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Die Bilder des 7. Spieltages ZUM DURCHKLICKEN

München - Der Colts-Linebacker geht gegen Cincinnati auf Quarterbackjagd. Luck jagt eine Legende. Kuhns Giants müssen Horror abschütteln.

Von Florian Pertsch

Drei Sacks, sieben Tackles und vier Siege in Serie.

Björn Werner und seine Indianapolis Colts kommen mächtig ins Rollen und haben sich vor dem 7. Spieltag der NFL-Saison die Tabellenführung in der AFC South geholt.

Luck auf den Spuren Mannings

In Woche sieben soll diese nun mit einem Triumph über die Cincinnati Bengals verteidigt werden (ab 19 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Die Aussichten dafür stehen ziemlich günstig, denn neben Werner und der Colts-Defense legt auch die Offensive um Star-Quarterback Andrew Luck Fabelzahlen auf.

Luck liegt in seinem dritten NFL-Jahr bereits nach sechs Spieltagen mit 1987 Pass-Yards nur noch sechs Yards hinter seiner besten Saison und führt die Liga in den Kategorien Raumgewinn und Touchdowns (17) an.

Vier Siege in Folge gelangen den Colts unter Luck noch nie, eine längere Serie gab es zuletzt 2009.

Der Quarterback in Indianapolis hieß damals noch Peyton Manning. Die Zahlen, die Luck aktuell abliefert, erinnern stark an den einstigen Star der Colts.

"Er ist ein Ausnahmespieler"

Ein Abnehmer der Luck-Pässe ist T.Y. Hilton, der im letzten Spiel gegen Houston mit 223 Yards die zweitbeste Leistung in der Geschichte der Colts ablieferte.

"Er ist ein Ausnahmespieler und gibt immer alles", lobt Head Chuck Pagano Hilton.

Heile Welt in Indianapolis, dunkle Wolken in Cincinnati. Nach der Spielpause in Woche 4 gerieten die Bengals mit Quarterback Andy Dalton komplett außer Tritt.

Von New England mit 17:43 gedemütigt, reichte es nach einem grauenhaften Field-Goal-Versuch von Mike Nugent in Overtime gegen die Carolina Panthers nur zum 37:37 (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

"Wir können uns nicht mit der Vergangenheit aufhalten, das hilft keinem weiter", erklärt Cincinnatis Head Coach Marvin Lewis: "Zu viel liegt vor uns, auf das wir uns konzentrieren müssen."

SPORT1 blickt auf weitere Partien des 7. Spieltages der NFL:

• Denver Broncos - San Francisco 49ers

Drei Touchdowns bis zur Ewigkeit.

Mehr Würfe in die gegnerische Endzone braucht Denvers Superstar Peyton Manning nicht mehr, dann ist Brett Favres Rekord von 508 Touchdowns abgelöst (So spricht die NFL: Die wichtigsten Begriffe).

Favre benötigte dafür 302 Saisonspiele, Manning steht gegen die San Francisco 49ers (ab 2.20 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM) erst in seiner 246. Partie auf dem Feld.

Bei aller Rekord-Euphorie verliert Manning aber nicht den Blick für das Wesentliche.

"Gronk"-Rekord in Gefahr

"Zwei sehr wichtige Spiele stehen bevor", erinnert der 38-Jährige: "Darauf sollten wir unsere Konzentration lenken."

Nach dem Duell mit den 49ers treffen die Broncos in Woche acht auf das Top-Team der AFC West: die San Diego Chargers.

Dass auch das Kräftemessen mit San Francisco und Superstar Colin Kaepernick ein gutes Ende nimmt, dafür soll Tight End Julius Thomas sorgen.

Auch er könnte in dieser Saison einen Rekord brechen. Mit neun gefangenen Touchdown-Pässen nach sechs Spieltagen ist Rob Gronkowskis Rekord (17 Touchdowns) aus der Saison 2011 ernsthaft in Gefahr.

• Dallas Cowboys - New York Giants

Peytons Mannings Bruder Eli will in Dallas (ab 22.20 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM) das Horrorspiel gegen die Philadelphia Eagles abschütteln.

Die sechs Sacks der Eagles dürften beim Quarterback der New York Giants ihre Spuren hinterlassen haben, die 0:27-Klatsche war mit Sicherheit auch kein Quell der Freude.

Für die Giants und ihren deutschen Defensive Tackle Markus Kuhn ist es das zweite Division-Duell in der NFC East hintereinander ? und das ausgerechnet gegen ein Cowboys-Team, das fünf Spiele in Serie gewonnen hat.

New York muss zusätzlich auf Wide Receiver Victor Cruz verzichten, der sich gegen Philly die Patellasehne riss.

Murray entlastet Romo

Bei den Cowboys läuft es für Quarterback Tony Romo deutlich besser. Zwar liefert er mit 1510 Yards und elf Touchdowns erneut sehr gute Zahlen ab, doch in dieser Saison ist er nicht der Alleinunterhalter.

Running Back DeMarco Murray entlastet Romo in der Offense und kommt bei 785 Yards bereits auf sechs Touchdowns.

"Von einem guten Laufspiel profitiert natürlich das ganze Team", erklärt ein zufriedener Romo.

Abgesehen vom sechsten Sieg in Folge könnten die Cowboys bei einem Erfolg die spielfreien Eagles (5-1) in der Division hinter sich lassen.

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