vergrößernverkleinern
Adrian Peterson verpasste 2012 mit 2097 Laufyards den NFL-Rekord nur um neun Yards

Mehrere Sponsoren der National Football League (NFL) haben mit deutlichen Worten auf die jüngsten Vorfälle von häuslicher Gewalt und Kindesmissbrauch rund um die NFL-Profis Ray Rice und Adrian Peterson reagiert.

"Wir sind enttäuscht und zunehmend beunruhigt über die jüngsten Vorfälle, die diese NFL-Saison überschattet haben", erklärte ein Vertreter von Anheuser-Busch, Mutterunternehmen des offiziellen Bier-Lieferanten der NFL.

Zuletzt hatte es vor allem im Fall Rice scharfe Kritik an den NFL-Verantwortlichen um Commissioner Roger Goodell gegeben.

Der Running Back der Baltimore Ravens hatte seine heutige Ehefrau im Februar bewusstlos geschlagen, war daraufhin aber zunächst nur für zwei Spiele gesperrt worden.

Nachdem im Internet ein Video von dem Vorfall auftauchte, verlängerte die NFL die Sperre unbefristet, die Ravens lösten den Vertrag mit dem Super-Bowl-Champion von 2013 auf.

"Wir sind noch nicht zufrieden mit der Art und Weise, wie die Liga auf Verhaltensweisen reagiert, die unserer Unternehmenskultur und moralischen Norm derart deutlich widerstreben", erklärte Anheuser-Busch.

Man habe der NFL daher die Bedenken und Erwartungen mitgeteilt.

Auch zahlreiche weitere namhafte Sponsoren reagierten in offiziellen Stellungnahmen auf die jüngsten Vorkommnisse und forderten die Liga zum Handeln auf.

NFL-Sprecher Brian McCarthy reagierte mit Verständnis auf die Forderungen: "Wir verstehen das. Wir sind dabei zu handeln und es wird noch einiges mehr passieren."

Bereits am Montagabend hatte die Hotelkette Radisson ihr Engagement als einer der Hauptsponsoren der Minnesota Vikings beendet, nachdem diese angekündigt hatten, den des Kindesmissbrauchs beschuldigten Peterson am kommenden Wochenende wieder einsetzen zu wollen.

Hier gibt es alles zum US-Sport

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel