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Isaiah Thomas verlor das Conference Final im Mai mit den Celtics gegen sein zukünftiges Team Cleveland Cavaliers
Isaiah Thomas verlor das Conference Final im Mai mit den Celtics gegen sein zukünftiges Team Cleveland Cavaliers © Getty Images

Nach seinem überraschenden Wechsel nach Cleveland verabschiedet sich Isaiah Thomas von den Celtics. Sein Brief gerät zu einer Liebeserklärung an Boston und die Fans.

Isaiah Thomas hat sich mit einem bewegenden Brief von den Boston Celtics verabschiedet.

"Das tat weh, sehr weh", erinnert sich der Point Guard in seinem von der Players' Tribune veröffentlichten Brief an die Tage, in denen sein Wechsel zu den Cleveland Cavaliers vollzogen wurde. 

Am meisten werde er die Stadt und die Fans des Vereins vermissen, so Thomas. "Ich habe mich in Boston verliebt", schrieb er und widmete den Fans gleich mehrere Absätze.

"Ganz Boston an meiner Seite"

Vor allem in den schweren Zeiten nach dem Unfalltod seiner Schwester Chyna während der Playoffs hätten ihn die Fans auf unglaubliche Art und Weise unterstützt.

"Sie haben mir gezeigt, dass ich einer von ihnen bin und wir das zusammen durchstehen", so der 28 Jahre alte Spielmacher: "In diesen Momenten kam es mir vor, als ob die ganze Stadt Boston an meiner Seite ist."

Besonders gefreut habe er sich darüber, dass sich NFL-Superstar Tom  Brady nach seinem Befinden erkundigt habe. "Eine persönliche Nachricht von solch einer Sportlegende aus Boston, wie Tom, zu bekommen, hat mit viel bedeutet."

Er glaubt zwar, dass "die Boston Celtics durch diesen Trade nicht besser geworden sind". Dennoch wolle er dem General Manager der Celtics, Danny Ainge, keine großen Vorwürfe machen. "Ich wusste, worauf ich mich einlasse", schrieb er und spielte darauf an, dass der Einfluss von Profis bei den Trades in der NBA größtenteils sehr begrenzt ist.

"Zu 99 Prozent liegt es in der Macht der Besitzer. Es sei denn, man ist Free Agent", schrieb Thomas über die Machtverhältnisse in der NBA, wenn es um Wechsel geht.

Thomas ergreift Partei für Durant

In dem Zusammenhang ergriff Thomas auch Partei für Kevin Durant, der sich vor einem Jahr als Free Agent für einen Wechsel von den Oklahoma City Thunder zu den Golden State Warriors entschieden hatte und dafür teils stark angefeindet wurde.

"Die Leute haben aus ihm einen Schurken gemacht, nur weil er das getan hat, was er für seine Zukunft für richtig hielt", schrieb Thomas und legte noch nach: "Wenn Spieler überall hin verschifft werden und sich ihr Leben von einem auf den anderen Tag komplett ändert, ist das kein großes Problem. Aber wenn sie selbst über ihr Leben bestimmen wollen, ist das ein Skandal?"

Für seine sportlichen Ambitionen sei der Wechsel jedoch förderlich gewesen, erklärte er.

"Aus basketballerischer Sicht wurde die Verbindung zwischen den Cavs und mir im Himmel gestrickt", so Thomas über seine Zukunft in einem Team mit Superstar LeBron James.

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