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Golden State verspielt gegen Memphis eine hohe Führung. Selbst ein starker Steph Curry kann die Pleite der Warriors nicht verhindern. Zwischen Durant und Green kracht es.

Von wegen Revanche: Die Golden State Warriors haben gegen die Memphis Grizzlies erneut eine Niederlage hinnehmen müssen.

Während die Warriors sich im ersten Aufeinandertreffen eine 89:110-Klatsche abholten, gab es dieses Mal eine 119:128-Niederlage nach Verlängerung. 

Was die Niederlage noch sensationeller machte, war die Tatsache, dass Golden State mitten im dritten Viertel bereits mit 24 Punkten Vorsprung führte.

Golden State verliert den Faden

Doch anschließend gelang den Warriors fast überhaupt nichts mehr und die Memphis Grizzlies entschieden das letzte Viertel plus Verlängerung mit 49:21 für sich.

Im letzten Viertel brauchten die Dubs sogar fast neun Minuten, ehe ihnen der erste erfolgreiche Versuch aus dem Feld gelang - am Ende waren es zwei von 13 aus dem Feld.

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"Unser letztes Viertel war katastrophal. Wir haben es nicht geschafft, den Ball unter Kontrolle zu bekommen", sagte Curry. Sein Trainer Steve Kerr fand sogar noch deutlichere Worte: "Wir hatten im vierten Viertel einen schlechten Start und haben nicht reagiert. Mir gefiel die Einstellung meiner Spieler nicht."

Es war die höchste Führung, die ein Team in dieser Saison überhaupt verspielte. Die Grizzlies beendeten damit zudem eine 662-Spiele-andauernde Niederlagen-Serie von Teams, die mit mindestens 19 Punkten Rückstand ins letzten Viertel gingen.

Curry-Gala reicht den Warriors nicht

Selbst 40 Punkte von MVP Steph Curry konnten die sechste Saisonniederlage des Überteams der NBA nicht verhindern. Die Warriors verloren damit nach 25 Siegen zum ersten Mal ein Spiel der Regular Season, wenn Curry mindestens 30 Punkte erzielte.

Auch Neuzugang Kevin Durant wusste mit 27 Punkten und 13 Rebounds zu überzeugen, traf jedoch keinen seiner fünf Dreier und verfehlte gleich fünf Freiwürfe.

Die sonst so treffsicheren Distanzschützen ließen allgemein jegliche Treffsicherheit vermissen und trafen nur acht ihrer 30 Versuche von Downtown.

Green sauer auf Durant

Auch bezüglich mannschaftlicher Geschlossenheit - sonst eine große Stärke der Warriors - gab es erstaunliche Szene zu sehen.

Kurz vor Ende der Partie forderte Durant vehement den Ball ein. Curry gehorchte und überließ ihm diesen, woraufhin Durant einen schwierigen Dreier nahm und verfehlte - sehr zum Ärger von Teamkollege Draymond Green, der schimpfend in Richtung Spielerbank marschierte.

"Ich bin froh, dass wir heute verloren haben. Wir müssen ein paar Dinge korrigieren, wenn wir NBA-Champion werden wollen. Denn im Moment sind wir das noch nicht", sagte Green, der auf elf Punkte und acht Rebounds kam.

Angeblich sollen Durant und Green in der Kabine sogar voneinander getrennt werden müssen.

Conley und Randolph glänzen

Bei den Grizzlies glänzten vor allem Mike Conley (27 Punkte und 12 Assists) und Zach Randolph (27 Punkte, elf Rebounds, sechs Assists). Auch Tony Allen zeigte mit elf Punkten, zwölf Rebounds und sechs Steals eine starke Leistung.

Mit einer Bilanz von 31 Siegen bei nur sechs Niederlagen führen die Warriors weiterhin die Western Conference an. Die San Antonio Spurs lauern mit sieben Niederlagen allerdings unmittelbar dahinter.

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