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Carmelo Anthony, Chris Paul, Dwyane Wade und LeBron James (v.l.n.r.) hielten eine beeindruckende Rede
Carmelo Anthony, Chris Paul, Dwyane Wade und LeBron James (v.l.n.r.) hielten eine beeindruckende Rede © Getty Images

LeBron James, Carmelo Anthony, Dwyane Wade und Chris Paul prangern in einer beeindrucken Rede die Missstände in den USA an und fordern einen sozialen Wandel.

LeBron James, Dwyane Wade, Carmelo Anthony und Chris Paul haben die große Bühne der ESPYS genutzt, um auf die Missstände in den USA hinzuweisen und einen sozialen Wandel voranzutreiben.

Bei der Preisverleihung, bei der individuelle und mannschaftliche Erfolge im Sport und besondere Leistungen um den Sport geehrt werden, richtete das NBA-Quartett nach mehreren schrecklichen Vorfällen in den letzten Monaten das Wort an die Zuschauer und die Sportler der USA generell.

Starkes Zeichen

"Das System ist kaputt, die Probleme nicht neu, die Gewalt nicht neu - und die Kluft zwischen den Rassen erst recht nicht. Aber die Dringlichkeit, etwas ändern zu müssen, war noch nie so hoch", erklärte Anthony von den New York Knicks im Microsoft Theatre in Los Angeles. Der NBA-Star hatte sich bereits auf Instagram beeindruckend geäußert.

Zuletzt waren bei einer eigentlich friedlichen Protestbewegung nach den tödlichen Schüssen von Polizisten auf die dunkelhäutigen Alton Sterling (Baton Rouge, Louisiana) und Philando Castile (Minnesota) in Dallas vor einer Woche bei einer Schießerei mehrere Polizisten getötet worden.

Paul hob in seinem Teil der Rede mehrere frühere Sport-Stars wie Jesse Owens, Muhammad Ali und Kareem Abdul-Jabbar hervor, die "ein Vorbild dafür waren, wofür Athleten stehen sollten. Deswegen haben wir uns dafür entschieden, in ihre Fußstapfen zu treten."

Wade: "Genug ist genug"

Wade betonte, dass das "racial profiling", auch ethnisches Profiling genannt, wie auch die Mentalität, zu schießen um zu töten, aufhören müsse. "Auch die Vergeltung muss aufhören. Die unendliche Waffengewalt muss aufhören. Genug ist genug", so Wade.

NBA-Champion James erklärte, dass man die verstorbene Box-Legende Ali nur ehren und dessen Vermächtnis gerecht werden könne, wenn man den Moment nutze, "um alle professionellen Sportler dazu zu bringen, sich weiterzubilden, das Thema zu untersuchen und es laut anzusprechen, den Einflusss zu nutzen, der Gewalt abzuschwören."

Am wichtigsten sei es aber, "zurück in die Gemeinden zu gehen, Zeit und Mittel zu investieren und den Leuten zu helfen, stark zu werden und sich zu ändern." James schloss jeden in seiner Aufforderung ein: "Wir müssen es alle besser machen."

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