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"Wir sind Stuff Curry", hat die Mutter für ihr Kleinkind Landon Benton entschieden
"Wir sind Stuff Curry", hat die Mutter für ihr Kleinkind Landon Benton entschieden © instagram/babylandonlee

München - Landon Benton ähnelt verblüffend dem besten Spieler der NBA und geht als "Dickerchen" im Netz viral. Seine Mutter kämpft gegen Mobbing - aus albtraumhafter Erfahrung.

Landon Benton ist erst zehn Monate alt, in den USA aber bereits eine kleine Berühmtheit. Grund dafür ist seine Ähnlichkeit zu NBA-Superstar Stephen Curry von den Golden State Warriors.

Der Sohn von Jessica und Tommie Benton aus Quincy/Illinois hat inzwischen mehr als 35.000 Follower auf Instagram, und ESPN hat unlängst sogar einen Beitrag über Landon ausgestrahlt.

Doch dahinter steckt viel mehr als eine amüsante Look-Alike-Story.

Es begann im Februar dieses Jahres, als ein von seiner Mutter im Internet veröffentlichtes Foto von Landon auf einer landesweit populären Seite auftauchte. Ein User kommentierte das Bild mit "Stuff Curry" - auf deutsch etwa "Dickerchen Curry" - ein Name, den Jessica Benton alles andere als lustig fand.

Unter dieses Bild erschien der Kommentar "Stuff Curry" © instagram/babylandonlee

Spöttische Kommentare im Netz

Der fröhliche Junge mit den Wuschelhaaren ist dem wertvollsten Spieler der NBA zwar wirklich wie aus dem Gesicht geschnitten, die Anspielung auf sein Gewicht wühlte sie allerdings auf.

"Ich war zuerst sehr verärgert. Es gab viele andere Kommentare, die nicht sehr schön waren und Landon wegen seiner Statur beschimpften", sagte Jessica Benton bei ESPN. Nachdem sie bei Google "Stuff Curry" eingegeben hatte, landete sie - die sich nicht für Basketball interessiert - bei dem ihr unbekannten Stephen Curry.

Und als sie herausfand, wer dieser Mann mit dem kindlichen Gesicht ist, änderte sich Einiges in ihrer Wahrnehmung und Einstellung. (Inside US Sports - mittwochs, 23.30 Uhr im Free-TV auf SPORT1)

"Das ist ein toller Typ. Wenn jemand meinen Sohn als seinen Doppelgänger bezeichnet, ist das toll", dachte sich Benton. Und sie ging sogar weiter.

Eine tragische Vorgeschichte

Anstatt die Online-Attacke und die vielen schändlichen Kommentare gegen ihren Sohn zu ignorieren, beschloss sie, in die Offensive zu gehen und das Positive daraus zu gewinnen. Auch, weil viele andere User ihren Sohn sofort in ihr Herz geschlossen hatten.

"Ich habe gesagt: 'Okay, wir werden diesen Namen behalten. Wir sind Stuff Curry. Wir sehen aus wie der berühmte Basketballspieler", so Landons Mutter, die den Namen auf den Instagram-Account "babylandonlee" einbaute und ihren Sohn jetzt im Internet für das feiert, was er ist - ein süßer kleiner Junge.

Die Botschaft der Bentons: Mobber sind nicht gut!
Die Botschaft der Bentons: Mobber sind nicht gut! © instagram.com/babylandonlee/

Negative Kommentare erklärt sie ausdrücklich für unerwünscht, schließlich hat ihr Kampf gegen Mobbing eine tragische Vorgeschichte. Als Jessica Benton mit Landon schwanger war, nahm sich ihr erstgeborener Sohn im Alter von 20 Jahren das Leben. 

Unterstützung von Currys Ausrüster 

Dieser erzählte seiner Mutter, als er in die elfte Klasse ging, dass andere Kinder sich über ihn lustig machten. Sie selbst habe nicht realisiert, wie schwer dies sein Selbstbewusstsein belastete. "Ich weiß nicht, ob er sich wegen des Mobbings das Leben genommen hat. Ich habe ein Kind verloren, über das sich andere lustig gemacht haben. Ich werde nicht noch ein zweites Kind haben, das glaubt, alle lachen über ihn", betont Benton.

Also postet sie beinahe täglich neue Bilder von "Stuff Curry". Der kleine Landon hat sich an seine "Fototermine" gewohnt, oft wird er von Menschen im Supermarkt erkannt, die ein Selfie mit ihm machen wollen.

Und damit er seinem Doppelgänger noch ähnlicher sieht, schickte ihm die Sportbekleidungsfirma "Fanatics" ein Warriors-Trikot mit der Nummer 30, Currys Ausrüster "Under Armour" spendierte dessen Sneakers in der passenden Baby-Größe.

Die Hater sind verschwunden, die Fans werden immer mehr. Und da Benton die Bilder mit einem Wasserzeichen versieht, wissen neue Stuff-Liebhaber, wo sie die Bilder im Netz finden.

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