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Golden State Warriors v Cleveland Cavaliers
Stephen Curry widmet das gewonnene Playoff-Match seinem erkrankten Traine Steve Kerr © Getty Images

Die Golden State Warriors bangen inmitten der Playoffs um Trainer Steve Kerr. Dieser muss wegen einer ominösen Krankheit pausieren - und macht wenig Hoffnung.

Trotz des 119:114-Erfolgs der Golden State Warriors gegen die Portland Trail Blazers und der komfortablen 3:0-Führung in der Erstrundenserie der NBA-Playoffs ist die Freunde in Oakland getrübt.

Hintergrund ist das Fernbleiben von Dubs-Trainer Steve Kerr während des dritten Spiels gegen den Achten der Vorrunde.

Die NBA-Playoffs in der Übersicht

"Er macht gerade einiges durch. Er soll zunächst einmal an sich denken, sich erholen und wieder gesund werden," erklärte Superstar Stephen Curry nach dem Erfolg. Mit 34 Punkten wurde der 29-Jährige bester Werfer der Partie, die er anschließend gänzlich seinem Trainer widmete.

Der allerdings fällt zumindest für Spiel vier der Serie erneut aus. "Ich werde nicht eine Nacht auf der Bank sitzen und die nächste nicht", kündigte Kerr am Sonntag an: "Das werde ich unserem Team und meinem Stab nicht antun."

Auf die Frage, ob es denkbar sei, dass er für die kompletten Playoffs ausfalle, antwortete Kerr: "Ja, das sagte ich gerade."

Unklare Sympthome

Seit sich der 51-jährige Kerr 2015 einer Rückenoperation unterzogen hat, leidet der ehemalige Profi immer wieder unter ominösen Beschwerden. Laut ESPN sollen Übelkeit, Kopfschmerzen und ein insgesamt instabiles Wohlbefinden zum festen Lebensbestandteil Kerrs gehören.

Wegen genau dieser Symptone saß der Amerikaner in der Vorsaison bei über 40 Spielen nicht auf der Bank. Selbst nach seiner Rückkehr soll sich Kerr häufiger schlecht gefühlt haben.

Vor dem Match gegen die Blazers am vergangenen Samstag sollen die Beschwerden ihn dann sogar an der Ausübung seines Traineramts gehindert haben. Kurzerhand führte sein Assistent Mike Brown das Team in die wichtige Playoff-Begegnung.

Siegen für den Coach

"Er hat uns am Samstagmorgen gesagt, dass wir uns in dieser Situation sammeln und das Spiel für ihn gewinnen sollen. Wir haben gekämpft und das besonders für ihn," äußerte sich Curry emotional.

Augenzeugen berichteten über einen schlecht laufenden und schwer gezeichneten Coach kurz vor Start der Playoff-Reise. Kerr bestätigte am Sonntag, dass sich sein Zustand in der vergangenen Woche plötzlich verschlechtert habe.

"Aus welchen Gründen auch immer wurde es schlimmer. Meine Symptome wurden schlimmer", erklärte Kerr, der selbst noch über die genauen Umstände seiner Leiden zu rätseln scheint.

Fest steht jedoch: Alles deutet auf ein ernstzunehmendes Problem hin.

Erneute Unsicherheit

Bereits im vergangenen Jahr mussten die Warriors wegen eines ähnlich unsicheren Krankheitszustands um den Verlauf der Saison bangen. Damals traf es Top-Scorer Curry, der wegen einer lange unklaren Knieverletzung pausieren musste. Auch zu dieser Zeit war weder klar, wann der Point Guard zurückkehrt, noch welche Verletzung er eigentlich davon getragen hatte.

Bereits in der Nacht auf Dienstag (ab 4.30 Uhr in den LIVESCORES) können die Warriors den Einzug in die Conference Halbfinals perfekt machen. Dabei wird in Portland erneut Kerrs Assistent Brown an der Linie sitzen.

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