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Paul Zipser
Paul Zipser (M.) trifft mit den Bulls am letzten Spieltag der Regular Season auf die Nets © SPORT1-Grafik: Eugen Zimmermann/ Getty Images/ iStock

München - Chicago liefert sich einen dramatischen Dreikampf mit Indiana und Miami um die letzten Playoff-Plätze im Osten. Doch die Chancen für Paul Zipser und Co. stehen gut.

Mit dem höchsten Saisonsieg gegen die Orlando Magic (122:75) hätten die Chicago Bulls schon den Einzug in die NBA-Playoffs feiern können.

Wären da nicht die Cleveland Cavaliers gewesen, die einen Elf-Punkte-Vorsprung gegen die Miami Heat nicht ins Ziel brachten und dem härtesten Konkurrenten der Bulls die Tür zu den Playoffs dadurch weiter offen ließen.

Die Chancen, eine Achterbahnsaison doch noch in die Verlängerung zu retten, stehen für das Team von Paul Zipser dennoch nicht schlecht (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1 US).

Bulls brauchen keine Schützenhilfe

Die Bulls haben vor dem letzten Spieltag der Regular Season genauso viele Siege (40) wie die Heat auf dem Konto, haben den direkten Vergleich aber mit 2:1 für sich entschieden und sind deswegen beim Playoff-Showdown in der Nacht auf Donnerstag nicht auf Schützenhilfe angewiesen.

Ein Heimsieg gegen die Brooklyn Nets, das schlechteste Team der NBA, und Chicago hätte das Playoff-Ticket gelöst (Spielplan der NBA).

Der Kampf um die letzten beiden Playoff-Plätze in der Eastern Conference ist dennoch das spannendste Element, das die NBA auf der Zielgeraden zu bieten hat.

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Pacers in der Pole Position

Denn nicht nur die Bulls und die Heat wollen noch mit aller Macht in die K.o.-Runde, sondern auch die Indiana Pacers. Und das Team aus Indianapolis um Superstar Paul George hat vor dem abschließenden Spieltag sogar einen Sieg Vorsprung auf die beiden Mitbewerber (Tabelle der NBA).

Für das Saison-Finale bedeutet das: Sollten alle drei Teams ihr letztes Spiel gewinnen, ziehen die Pacers als Siebter und die Bulls als Achter in die Playoffs ein.

Die auf dem Papier schwierigste Aufgabe hat dabei Miami zu bewältigen, das auswärts auf die Washington Wizards trifft. Indiana empfängt die Atlanta Hawks um Dennis Schröder.

85 Prozent Playoff-Chancen der Bulls

Die Bulls erwartet die schon erwähnte Pflichtaufgabe gegen Brooklyn, für die der erst wieder genesene Dwyane Wade klare Worte fand: "Wenn wir am Mitwoch nicht gewinnen, haben wir es auch nicht verdient. So einfach ist das."

Und das Zipser-Team hat im finalen Dreikampf wohl auch die besten Karten. ESPN beziffert die Playoff-Chancen der Bulls auf 85 Prozent. Das liegt vor allem am gewonnen direkten Vergleich mit den punktgleichen Heat. Gegen Indiana steht die Bilanz in dieser Spielzeit bei 2:2.

Zudem spricht für einen Sieg der Bulls: Brooklyn verzichtet in Chicago auf sechs Spieler. Quincy Acy, Joe Harris und Sean Kilpatrick fehlen angeschlagen, Trevor Booker, Jeremy Lin und Brook Lopez werden geschont.

Auch die aktuell siebtplatzierten Pacers sind natürlich nicht auf Schützenhilfe angewiesen. Mit einem Sieg gegen die Hawks haben sie ihr Playoff-Ticket gelöst. Bei einer Niederlage müssen aber auch George und Co. nochmal zittern, denn im direkten Vergleich gegen Miami liegt das Team von Chef-Coach Nate McMillan mit 1:2 hinten. Dennoch misst ESPN einem Playoff-Einzug der Pacers 80 Prozent Wahrscheinlichkeit bei.

"Es scheint einfach vorbestimmt zu sein"

Für die Heat, mit denen nach einem katastrophalen Saisonstart wohl nur die wenigsten in den Playoffs gerechnet hätten, ist die Konstellation denkbar einfach: Sie sind zum Siegen verdammt und müssen gleichzeitig auf einen Ausrutscher eines Konkurrenten hoffen.

Coach Erik Spoelstra gab sich nach dem überraschenden Sieg gegen die Cavaliers gegenüber ESPN dennoch zuversichtlich: "Es scheint einfach vorbestimmt zu sein. Wir müssen nun unser letztes Spiel gewinnen und einfach hoffen."

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