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Ray Rice-Baltimore Ravens-PK-Frau
Ray Rice muss sich einen neuen Verein suchen © Getty Images

Die Baltimore Ravens haben auf ein im Internet aufgetauchtes Video des tätlichen Angriffs von NFL-Profi Ray Rice auf seine frühere Verlobte und heutige Ehefrau reagiert und den Vertrag mit dem Running Back aufgelöst.

Das am Montag bei "TMZ Sports" gepostete Video zeigt, wie Rice seine Partnerin Jamay Palmer nach einem Streit zunächst im Aufzug eines Casinos in Atlantic City schlägt und diese offensichtlich bewusstlos zu Boden geht.

Anschließend wird sie von Rice aus dem Fahrstuhl in eines der Hotelstockwerke gezogen, wo sie anscheinend langsam das Bewusstsein wieder erlangt.

Der 27-Jährige war nach dem Vorfall vorläufig festgenommen worden.

Die NFL sperrte den Super-Bowl-Gewinner von 2013 daraufhin zunächst für die ersten beiden Spiele der neuen Saison und belegte ihn mit einer Geldstrafe von über 500.000 US-Dollar (387.000 Euro).

Die Sperre wäre nach dem Spiel der Ravens gegen die Pittsburgh Steelers am Donnerstag abgelaufen.

Rice hatte in Baltimore noch einen Vertrag über drei Jahre, der ihm insgesamt rund zehn Millionen US-Dollar (7,7 Millionen Euro) Gehalt eingebracht hätte. Nach der Vertragsauflösung hat Rice nunmehr keinerlei finanzielle Ansprüche gegenüber den Ravens.

Das ursprüngliche Urteil der Liga war bereits direkt nach der Verkündung von vielen Seiten als zu mild kritisiert worden. NFL-Commissioner Roger Goodell kündigte daraufhin an, das Vorgehen in Fällen von häuslicher Gewalt überarbeiten zu wollen.

Defensive Tackle Terrance Knighton von den Denver Broncos hatte bereits vor der Entscheidung der Ravens via Twitter gefordert, Rice solle "aus der NFL und ins Gefängnis geworfen werden."

Die NFL gab in einer Erklärung zunächst bekannt, sie habe bei ihrer Entscheidung über die Strafe für Rice keinen Zugang zu den Videos aus dem Inneren des Fahrstuhls gehabt.

"Ich habe den größten Fehler meines Lebens gemacht", hatte Rice bereits Ende Juli auf einer Pressekonferenz beteuert und erklärt: "Janay und ich haben daraus gelernt. Wir sind ein besseres Paar und bessere Eltern geworden."

Gut einen Monat nach dem Vorfall hatten sich die beiden das Ja-Wort gegeben.

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