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Gleich bei seinem NBA-Debüt 1999 traf Dirk Nowitzki auf den dreimaligen All-Star Detlef Schrempf
Gleich bei seinem NBA-Debüt 1999 traf Dirk Nowitzki auf den dreimaligen All-Star Detlef Schrempf © Getty Images

München - Der Mavericks-Star fühlt sich nicht als Held, ist aber gerne Vorbild. Einmal stand er gleich dreien seiner eigenen Vorbilder gegenüber. Geschwindner zählte zunächst nicht dazu.

NBA-Superstar Dirk Nowitzki fühlt sich nicht als Held, ist aber gerne ein Vorbild.

"Als Helden sehe ich mich natürlich nicht", sagt der momentan verletzte Power Forward von den Dallas Mavericks im Interview mit dem Sportmagazin Socrates, dessen neue Ausgabe ab dem 24. 11. im Handel erhältlich ist. "Klar hat man eine gewisse Vorbildfunktion. Es macht mir großen Spaß, zu sehen, wie die Fans sich freuen, wenn sie ein Autogramm oder ein Foto bekommen."

Sein erstes Vorbild sei sein Vater, früher Zweitliga-Handballer, gewesen. "Alle, die danach kamen, waren eigentlich auch immer Sportstars", erläutert der 38-Jährige.

Mehr für Fraatz interessiert

Sein Entdecker und langjähriger Mentor Holger Geschwindner allerdings zunächst nicht. "Ich war sechzehn oder siebzehn, kannte Holger damals noch nicht und wusste gar nicht, was er schon alles für den deutschen Basketball gemacht hatte", gesteht der Würzburger. "Ich habe mich damals eher für die Handballer interessiert, Jochen Fraatz und so. Und natürlich für die NBA-Spieler."

Dirk Nowitzki gab für die neue Socrates-Ausgabe ein langes Interview
Dirk Nowitzki gab für die neue Socrates-Ausgabe ein langes Interview © Socrates

Denen stand er dann bereits als Teenager gegenüber, beim Debüt ging's 1999 gegen Detlef Schrempfs Seattle Super Sonics, im dritten Spiel gegen die Star-Truppe der Houston Rockets.

"Olajuwon, Barkley und Pippen! Das war schon Wahnsinn", erinnert sich Nowitzki. "Da habe ich beim Aufwärmen dagestanden und hab ihnen genau zugeschaut. Wie sie sich aufwärmen, wie sie sich auf dem Spielfeld verhalten, was sie außerhalb vom Spielfeld machen. Da war ich wie ein kleiner Fan."

Nowitzki: "Surreal und komisch"

Scottie Pippen, lange kongenialer Partner von Michael Jordan bei den Chicago Bulls, und Charles Barkley seien seine "absoluten Helden" gewesen. "Und Hakeem Olajuwon war damals der beste Big Man."

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"Es war damals surreal und komisch, auf einmal gegen Leute anzutreten, die du jahrelang im Fernsehen bewundert hast und die deine Idole waren", meint er.

Tskitishvili schaut zu Nowitzki auf

Inzwischen schauen die Newcomer zu ihm auf, was er auch genießt: "Vor ein paar Jahren haben wir einmal in der Preseason gegen Denver gespielt. Der Georgier Nikoloz Tskitishvili kam gerade in die Liga", erzählt der 13-malige All-Star. "Und dann starrte er mich an, als ich an ihm vorbeilief, und schaute mir hinterher. Das war natürlich ein gutes Gefühl, zu wissen, dass man jetzt auch eine Vorbildfunktion hat und dass auch Leute in Europa daran teilhaben, was ich hier mache."

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Immer wieder werden talentierte europäische Big Man, die in die NBA wechseln, als "der nächste Nowitzki" etikettiert.

Einem davon traut Nowitzki zu, diesem Ruf mehr als gerecht zu werden: "Kristaps Porziņgis hat sogar mehr Potenzial als ich. Er ist länger, er ist athletischer, er schießt das Ding mit Leichtigkeit von ganz weit weg", schwärmt er vom 2,21-Meter-Mann der New York Knicks. "Er ist auch der bessere Verteidiger und blockt Würfe. Er hat wirklich alle Möglichkeiten, mal ein absoluter Allroundspieler zu werden."

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