs geworfen. Damit hat er den zurückgetretenen Kobe Bryant eingeholt. Nur noch NBA-Legende Michael Jordan liegt mit 1463 Freiwürfen vor ihm.

Biyombo taucht völlig ab

Bei den Raptors fand kein Spieler richtig in die Partie. Die Stars DeMar DeRozan und Kyle Lowry erzielten lediglich 14 bzw. 13 Punkte und auch der zuletzt überragende Center Bismack Biyombo enttäuschte auf ganzer Linie. Nachdem er sich in den letzten beiden Spielen 40 Rebounds schnappte, holte er sich diesmal gerade einmal vier.

(Alles zum US-Sport auch am Mi., 23.30 Uhr im Free-TV auf SPORT1 in Inside US Sports)

"Sie haben uns in den Arsch getreten, das ist die Story dieses Spiels", sagte Raptors-Coach Dwane Casey: "Sie sind ein anderes Team hier. Wir hatten die Chance etwas Besonderes zu schaffen, aber es gelang uns nicht. Sie haben uns herumgeschubst und nahmen sich, was sie wollten."

Die einzige positive Nachricht für Toronto an diesem Abend war die Rückkehr von Big Man Jonas Valanciunas, der die letzten acht Spiele wegen einer Knöchelverletzung verpasst hatte.

James warnt vor Hexenkessel

Die Cavaliers könnten den Finaleinzug schon in der Nacht zu Samstag in Toronto (ab 2.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US) unter Dach und Fach bringen - ein entscheidendes siebtes Spiel fände erneut in Cleveland statt.

"Wir müssen fähig sein, die Leistung auch am Freitag zu zeigen. Wenn wir in diesem Hexenkessel spielen, müssen wir kühlen Kopf behalten, wir müssen hart sein und wir müssen fokussiert sein", sagte James im Hinblick auf Spiel 6 in Toronto.

Im Westen steht derweil NBA-Champion Golden State Warriors kurz vor dem Aus (Spiel 6, Fr., ab 3 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US). In der Serie führen die Oklahoma City Thunder mit 3:1.

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel