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Auch im sechsten NBA-Finale wird der Fokus auf den Topstars Steph Curry, LeBron James und Kevin Love (v.l.) liegen © SPORT1 Grafik: Paul Haenel/Getty Images

München - Die Warriors wollen sich erneut in Cleveland zum Champion krönen. SPORT1 checkt, worauf es beim Showdown in Spiel 6 (ab 3 Uhr LIVE auf SPORT1 US) ankommt.

Und wieder geht es um Alles. Die Cleveland Cavaliers müssen Spiel 6 gegen die Golden State Warriors (ab 3 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US) gewinnen, um nicht das selbe Schicksal zu erleiden wie 2015. Damals krallten sich die Warriors in Cleveland in Spiel 6 den Titel.

Doch auch der Titelverteidiger steht unter Druck. Trainer Steve Kerr mag zwar Recht haben, dass "unsere Situation besser ist als die der Cavs", doch eine weitere Pleite und ein entscheidendes siebtes Spiel wollen die Gäste mit aller Macht verhindern.

SPORT1 checkt, worauf es im Showdown von Cleveland ankommt.

Golden State Warriors

- Stephen Curry

Er bezeichnet die Partie in der USA Today selbst als "wichtigstes Spiel meiner Karriere". Stephen Curry verschwendet keinen Gedanken daran, die Serie vor heimischem Publikum zu entscheiden – wie schon im Vorjahr soll der Titel in Spiel 6 in Cleveland klargemacht werden.

Doch wie auch 2015 bleibt Curry in den Finals hinter den Erwartungen zurück. 22,2 Punkte, 5,4 Rebounds, 4,6 Assists und 4,4 Ballverluste verzeichnete Curry bisher im Schnitt – zu wenig für den MVP.

Den Status als besten Point Guard der Serie hat Kyrie Irving inne. Müdigkeit und Nachwirkungen von Verletzungen sind zu spüren, doch im Endspiel gelten keine Ausreden. Curry muss liefern, um die Rekord-Saison der Warriors zu krönen.

Video

- Produktivität der Rollenspieler

Harrison Barnes verkraftete die Lineup-Änderung nach Draymond Greens Sperre in Spiel 5 alles andere als gut. Der Small Forward traf nur zwei von 14 Würfen und konnte nicht an seine starken Leistungen in Spiel 3 und 4 in Cleveland (insgesamt 32 Zähler und 16 Rebounds) anknüpfen.

Shaun Livingston ließ seiner Gala aus dem Auftaktspiel keine weitere Partie mit zweistelliger Punkteausbeute folgen, die Formkurve von Leandro Barbosa zeigte ebenfalls nach unten. Genauso gefragt ist nach dem Ausfall von Andrew Bogut die Ersatzriege um Festus Ezeli.

Kann ein Rollenspieler zum unerwarteten Helden werden?

- Defense mit Draymond Green

Mit Bogut fällt der Defensivanker der Warriors verletzt aus. Besonders auf Rückkehrer Draymond Green kommt deswegen noch mehr Arbeit zu.

In Spiel 5 wurden die Schwächen der Center der Warriors im Pick and Roll deutlich, die nach dem Wechseln des Verteidigers oft zu hoch rausrückten, was von LeBron James und Kyrie Irving bestraft wurde.

Hier kommt eine entscheidende Rolle auf Green zu, der nach einem Switch James und Irving eher am Korberfolg hindern kann. Den Großteil der Minuten wird Green als Mann in der Mitte des "Todeslineup" sehen. Auch die Statistiken untermauern Greens besonderen Einfluss auf der Centerposition.

Cleveland Cavaliers

- Wurf von LeBron James

Wie gut Golden States Defensive funktioniert, hängt zum Großteil von LeBron James ab – besser gesagt von seinem Sprungwurf. Trifft er wie in Spiel 5, als James sogar vier Dreier verwandelte, öffnet das Räume für seine Mitspieler. Trifft er nicht, können seine Verteidiger absinken und die Zone dicht machen.

Dann wird es auch für James schwer, vor allem gegen Andre Iguodala. Gegen den letztjährigen Finals-MVP kam James bislang nur zu sechs Würfen nach einem Zug zum Korb – gegen alle anderen Warriors sind es 26. Auch die Turnovergefahr steigt.

- Kevin Love

Vom dritten Teil der "Big Three" muss mehr kommen als mickrige zwei Punkte und drei Rebounds wie in Spiel 5. Besonders, wenn er nach Switches von Stephen Curry verteidigt wird. Gerade einmal 37,1 Prozent seiner Würfe verwandelt Love in den Finals. "Wir brauchen definitiv bessere Leistungen von Kevin", sagte James: "Er muss aggressiv sein, um uns zu helfen, die Serie zurück nach Golden State zu bringen."

- Dreier in Offense und Defense

Die Cavaliers müssen wie bisher versuchen, Golden States Dreier einzudämmen - und vorne selbst auf ihre eigene Stärke vertrauen. In den zwei Niederlagen in Spiel 2 und 4 kassierten die Cavs insgesamt 32 Dreier und trafen selbst nur elf. Bei den zwei Siegen war das Verhältnis mit 22 zu 23 fast ausgeglichen.

Ein Quäntchen Glück gehört auch dazu – in Spiel 5 verfehlte Golden State laut SportVU satte 15 offene Dreier.

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