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Giovani Bernard zelebriert seinen Touchdown gegen die Denver Broncos
Giovani Bernard zelebriert seinen Touchdown gegen die Denver Broncos © getty

Cincinnati sichert sich mit einem Sieg gegen Denver am 16. Spieltag das Playoff-Ticket. Manning erlebt einen Horrorabend.

Von Julian Ignatowitsch

München - Die Cincinnati Bengals pflückten die Pässe aus der Luft und rannten direkt in Richtung NFL-Playoffs.

Beim 37:28-Sieg gegen die Denver Broncos fing ausgerechnet die Verteidigung der Bengals die wichtigen Würfe - eben die vom gegnerischen Star-Quarterback Peyton Manning.

Cincinnati bereitet Manning einen Horrorabend: Gleich vier Interceptions gelangen der Defensive, dazu zwei Sacks (So spricht die NFL: Die wichtigsten Begriffe). Den entscheidenden Touchdown trug Cornerback Dre Kirkpatrick über 30 Yards gut zwei Minuten vor Spielschluss in die Endzone.

"Er ändert die Spielzüge ständig, er ist ein Hall of Famer", sagte Kirkpatrick über Manning: "Aber als er auf meine Seite geworfen hat, habe ich schon darauf gewartet."

Auch wenn Manning immer noch 311 Yards und zwei Touchdowns erzielte, reichte das nicht zum Erfolg. Vier Ballverluste waren zu viel des Guten. Kirkpatrick schnappte sich im Schlussviertel gleich zweimal den Pass des Veteranen Manning.

(Alles zur NFL auch bei SPORT1 im Free TV - Do. 18 Uhr "Inside US Sports")

Negativserie in den Playoffs

Mit dem zehnten Sieg in dieser Saison qualifizierten sich die Bengals am 16. Spieltag für die Post Season. Sie schafften den ersten Sieg gegen die Broncos mit Peyton Manning überhaupt (zuvor acht Niederlagen in acht Spielen).

Am kommenden Wochenende kämpfen sie um die Spitzenposition in der AFC North. Theoretisch könnte die Mannschaft aus Ohio in der Conference auch noch an Denver vorbeiziehen ().

"Wir haben noch eine Aufgabe vor uns", sagte Coach Marvin Lewis im Hinblick auf das letzte Spiel der regulären Saison. Die Bengals wollen für die Playoffs die bestmögliche Ausgangspositon erreichen.

Denn das Team hat dort eine der längsten Negativserien in der NFL und seit 1990 kein Spiel mehr in der Endrunde gewonnen. In der vergangenen Saison scheiterten sie an den San Diego Chargers.

Rookie Hill überzeugt

Bei den Gastgebern legte Running Back Jeremy Hill mit 147 Yards Raumgewinn und einem Lauf in die Endzone eine Spitzenleistung hin.

Der Rookie freute sich über seine erste Playoff-Teilnahme: "Das schaffen nicht viele. Jeder träumt davon, um die Meisterschaft zu spielen."

Kicker Mike Nugent traf gleich drei Field Goals. Die beiden Touchdown-Pässe von Quarterback Andy Dalton fingen Jermaine Gresham und Giovani Bernard. Wide Receiver A.J. Green musste mit einer Armverletzung vorzeitig vom Feld.

Manning steht neben sich

Denver, das bereits für die Playoffs qualifiziert war, verliert durch die Niederlage den Heimvorteil an die New England Patriots (Die NFL LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

"Wenn du vier Interceptions wirfst, gewinnst du nicht gegen ein gutes Football-Team", stellte Manning nüchtern fest. Dem 38-Jährigen machte in der vergangenen Woche eine Oberschenkelverletzung zu schaffen - und während des Spiels dazu der anhaltende Regen.

Vier Würfe zum Gegner waren für den Quarterback in dieser Saison ein neuer Negativwert. Ausgerechnet der Lieblingsgegner "zerpflückte" Manning an diesem Abend.

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