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Marshawn Lynch war von Green Bays Defense nicht zu stoppen
Marshawn Lynch (l.) war von Green Bays Defense nicht zu stoppen © getty

München - Seahawk Marshawn Lynch schaltet bei Seattles Saisonauftakt direkt in den "Beast Mode" und rennt Green Bay in Grund und Boden.

Die Seattle Seahawks sind mit einem Paukenschlag in die neue NFL-Saison gestartet.

Der NFL-Champion der vergangenen Saison fertigte im Auftaktspiel die Green Bay Packers mit 36:16 (17:10) ab und setzte direkt im ersten Spiel ein Ausrufezeichen (Die NFL LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

"Keiner wollte Lynch tacklen"

Vor allem Running Back Marshawn Lynch wurde seinem Status als Superstar gerecht und trug den Ball zweimal in die Endzone der Packers.

Bei 20 Laufversuchen erzielte Lynch 110 Yards Raumgewinn und genoß im Anschluss den obligatorischen Skittles-Regen durch die Fans.

Seattles Defensive End Michael Bennett wunderte sich ziemlich über die Abwehr-Leistung der Packers.

"Ich habe auf dem Feld einige der angeblich besten Verteidiger der Liga gesehen, aber keiner wollte Marshawn Lynch tacklen", so Bennett.

Auch Quarterback Russel Wilson zeigte sich in blendender Form und sorgte für 191 Yards und zwei Touchdowns.

Bitterer Abend für Rodgers

Seinem gegenüber Aaron Rodgers gelangen 189 Yards, doch neben einem Touchdown-Pass leistete sich der Routinier auch eine Interception (So spricht die NFL: Die wichtigsten Begriffe).

Am Ausgang der Partie gab es früh wenig Zweifel, denn Seattles Verteidigung war zum Auftakt der Saison 2014 ebenfalls auf Zack.

Packers-Spielmacher Rodgers wurde dreimal gesacked, Tony McDaniel erwischte Derek Sherrod in Green Bays Endzone für zwei weitere Punkte, und Cornerback Richard Sherman langweilte sich die gesamte Partie.

Kein einziger Pass wurde von den Packers in seine Richtung geworfen.

Zwar lagen die Packers nach dem ersten Viertel durch einen Touchdown von John Kuhn mit 7:3 in Führung, doch dann begann die Seahawks-Offense zu arbeiten.

Mit zwei Touchdowns durch Ricardo Lockette (33 Yard Pass) und Lynch war die Partie schnell gedreht, und Seattle gab das Kommando nicht mehr ab.

Wilson gerät ins Schwärmen

Neben Lynch, der seine üppigen Gehaltsforderungen vor der Saison rechtfertigte, überzeugte auch Percy Harvin, der von Spielmacher Wilson ein lyrisches Extralob erhielt.

Harvin fing Pässe für 59 Yards Raumgewinn und trug den Ball mit vier Versuchen zusätzliche 41 Yards über das Feld.

Im letzten Viertel legten Lynch und Derrick Coleman jeweils noch einen Touchdown nach und schraubten den Spielstand von 22:10 auf 36:16.

Das zwischenzeitliche Aufbäumen durch Rodgers' Pass auf Randall Cobb in die Endzone war letztlich nicht mehr als ein wenig Ergebniskosmetik.

Ted Bruschi, dreimaliger NFL-Champion und jetzt TV-Analyst, lobte die Leistung der Seahawks ebenfalls in den höchsten Tönen.

Seattle erzielte damit gegen die letzten beiden Gegener (Denver im Super Bowl und Green Bay) 79 Punkte und kassierte selbst nur 24.

Sollten noch irgendwelche Zweifel daran bestanden haben, dass die Seahawks fähig sind, ihren Titel zu verteidigen ? die Packers-Partie dürfte eine deutliche Antwort gegeben haben.

In Woche 2 müssen sich die San Diego Chargers vor eigenem Publikum gegen Meister Seattle beweisen, Green Bay empfängt zu Hause die New York Jets.

Ob bei den Packers dann Running Back Eddie Lacy mit von der Partie sein wird ist noch offen.

Lacy musste das Feld im letzten Viertel mit Verdacht auf eine Gehirnerschütterung verlassen.

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