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München und Portland - Trotz Stephen Currys Comeback läuft in Spiel 4 in Portland zunächst alles gegen die Warriors. Auch der Superstar beginnt eiskalt - dreht dann aber unglaublich auf.

Stephen Curry ist wieder da - und wie!

"I'm here! I'm back! I'm back!", schrie der Superstar der Golden State Warriors beim 132:125 bei den Portland Trail Blazers nach einem erfolgreichen Dreier in der Overtime. Gut zwei Wochen Verletzungspause und ein mäßiger Start bei seinem Comeback waren da längst vergessen.

"Ich habe eine Weile gebraucht, um zurück in den Rhythmus zu finden", gestand Curry, "es hat 48 Minuten gedauert und dann sind die Dinge endlich gelaufen".

Dank insgesamt 40 Punkten von Curry, der laut Medienberichten in den kommenden Tagen zum zweiten Mal in Folge als wertvollster Spieler der NBA-Saison ausgezeichnet wird, baute Golden State die Führung in der Best-of-Seven-Serie auf 3:1 aus. (Die NBA-Playoffs LIVE im TV auf SPORT1 US)

Curry stellt Overtime-Rekord auf

In der Overtime legte der 28-Jährige eine Vorstellung für die Geschichtsbücher hin: Curry erzielte in den fünf Minuten 17 von 19 Punkten der Warriors - so viele Zähler, wie in der NBA-Geschichte noch nie zuvor ein Spieler in einer Verlängerung erzielt hatte.

Dabei lief zunächst alles gegen die Warriors: Shaun Livingston stand trotz Currys Rückkehr als Point Guard in der Startformation und sollte für Entlastung für den Superstar sorgen.

Livingston bringt Kerr in Bedrängnis

Der Plan von Coach Steve Kerr, Curry nur rund 25 Minuten einzusetzen, wurde aber noch vor der Halbzeit durchkreuzt. Livingston diskutierte mit den Referees, kassierte dafür zwei technische Fouls in Folge und musste erstmals in seiner zwölfjährigen NBA-Karriere vorzeitig zum Duschen.

"Das hat uns natürlich in eine schwierige Situation gebracht", gestand Kerr nach dem Spiel. Aber nachdem Curry heiß gelaufen sei, habe er auch nicht mehr müde ausgesehen.

Und so stand Curry im ersten Spiel nach seiner Knieverletzung letztlich 37 Minuten auf dem Parkett - blieb dabei aber über drei Viertel vor allem aus dem Dreierland eiskalt: Seine ersten neun Distanzwürfe segelten allesamt daneben. Selbst diese schwarze Serie ließ ihn nach eigener Aussage aber kalt.

"Mein Selbstvertrauen hat nie gewackelt", sagte Curry nach dem Spiel und erklärte: "Ich glaube nicht, dass du neun Dreier nimmst ohne einen zu treffen, wenn du kein Selbstvertrauen hast."

© SPORT1

Und so drehte Curry im Schlussviertel auf, traf von da an fünf von sieben Dreierversuchen und hatte mit dem letzten Angriff sogar die Chance, das Spiel in der regulären Spielzeit zu entscheiden. Sein Wurf sprang jedoch am Korb vorbei, auch Draymond Green war im Nachsetzen nicht erfolgreich.

Draymond Green wird zum Blockmonster

So bekam Portland doch noch die Chance, den angesichts von zwischenzeitlich 16 Punkten Vorsprung bereits sicher geglaubten Sieg tatsächlich noch einzufahren: Gegen Curry waren aber selbst die erneut starken Damian Lillard (36 Punkte, zehn Assists) und C.J. McCollum (24 Punkte) sowie Double-Doubles von Mason Plumlee (zwölf Punkte, 15 Rebounds) und Al-Farouq Aminu (18 Punkte, 13 Rebounds) nicht genug.

Aufseiten der Warriors überzeugten an Currys Seite auch Klay Thompson (23 Punkte) und Green, der neben 21 Punkten und neun Rebounds insbesondere mit sieben Blocks und vier Steals glänzte.

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