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Duke-Absolvent Marshall Plumlee (vorne) kam im Sommer ungedraftet zu den New York Knicks
Duke-Absolvent Marshall Plumlee (vorne) kam im Sommer ungedraftet zu den New York Knicks © DPA Picture-Alliance

New Yorks Riese Marshall Plumlee erfährt erst am Spieltag, dass er einspringen und "Superman" bewachen muss. Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit - und das auch wörtlich.

Marshall Plumlee hat für die New York Knicks eines der spektakulärsten Debüts der NBA-Geschichte abgeliefert - zumindest, was die Anreise angeht.

Der 2,13-Meter-Riese, bislang nur in der unterklassigen D-League für die Westchester Knicks aktiv, erfuhr am Morgen des Spieltags, dass er für den erkrankten Joakim Noah einspringen müsse.

Das Problem: Der Sprungball war für 12 Uhr mittags angesetzt, und Plumlee hatte es plötzlich richtig eilig, um aus seinem Wohnort nördlich von New York zum Madison Square Garden zu kommen.

Per Schnellzug, Taxi und zu Fuß

Zunächst ging es per Schnellzug in den Big Apple, dann schnappte er sich ein Taxi. Im Kampf gegen die Uhr bestach er den Fahrer, verriet der 24-Jährige: 60 US-Dollar Trinkgeld fürs Überfahren einer roten Ampel.

Doch irgendwann kam das Taxi im dichten New Yorker Mittagsverkehr nicht weiter. Also stieg Plumlee aus und sprintete die verbliebene Strecke zur Spielstätte.

"Als ich ankam, sagten sie: 'Hey, brauchst Du ein Warmup?'" erzählt er. "Ich entgegnete: 'Nein, ich bin schon warm. Ich bin hergerannt.'"

Einwechslung im zweiten Viertel

Das erste Viertel gegen Dennis Schröders Atlanta Hawks war da längst im Gange, im zweiten wurde Plumlee dann eingewechselt, um "Superman" Dwight Howard zu bewachen.

Am Ende standen 5:36 Minuten Spielzeit, ein Rebound und ein Sieg über das zweitbeste Team des Ostens. "Das war verrückt", meinte Plumlee. "Ich könnte ein Buch darüber schreiben." 

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