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Ben Roethlisberger führte die Steelers bereits zweimal zum Triumph im Super Bowl

Björn Werner hat mit Indianapolis gegen den entfesselten Ben Roethlisberger keine Chance. Edebali glänzt gegen die Packers.

Von Eric Böhm

München/Pittsburgh - Björn Werner und seine Indianapolis Colts haben am 8. Spieltag der NFL eine heftige Klatsche kassiert.

Bei den Pittsburgh Steelers kam der Mitfavorit auf den Super Bowl mit 34:51 (20:35) unter die Räder. Dabei warf Quarterback Ben Roethlisberger gleich sechs Touchdown-Pässe (Die NFL-Saison LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

"Ich habe es schon gesagt, für mich ist er zweifelsfrei ein Hall-of-Famer. Er wirft unglaublich präzise, ist groß und stark. Du musst ihn erst einmal zu Boden bringen", lobte Colts-Coach Chuck Pagano.

Björn Werner diesmal unauffällig

Seine sonst so starken Verteidiger packten das diesmal nicht und konnten Roethlisberger nie unter Druck setzen. Werner gelangen auch nur zwei Tackles.

Am Ende brachte "Big Ben" nur neun seiner 49 Pässe nicht an den Mann und erzielte 522 Yards Raumgewinn. Die Yards und Touchdowns stellen neue Teamrekorde dar.

"Wir hatten nie das Gefühl, dass sie uns stoppen könnten. Bei uns lief es einfach rund. Es war einer dieser speziellen Abende", sagte Roethlisberger (Alles zur NFL auch bei SPORT1 im Free TV - Do. 18 Uhr "Inside US Sports").

Roethlisberger stößt in elitären Kreis vor

In seinem 150. NFL-Start gewann der der zweimalige Super-Bowl-Champion auch sein 100. Spiel. Eine Marke die außer ihm nur Tom Brady, Peyton Manning und Steelers-Legende Terry Bradshaw erreichten.

"Das wurde mir während der Woche schon zugetragen. Ich hatte das Glück, Teil einiger guter Teams zu sein. Mit diesen Namen auf einer Stufe zu stehen, ehrt mich", erklärte Roethlisberger ().

Bei dieser Glanzleistung konnte selbst Colts-Jungstar Andrew Luck nicht mithalten. Der Spielmacher warf zwar für keineswegs schäbige 400 Yards, leistete sich aber auch zwei Interceptions.

Steelers bestrafen Lucks Fehler

Eine davon trug William Gay im zweiten Viertel zum bereits vorentscheidenden 21:3 für die Steelers zurück in die Endzone.

Von da an erstickte Roethlisbergers fantastisch aufgelegter Angriff jegliche Comeback-Bemühungen der Gäste im Keim. Gleich fünf Steelers fingen Pässe für mindestens 56 Yards. Antonio Brown ragte dank 133 Yards und zwei Touchdowns heraus.

Spätestens mit dem von Luck verursachten Safety im Schlussviertel war die Siegesserie der Colts nach fünf Partien beendet.

Damit stehen beide Kontrahenten nun bei einer Bilanz von fünf Siegen zu drei Niederlagen und halten Kus auf die Playoffs (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Tomlin kitzelt Roethlisberger

Die insgesamt 907 Passyards waren die zweitmeisten der NFL-Historie - 2012 brachten es Detroit und Green Bay einmal auf 971 Yards.

Pittsburghs Coach Mike Tomlin lag mit seinem Motivationstrick richtig. Er hatte über die gesamte Woche immer wieder betont, wie stark Luck doch sei. Damit kitzelte er seinen Spielmacher.

"Er würde es nie zugeben, aber das hat ihn schon genervt. Ohne das Feuer eines Wettkämpfers erreichst du nicht sein Niveau", erklärte Tomlin.

(So spricht die NFL: Die wichtigsten Begriffe)

SPORT1 blickt auf weitere Partien des 8. Spieltages der NFL:

? New Orleans Saints - Green Bay Packers 44:23

Die New Orleans Saints mit dem deutschen Rookie Kasim Edebali zerlegten die Green Bay Packers mit 44:23 (16:16).

Dabei lieferte der Hamburger sein bisher bestes Spiel ab. Je einmal erwischte er die Quarterbacks Aaron Rodgers und Matt Flynn - die ersten Sacks seiner NFL-Karriere.

Flynn hatte am Ende Star-Spielmacher Rodgers ersetzt und verlor bei Edebalis hartem Hit auch noch den Ball. So wird sich der im Draft noch übergangene 25-Jährige mehr Spielzeit erkämpfen.

"Green Bay hat eine der besten Offensivreihen der NFL. Das war ein richtig guter Teamsieg in allen Bereichen", lobte Saints-Cheftrainer Sean Payton.

Rodgers hadert mit Chancenverwertung

Running Back Mark Ingram erlief 172 Yards und einen Touchdown. Quarterback Drew Brees verbuchte 311 Yards sowie drei Touchdowns.

Den vier Auswärtspleiten stehen nun drei Siege in New Orleans gegenüber. Die Packers mussten ihre dritte Niederlage im achten Spiel hinnehmen.

"Wir hätten 45 Punkte gebraucht, das hätte auch klappen können, aber wir waren in der Redzone nicht konsequent genug", analysierte Rodgers.

? Arizona Cardinals - Philadelphia Eagles 24:20

Die Arizona Cardinals bleiben eine der Topmannschaften der NFC. Im Spitzenspiel gegen die Philadelphia Eagles feierten sie mit 24:20 (7:7) den sechsten Sieg in der siebten Partie.

Ein furioser 75-Yard-Touchdown von John Brown brachte Arizona 81 Sekunden vor dem Ende in Führung.

"Wenn deine Zeit gekommen ist, musst du da sein. Als sie einen Safety auf mich angesetzt haben, musste ich nur noch an ihm vorbeilaufen", sagte der Rookie von der kleinen Pittsburg State University.

Zentimeter fehlen den Eagles

Quarterback Nick Foles brachte die Eagles im Gegenzug aber noch einmal in Schlagdistanz.

Sein Pass in die Endzone wurde in letzter Sekunde zwar von Jordan Matthews gefangen, er brachte aber nicht beide Füße ins Feld, und die Cardinals konnten ihren besten Start seit 40 Jahren feiern.

"Jordan hat einen großartigen Fang gezeigt. Ich hätte sicherstellen müssen, dass er ihn noch im Feld fangen kann", nahm Foles (411 Yards, 2 Touchdowns, 2 Interceptions) seinen Receiver in Schutz.

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