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Calvin Johnson (r.) gilt als der beste Receiver der NFL <br> ZUM DURCHLICKEN: Die Bilder der ersten Woche
Calvin Johnson (r.) gilt als der beste Receiver der NFL <br> ZUM DURCHLICKEN: Die Bilder der ersten Woche

München und Detroit - Die Lions dominieren gegen die New York Giants an beiden Enden des Feldes. Calvin Johnson läuft heiß, Matt Stafford führt glänzend Regie. Eli Manning wird zum Gespött.

Die Detroit Lions sind mit einem Sieg in die neue Saison der NFL gestartet und haben ihrem neuen Trainer Jim Caldwell einen Einstand nach Maß beschert.

In ihrem ersten Monday-Nigt-Opener seit 1971 ließen die Lions den New York Giants beim 35:14 (14:7)-Erfolg nicht den Hauch einer Chance. (Die NFL LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM) .

Kuhn muss passen

Die Giants mussten kurzfristig auf Markus Kuhn verzichten. Der deutsche Defensive Tackle war wegen einer Schulterverletzung zum Zuschauen verdammt. Zudem musste auch Top-Pick Odell Beckham Jr.passen.

Die Lions konnten dagegen aus dem Vollen schöpfen - und das sollte sich auszahlen.

Katastrophen-Start der Giants

Schon nach weniger als drei Minuten durften die Gastgeber erstmals jubeln.

Die Giants befanden sich offensichtlich noch im Tiefschlaf und ließen ausgerechnet Calvin Johnson jede Menge Platz. "Megatron" ließ sich nicht lange bitten, fing den Pass von Quarterback Matt Stafford und marschierte mühelos in die Endzone. 

Auch in der Offense wollte zu Beginn noch nicht viel zusammenlaufen. Nach drei Plays stand ein Yard Raumverlust (!) von einem Yard auf dem Statistikbogen. 

Johnson zum Zweiten

Spätestens nach dem zweiten Auftritt des Duos Stafford/Johnson waren die Gastgeber bedient.

Johnsons brillanter Catch in der Endzone und der darauffolgende Extra-Punkt durch Rookie-Kicker Nate Frees machten den besten Start der Lions in einen Season-Opener seit 14 Jahren perfekt.

"Bei beiden Pässen auf Calvin hat mir meine Offense Line eine Menge Zeit gegeben und er hat es optimal geschafft sich frei zu laufen", lobte Stafford nach der Partie.

Auf der anderen Seite komplettierten ein geblockter Punt und ein Sack von George Johnson das desaströse erste Viertel der Gäste. 3/7 für fünf Yards lautete die traurige Bilanz von Quarterback Eli Manning nach dem ersten Viertel. Mit einer 14:0 Führung für die Lions ging es in die zweiten 15 Minuten.

Manning schlägt zurück

Und die begannen deutlich besser für die Gäste, bei denen Star-Receiver Victor Cruz in Halbzeit eins mit nur einem gefangenen Pass für vier Yards komplett blass blieb.

Manning führte sein Team 79 Yards übers Feld und fand schließlich Tight End Larry Donnell, der seinen ersten Touchdown für die Giants erzielte. (So spricht die NFL: Die wichtigsten Begriffe).

In der Folge übernahmen aber wieder Stafford und Co. das Kommando. Acht Penalties und ein verpasstes Field Goal von Freese verhinderten einen höheren Vorsprung zur Pause. Mit 14:7 ging es in die Kabine.

Interception von Manning

Mit einer Interception von Manning begann auch das dritte Viertel denkbar schlecht für die Giants. Freese bedankte sich und beendete das anschließende Play Detroits mit seinem ersten Field Goal in der NFL (17:7).

Eine 44-Yard-Bombe von Stafford auf Golden Tate leitete dann die nächsten Punkte für die Lions ein. Zwar scheitere "Megatron" Johnson knapp am dritten Touchdown, doch zumindest konnte Freese am Ende auf 20:7 erhöhen.

Starke Defense der Lions

Angeführt von einem bärenstarken DeAndre Levy (10 Tackles (2 for loss), 1 Interception) ließ die Defense der Lions Manning kaum Luft zum atmen, was knapp sechs Minuten vor dem Ende des dritten Viertels zu einer weiteren Interception des zweimaligen Super-Bowl-Champions führte.

Der 33-Jährige hatte die Liga schon im vergangenen Jahr in dieser Statistik angeführt und musste sich nach der Partie im Netz viel Häme gefallen lassen.

Erneut nutzten die Gastgeber Mannings Fehler eiskalt aus, Stafford selbst trug das Ei in die Endzone.

Bell macht alles klar

Die Giants verkürzte zu Beginn des letzten Abschnitts den Rückstand noch einmal auf 13 Punkte, doch spätestens nach Joique Bells Touchdown und der anschließend erfolgreichen Two-Point Conversion war die Partie endgültig entschieden.

"Es gibt keine Entschuldigung. Wir haben sehr schwach gespielt", sagte Giants-Coach Tom Coughlin: "Es gibt nicht viel worauf wir stolz sein können. Wir konnten den Ball nicht bewegen, konnten sie nicht stoppen und hatten einige Ballverluste. Es war ein Horror-Auftritt."

Auch das Duell der Star-Receiver ging am Ende klar an die Gastgeber. Während Victor Cruz auf Seiten der Giants mit nur zwei Catches für 24 Yards Raumgewinn einen Tag zum Vergessen erlebte, trumpfte Calvin Johnson mächtig auf.

Mit sieben gefangenen Pässen für 164 Yards und zwei Touchdowns war "Megatron" einer der Hauptgaranten für den Sieg.

SPORT1 fasst die zweite Partie des Abends zusammen:

Arizona Cardinals - San Diego Chargers 18:17 (6:3)

Ein Comeback im letzten Viertel hat den Arizona Cardinals einen knappen Sieg über die San Diego Chargers beschert.

Nachdem Arizonas Rookie-Kicker Chandler Cantanzaro mit seinen ersten beiden Field Goals in der NFL für eine Halbzeit-Führung der Gastgeber gesorgt hatte, drehten die Chargers nach der Pause auf.

Zwei Touchdowns von Malcolm Floyd und Ryan Matthews drehten die Partie zugunsten der Gäste die mit einer 17:6-Führung in den Schlussabschnitt gingen.

Rookie Brown als Matchwinner

Doch dann schlug in der Schlusspahse die Stunde von Rookie John Brown. Nachdem Stepfan Taylor die Cards wieder in Schlagdistanz gebracht hatte, warf Arizonas Quarterback einen 13-Yard-Pas in Richtung des 21-jährigen Wide-Receivers.

Der packte sicher zu und sicherte knapp zwei Minuten vor dem Ende den wichtigen Auftaktsieg.

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