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Paul Zipser und Dennis Schröder
Paul Zipser (l.) und Dennis Schröder wollen in den Playoffs für Furore sorgen © SPORT1-Grafik: Marc Tirl/Getty Images/iStock

München - Dennis Schröder und Paul Zipser halten in den NBA-Playoffs die deutsche Fahne hoch. Die Teams der beiden stehen jedoch vor schwierigen Aufgaben.

Die deutschen NBA-Fans müssen sich langsam umgewöhnen.

Jahrelang hielt Mavericks-Star Dirk Nowitzki die deutsche Fahne in den NBA-Playoffs (LIVE im TV auf SPORT1 US sowie im LIVESTREAM auf DAZN) hoch, doch in diesem Jahr verpasst der Würzburger mit den Texanern die Meisterrunde.

So sind die Augen auf Dennis Schröder und Paul Zipser gerichtet. SPORT1 nimmt die Chancen ihrer Teams, die Atlanta Hawks und die Chicago Bulls, in den Playoffs unter die Lupe.

Schröder hat sich bei den Hawks in dieser Saison als Starting-Point-Guard etabliert und kam in der Regular Season auf durchschnittlich 17,9 Punkte pro Partie. Die offensive Hauptlast bei Atlanta trägt All-Star Paul Milsap, doch der deutsche NBA-Profi hat auch einen gewichtigen Anteil am Erfolg der Hawks.

Harter Gegenspieler für Schröder

In der ersten Runde der Playoffs geht es für Schröder & Co. gegen die Washington Wizards mit Superstar John Wall. Eben jener Wall wird der direkte Gegenspieler für den Deutschen auf der Aufbauposition und zum Gradmesser, inwieweit Schröder auch in den Playoffs sein Team führen kann und wie er mit Verantwortung umgeht.

Wall legte in der Regular Season im Schnitt ein Double-Double auf und ist der unumstrittene Anführer bei den Wizards. Seine Kreise einzudämmen, wird Schröders Hauptaufgabe werden, zusätzlich muss er auch offensiv für seine Mannschaft kreieren. Kurzum: Es wartet eine Mammutaufgabe auf den 23-jährigen Deutschen in der ersten Runde der Playoffs, die sich gut und gerne auch über sieben Spiele hinziehen kann.

"Wir können jeden schlagen, der kommt", kündigte Schröder nach dem Ende der Regular Season an. Doch ganz so einfach wird es nicht. Die Serie dürfte eine der spannendsten der Erstrunden-Duelle werden.

Sollten sich die Hawks gegen den Vierten der Eastern Conference durchsetzen, käme es zum Duell mit dem Sieger der Serie zwischen den Boston Celtics und den Chicago Bulls. Im Conference Final würden wohl die Cleveland Cavaliers warten. Spätestens dann wäre für Schröder & Co. der Titeltraum wohl ausgeträumt.

Zipser wird weniger spielen

Auch Zipser wird wohl nicht in den Titelkampf eingreifen können. Sein Team, die Chicago Bulls, sind als Achter nur mit Ach und Krach am letzten Spieltag in die Playoffs eingezogen.

Zipser sorgte im letzten Saisonspiel der regulären Saison für Aufsehen, als ihm ein "Career High" mit 21 Punkten gelang. In seiner Debüt-Saison kam Zipser bisher in durchschnittlich 19 Minuten Einsatzzeit auf fünfeinhalb Punkte im Schnitt.

In der heißen Phase der Playoffs gegen die  Celtics wird Zipser aber weniger Spielzeit bekommen. Die Bulls setzen große Stücke auf die Rückkehr von Routinier Dwyane Wade. Gemeinsam mit Superstar Jimmy Butler soll er Chicago zur Überraschung führen.

Celtics zu stark

Doch die Celtics sind ein homogenes Team mit Anführer Isaiah Thomas, das nach dem Sieg in der Eastern Conference vor Selbstvertrauen nur so strotzt. Daher wird Zipsers erstes NBA-Playoff-Abenteuer wohl schon in Runde eins zu Ende sein.

Ein deutsches Duell mit Schröder scheint ausgeschlossen, auch wenn es sich die NBA-Fans hierzulande wünschen würden.

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