vergrößernverkleinern
Quarterback Russell Wilson trug den Ball gegen Washington einmal selbst in die Endzone

Von Florian Pertsch

München/Houston - Es war der Kampf um den Spitzenplatz in der AFC South – und er war nach einem Viertel eigentlich schon wieder vorbei.

Björn Werner und seine Indianapolis Colts überrollten die Houston Texans am sechsten NFL-Spieltag im ersten Viertel mit 24:0 und siegten letztlich mit 33:28 (27:14).

Luck legt Blitzstart hin

Damit kommen die Colts auf vier Siege bei zwei Niederlagen, Houston verlor die zweite Partie in Folge und weist eine 3-3 Bilanz auf (Die NFL LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Angeführt von Quarterback Andrew Luck (370 Yards, 3 Touchdowns) erzielten die Colts in den ersten zwölf Minuten 24 Punkte, Houston blieb seinerseits ohne Zählbares vor eigenem Publikum (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Texans-Verteidiger J.J. Watt war nach dem Blitzstart der Colts ordentlich sauer.

"Wenn du dem Gegner direkt zu Beginn des Spiels 24 Punkte schenkst, dann wird es eine sehr schwierige Partie", ärgerte sich der Defensive End.

Nach nur zwei mickrigen Yards Raumgewinn in Viertel eins konnte Houston zwar vor der Pause durch Arian Foster und Andre Johnson noch auf 14:27 verkürzen, doch Luck ließ auch im dritten Viertel nicht locker und fand T.Y. Hilton (223 Yards, Karriererekord) für seinen dritten Touchdownpass.

Nicht nur in der Colts-Offensive griff ein Rädchen ins andere. Auch für Björn Werner lief es blendend.

Dem deutschen Linebacker gelang gegen Texans-Spielmacher Ryan Fitzpatrick sein dritter Sack der Saison (So spricht die NFL: Die wichtigsten Begriffe).

"Wir haben den Ball sehr schlecht beschützt", erklärte "Fitzmagic", der auf 212 Yards und einen Touchdown kam.

Pagano stolz auf die Defense

Insgesamt musste der Texans-Quarterback fünf Sacks hinnehmen.

"Langsam zeigen wir die Art von Verteidigung, die wir uns seit langer Zeit vorstellen. Diese wollen wir jetzt Woche für Woche abrufen", erklärte Pagano stolz (DIASHOW: Die Bilder der 5. Woche).

Ein Defensivspieler Houstons sorgte im letzten Spielabschnitt noch einmal für Spannung.

Watt schnappte sich einen Fumble Lucks und schaffte es zum 28:33 in die Endzone der Colts.

Für den Defensive End war es in dieser Saison bereits der dritte Touchdown – 28 Teams in der NFL haben in dieser Saison bislang weniger Defensive-Touchdowns erzielt als Watts alleine.

Die Bilanz des Abwehr-Hünen liest sich auch in diesem Spiel beeindruckend:

Die zwei Aufholjagden überraschten Head Coach Chuck Pagano nicht im Geringsten: "Du rennst an der Seitenlinie rauf und runter und schreist alle an, dass sie bloß weiter so konzentriert spielen sollen. Doch auf einmal ist es wieder knapp, einfach so. In dieser Liga darfst du einfach nie nachlassen."

In Woche sieben wartet erneut eine knifflige Partie auf die Colts. Dann geht es für Werner und Indianapolis gegen die Cincinnati Bengals.

Houston trifft im Monday Night Game in Pittsburgh auf die Steelers.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel