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DeAndre Jordan (r.) traf im vergangenen Jahr 43 Prozent seiner Freiwürfe
DeAndre Jordan (r.) traf im vergangenen Jahr 43 Prozent seiner Freiwürfe © Getty Images

Die NBA will nach Diskussionen die absichtlichen Fouls an schwachen Freiwürfschützen eindämmen. Mavs-Besitzer Mark Cuban wettert gegen die Entscheidung.

Die NBA hat die Regelungen bei der sogenannten "Hack-a-Shaq"-Taktik angepasst.

Dabei versuchen Teams, schlechte Freiwerfer absichtlich zu foulen, um den Offensivrhythmus des Gegners zu stören und deren Trainer zu zwingen, den schwachen Schützen - meist ein Center - aus dem Spiel zu nehmen.

Bislang lohnte es sich für Teams immer wieder, einen Spieler abseits des Balles zu foulen. Nur in den letzten zwei Minuten der Partie und der Verlängerung wurde dies mit einem Freiwurf plus folgendem Ballbesitzt für die gegnerische Mannschaft sanktioniert.

In der übrigen Spielzeit gab es lediglich zwei Freiwürfe, der Ball landete im Anschluss meist bei der foulenden Mannschaft.

Nun beschloss die Liga mit der nötigen Zweidrittel-Mehrheit der Teams, auch in den letzten zwei Minuten der ersten drei Viertel "Hack-a-Shaq" mit einem Freiwurf plus Ballbesitzt zu bestrafen. Gleiches gilt für Fouls, die noch vor dem Einwurf stattfinden - egal wann.

NBA-Boss Adam Silver sprach von einem "Kompromiss".

Mark Cuban, Besitzer von Dirk Nowitzkis Dallas Mavericks, zeigte sich alles andere als angetan von den Neuerungen. Er hatte dagegen gestimmt. "Es ist niemals eine gute Business-Strategie, Inkompetenz zu belohnen", sagte Cuban zu ESPN mit Blick auf die unterirdischen Schützen DeAndre Jordan, Andre Drummund & Co. 

Die in den letzten Jahren immer häufiger vorkommende Situation, dass Spieler beispielsweise bei einem Rebound nach einem Freiwurf auf den Rücken eines Gegners springen, soll ebenfalls eingedämmt bzw. nun als unsportliches Foul gewertet werden.

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