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Andy Dalton
Andy Dalton wurde 2011 in der zweiten Runde an Position 35 gedraftet. © Getty Images

Der Weg in den Super Bowl führt über die Denver Broncos, aber die Cincinnati Bengals um Andy Dalton sind mehr als ein Geheimtipp.

Von Eric Böhm

München - Quizfrage: Neben den New Orleans Saints gehörte 2013 in der NFL nur ein Team zu den Top Ten im Angriff und Top Fünf in Abwehr. Wer?

Es sind nicht die Seattle Seahawks, Denver Broncos, San Francisco 49ers oder New England Patriots. Tatsächlich haben sich die Cincinnati Bengals im vergangenen Jahr als eine Macht etabliert (Saisonstart, Freitag ab 2.25 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Das einzige, das der hochtalentierten Truppe um Quarterback Andy Dalton noch abgeht ist ein Playoff-Sieg. Nach dreimal Erstrundenaus soll es nun mit dem ersten Erfolg seit 1990 klappen.

"Statistiken sind uns egal. Uns reicht auch ein Playoff-Sieg nicht, wir wollen nach Arizona", sagt Dalton mit Blick auf Super Bowwl XLIX am 1. Februar 2015 in Phoenix. Vor dieser "Dalton Bande" müsste sich selbst "Lucky Luke" in Acht nehmen.

Die Denver Broncos sind in der AFC der glasklare Favorit, aber die Bengals sind längst mehr als ein Geheimtipp. Die New England Patriots um Superstar Tom Brady sind immer gefährlich.

SPORT1 macht kurz vor dem Saisonstart den Favoritencheck in der AFC.

Denver Broncos

Was die spielerische Qualität angeht ist der Verlierer des Super Bowls in der Conference das Maß der Dinge. Die große Frage wird sein, wie Peyton Manning und Co. die heftige Pleite gegen Seattle weggesteckt haben.

Der 38-Jährige muss sich einmal mehr mit dem Etikett des Statistik-Quarterbacks herumschlagen, da er es nach dem fünften MVP-Titel in den Playoffs einmal mehr nicht hinbekam.

In der Preseason wirkten die Broncos sehr stabil. Die Defense sollte mit dem fitten Linebacker Von Miller besser aufgestellt sein

Fragezeichen stehen hinter Running Back Montee Ball (Blinddarmentzündung), der Knowshon Moreno ersetzen muss, und Receiver Wes Welker nach seiner dritten Gehirnerschütterung in zehn Monaten. Dennoch führt in der AFC der Weg über Denver (PREVIEW: Letzte Mission des Peyton Manning?).

Indianapolis Colts

Viele Experten sehen Mannings Ex-Team als größte Gefahr für den Routinier in seiner vielleicht letzten Saison. Der Grund dafür ist Nachfolger Andrew Luck.

Der junge Quarterback hat sich unter die Elite der NFL geschoben und einen Ruf als Comeback-Spezialist erworben. Mit Hakeem Nicks bekam er nun eine weitere Anlaufstelle.

Die Defense mit der deutschen Hoffnung Björn Werner und dem zunächst gesperrten Veteran Robert Mathis muss aber noch zulegen.

New England Patriots

Die Dynastie in Boston neigt sich dem Ende zu, aber noch gehört die AFC East Brady und Cheftrainer Bill Belichick, die letzte der drei Meisterschaften in vier Jahren liegt aber mittlerweile zehn Jahre zurück (PREVIEW: Tom Bradys Titelfenster schließt sich).

Die Hoffnungen der Truppe des deutschen Lineman Sebastian Vollmer ruhen neben dem 37-jährigen Quarterback auf dem körperlich wieder auf Topniveau agierenden Tight End Rob Gronkowski und der mit Darrelle Revis sowie Brandon Browner hochkarätig verstärkten Passverteidigung. Das letzte Hurra ist möglich.

Cincinnati Bengals

Beim aktuellen Champ der AFC North tummeln sich extrem viele hochtalentierte Spieler, wie Receiver A.J. Green, Running Back Giovani Bernard oder Linebacker Vontaze Burfict, die ihren Leistungszenit noch vor sich haben.

Spielmacher Dalton wurde mit dem neuen 115-Millionen-Dollar-Vertrag der Rücken gestärkt - sein Förderer Jay Gruden ist allerdings der neue Head Coach in Washington.

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Das Programm mit der eigenen Division, Auswärtsspielen in New England, Indianapolis und New Orleans plus Atlanta und Carolina ist brutal.

Kansas City Chiefs

Die Chiefs waren unter dem neuen Coach Andy Reid mit ihrem 9:0-Start 2013 die positive Überraschung der Saison und erreichten die Playoffs.

Mit einem Jahr Erfahrung in Reids System sollte vor allem Quarterback Alex Smith noch stärker werden. In Jamaal Charles hat er zudem einen der besten Runner der Liga zur Verfügung.

Der Druck auf den gegnerischen Quarterback sucht mit Justin Houston, Tamba Hali und Rookie Dee Ford seinesgleichen. Die Offensive Line ist talentiert aber noch sehr jung. Trotzdem kann K.C. die Broncos herausfordern.

Pittsburgh Steelers

Mike Tomlins Team ist die Wundertüte der AFC. Die großen Namen Ben Roethlisberger und Troy Polamalu flößen immer noch Respekt ein, gehören aber nicht mehr zu den jungen Hüpfern.

Nach zwei enttäuschenden Jahren wollen die stolzen "Stahlkocher" wieder zurückschlagen - 2013 wurden sechs der letzten acht Spiele gewonnen.

Angesichts der drohenden Sperre für die beiden Running Backs Le'Veon Bell und LeGarrette Blount und fehlendem Speed auf einigen Positionen könnte es aber auch leicht weiter bergab gehen.

San Diego Chargers

Trotz der starken AFC West gelten die Kalifornier im zweiten Jahr unter Mike McCoy als Geimheimfavorit. Quarterback Philip Rivers scheint seine alte Klasse wiedergefunden zu haben.

Running Back Ryan Mathews ist endlich fit und hält den Ball fest. Die Defense ist mit den Rückkehrern Manti Te'o, Dwight Freeney und Melvin Ingram sowie Neuzugang Brandon Flowers deutlich explosiver geworden.

 (So spricht die NFL: Die wichtigsten Begriffe)

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