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Nach der Eskalation in den letzten Tagen wendet sich nun auch NFL-Superstar Tom Brady von Donald Trump ab. Golden-State-Trainer Steve Kerr schreibt einen offenen Brief.

Superstar Tom Brady hat US-Präsident Donald Trump nach dessen Attacken deutlich kritisiert.

"Ich bin überhaupt nicht einverstanden mit dem, was er gesagt hat. Das war entzweiend", sagte Brady in einem Interview mit dem Sport-Radiosender WEEI zu den Aussagen Trumps über die Hymnen-Proteste in der US-Profiliga NFL.

Brady geht auf Distanz

"Ich möchte einfach nur meine Teamkollegen unterstützen. Ich war noch nie jemand, der anderen erklärt hat, was richtig oder falsch ist. Aber ich glaube daran, Menschen zusammenzubringen und an Respekt, Liebe und Vertrauen. Das sind die Werte, die meine Eltern mir vermittelt haben. Danach versuche ich jeden Tag zu leben", so Brady weiter.

Trump hatte die Football-Fans in den letzten Tagen mehrfach via Twitter aufgefordert, Spiele zu boykottieren, solange die Proteste der Profis während der amerikanischen Nationalhymne anhalten.

Von den Klub-Besitzern hatte Trump verlangt, hart gegen die protestierenden Spieler durchzugreifen und diese zu feuern oder zu suspendieren. Dabei bezeichnete der US-Präsident protestierende Akteure als "Hurensöhne".

Am Sonntagabend nach dem Sieg seiner New England Patriots gegen die Houston Texans (36:33) hatte sich Brady, dem eine gewisse Nähe zu Trump nachgesagt wird, noch mit Kommentaren zurückgehalten.

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Der Quarterback und der US-Präsident waren in der Vergangenheit bereits des Öfteren beim Golfen zusammen gesichtet worden.

17 seiner Mannschaftskollegen waren beim Abspielen der Hymne auf die Knie gegangen, Brady selbst stand mit untergehakten Armen in einer Reihe mit weiteren Mitspielern. Von den Fans wurden die knieenden Spieler ausgebuht.

Kerr schreibt offenen Brief

Zuvor hatten sich bereits zahlreiche Sportstars, unter anderem Basketball-Ikone Michael Jordan oder Steve Kerr, Trainer von NBA-Champion Golden State Warriors, klar gegen Trumps Aussagen positioniert.

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In einem offenen Brief erklärte Kerr unter anderem, es sei "eine Schande". "Ich habe mich bereits Ronald Reagan, beiden Bushes, Bill Clinton und Barack Obama gestellt. Auch wenn ich nicht immer mit ihnen einverstanden war, war es leicht, die Politik beiseite zu lassen, weil sie das Weiße Haus respektiert haben." 

Den Respekt spricht er Trump ab, auch habe Curry "nicht gezögert", die Einladung anzunehmen, wie es Trump per Tweet bezeichnete. "Er machte deutlich, dass er nicht gehen wird." Trump habe daraufhin versucht das Verhältnis zu beenden, bevor wir es tun.

Weiter heißt es: Der Präsident ist für alle Bürger da. Er soll uns nicht auseinanderbringen, sondern vereinen.

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