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Cleveland Cavaliers Media Day
LeBron James griff US-Präsident Trump via Twitter an © Getty Images

LeBron James wettert gegen den Präsidenten und springt protestierenden Kollegen zur Seite. Vorreiter Colin Kaepernick würde er am liebsten unter Vertrag nehmen.

Die NFL-Spieler, die am 3. Spieltag gegen die Anfeindungen von US-Präsident Donald Trump protestiert hatten, dürfen sich über einen weiteren prominenten Unterstützer freuen: NBA-Superstar LeBron James zollte den Gesten der Spieler und Verantwortlichen beim Media Day der NBA Respekt.

Es rege ihn auf, dass Trump den Sport als Plattform missbrauche, um zu spalten. "Die Menschen regieren dieses Land. Nicht ein Einzelner. Und ganz bestimmt nicht er."

Zuletzt hatten sich beim Monday Night Game in der NFL die Spieler der Dallas Cowboys zusammen mit ihrem milliardenschweren Besitzer Jerry Jones aus Protest gegen den US-Präsidenten vor der Nationalhymne hingekniet.

Bei einer Veranstaltung in Alabama hatte Trump am Freitagabend die NFL-Teambesitzer aufgefordert, Spieler zu feuern, die aus Protest bei der US-Hymne knien: "Würdet ihr es nicht lieben, wenn jemand unsere Flagge verachtet und der Eigner darauf sagt, 'nehmt den Hurensohn vom Feld. Er ist gefeuert. Er ist gefeuert'."

Außerdem hatte der US-Präsident dünnhäutig auf die Absage von NBA-Champion Steph Curry reagiert, der Trumps Einladung ins Weiße Haus ablehnte.

James hatte die Welle des Protests gegen Trump danach mit einem Tweet quasi los getreten, in dem er das Staatsoberhaupt als "Penner" bezeichnet hatte.

Nach James äußerten auch Größen wie Michael Jordan, Kobe Bryant und zuletzt sogar Tom Brady, dem immer eine gewisse Nähe zum Präsidenten nachgesagt wurde, Kritik an Trump.

"Gleichheit und die Freiheit, Ungerechtigkeiten anzusprechen"

Die Vereinigten Staaten seien "das großartigste Land auf der Welt. Das ist das Land der freien Menschen. Aber wir haben immer noch Probleme, genau wie alle anderen auch", sagte der 32-Jährige jetzt auf der Pressekonferenz. Es gehe nicht darum, die Flagge oder das Militär respektlos zu behandeln, "es geht um Gleichheit und die Freiheit, Ungerechtigkeiten anzusprechen."

Die Protest-Aktionen seiner Sportler-Kollegen verteidigte "King James": "Es ist kraftvoll, was diese Sportler machen. Wir hatten den ersten MLB-Spieler, der protestiert hat. Das ist wundervoll. Ich befürworte das, was diese Jungs machen. Jeder, der einen Unterschied machen will, verdient Respekt."

Auch zu Vorreiter Colin Kaepernick bezog James explizit Stellung: "Ich feiere Colin Kaepernick dafür, dass er so stark war und bedauere es sehr, dass er derjenige ist, den es getroffen hat. Wenn ich ein NFL-Team besitzen würde, würde ich ihn sofort unter Vertrag nehmen."

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