Video

Dallas - Dirk Nowitzki ist auch in der NBA-freien Zeit vielbeschäftigt. Bei seinem Tennisturnier in Dallas spricht er bei SPORT1 über die Probleme des DBB-Teams und den Start der BBL.

Baseball, Fußball, Tennis: Im Sommer könnte man gelegentlich vergessen, in welcher Sportart es Dirk Nowitzki tatsächlich zum Superstar gebracht hat.

Während die NBA pausiert, organisiert der Würzburger zahlreiche Events und sammelt Geld für den guten Zweck.

Informiert ist der Star der Dallas Mavericks dennoch bestens über die Vorgänge im Basketball - sei es in den USA oder in Deutschland.

Am Rande seines Charity-Tennisturniers in Dallas sprach der 38-Jährige mit SPORT1 über seinen Favoriten auf die deutsche Meisterschaft, die Probleme der DBB-Auswahl auf dem Weg zur EM, die Situation von Tibor Pleiß und den Höhenflug der Würzburger Kickers.

Dirk Nowitzki über...

seinen Bezug zum Tennis:

"Ich liebe Tennis, das war schon immer eine meiner Lieblingssportarten. Ich wollte schon immer so ein Turnier machen, es hat aber leider nie geklappt. Ich freue mich, dass es jetzt hingehauen hat. Leute dafür zu bekommen, ist immer so eine Sache. Ich war selbst überrascht, dass ein Ben Stiller da ist, ein Andy Roddick oder John Isner. Das ist für mich natürlich eine Riesenehre. Wir hatten einen tollen Abend für die Stiftung und wir haben viel Geld eingenommen."

Angelique Kerbers Triumph bei den US Open:

"Das war Wahnsinn. Ich habe das Spiel zu Hause geschaut und mich riesig gefreut. Das war eine tolle Sache. Ich habe sie in Wimbledon vor ein paar Jahren getroffen und ein bisschen kennengelernt. Es ist unglaublich, dass mal wieder eine deutsche Dame Nummer eins ist. "

seine Event-Pläne nach Fußball, Baseball und Tennis:

"Jetzt langt es erst einmal. Ich hoffe, dass wir Tennis hier jährlich aufziehen können. Fußball weiß ich nicht genau, war aber auch ein Riesen-Erfolg. Alle Beteiligten haben gesagt, dass es super Events sind. Turmspringen ist raus."

die Nationalmannschaft und deren EM-Qualifikation:

"Ich freue mich, dass die Jungs das noch geschafft haben. Es gab Gegenwind nach der Dänemark-Niederlage: Da haben Leute in den Medien draufgehauen, dann hat sich die Mannschaft aber gut zusammengerissen. Es waren so viele Absagen und Verletzte - und dann hat Dennis Schröder auch noch abgesagt, aber ich bin froh, dass sie sich durchgekämpft haben.

Wenn sie nächstes Jahr verletzungsfrei sind, dann haben sie eine super Truppe. Leider hatten wir jetzt fast zehn Absagen. Das ist schwer zu verkraften, für jedes Land. Von daher muss man die Kirche im Dorf lassen und sich über die EM-Quali freuen. Schauen wir mal, was nächstes Jahr bei der EM geht."

SPORT1-Mitarbeiter Florian Pertsch traf Dirk Nowitzki in Dallas © Twitter@FloPertsch

die kurzfristige Abreise von Tibor Pleiß:

"Schwer! Bei Tibor Pleiß hängen davon die Karriere und das Leben ab, wo es ihn hinzieht. Mitten in der Quali wurde er getradet und gecutted. Das ist schon eine schwierige Situation. Klar hätte ich mir gewünscht, dass er bei der Mannschaft bleibt, sich da durchkämpft und sie die Quali schaffen. Aber das haben sie zum Glück auch so. Deswegen glaube ich, dass es für beide Seiten ganz gut funktioniert hat.

Jetzt hat er ja in der Türkei unterschrieben und ich hoffe, dass er sich da wohlfühlt und sich da wieder ran arbeiten kann. Ich glaube aber schon, dass er die Fähigkeiten hat, in Europa ein Top-Center zu sein - und das wird er wieder unter Beweis stellen."

Video

den Höhenflug der Würzburger Kickers:

"Ich verfolge das. Als ich in Würzburg war, haben wir ja so ein bisschen mit den Jungs trainiert. Den Coach Bernd Hollerbach kenne ich ja auch noch von früher. Ich freue mich riesig für sie.

Wenn man eine junge Mannschaft hat und aufgestiegen ist, dann ist der Start total wichtig. Man muss sich gleich Selbstvertrauen holen, um zu wissen: Wir können da spielen, wir gehören hier dazu. Man muss aber lernen, hart weiterzuarbeiten. Ich glaube schon, dass der Trainer das richtig machen wird."

eine mögliche Bundesliga-Aufstiegsfeier der Würzburger Kickers:

"Wenn das klappt, dann schaue ich, dass ich da dabei bin."

die neue Saison der BBL:

"Schwer zu sagen, welches mein Lieblingsteam ist. Ich habe noch ein paar Freunde hier und da in der Liga, auch Nationalmannschaftskollegen. Bamberg war ja schon immer wahnsinnig gut in den letzten Jahren.

Schauen wir mal, ob sie es wieder schaffen. Sie haben ja letztes Jahr eine super Saison gespielt, aber ich drücke natürlich allen die Daumen. Ich kenne ja in jeder Mannschaft ein paar, ob es Coaches oder Spieler sind. Da möchte ich mich jetzt nicht auf eine Mannschaft festlegen, aber Bamberg wird schon wieder zu den Topfavoriten zählen."

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel